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Rauchmelderpflicht in Österreich

Tote und Verletzte bei Bränden innerhalb von Gebäuden sind überwiegend im zivilen Bereich zu beklagen, wofür hauptsächlich die giftigen Bestandteile von Brandrauch und nur selten die unmittelbare Einwirkung von Feuer verantwortlich sind. Bevor ein Brand auf Teile des Gebäudes übergreift, sind – vor allem nachts – die Bewohner längst im Rauch erstickt. Die stromnetzunabhängig arbeitenden Rauchwarnmelder besitzen eine Batterie und zielen nur darauf ab, die sich in der Wohnung aufhaltenden Personen frühzeitig zu alarmieren.

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Basierend auf internationalen Untersuchungen kann man sagen, dass das Risiko, bei Bränden in Wohnungen ums Leben zu kommen, durch Installation von Rauchmeldern erheblich verringert wird. Nachdem beispielsweise der Einbau von derartigen Meldern in Großbritannien seit dem Jahr 1992 gesetzlich vorgeschrieben ist, werden Brände viel häufiger entdeckt und ist die Zahl der Brandtoten in Wohnungen merklich zurückgegangen.

In Norwegen besteht bereits seit 1990 eine gesetzliche Regelung, wonach in jedem Haushalt ein Rauchmelder pro Etage installiert sein muss. In den Niederlanden wurde die gesetzliche Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern im Jahre 2002 vorgenommen. In Deutschland wurde in den letzten Jahren die Rauchmelder-Pflicht in Wohnungen in vielen Bundesländern intensiv diskutiert, wobei z.B. Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern die entsprechende gesetzliche Bestimmung in ihren Landesbauordnungen inzwischen integriert haben. Hinsichtlich der Verbreitung von Rauchmeldern in privaten Haushalten sind statistische Zahlen vorhanden, wonach in den USA etwa 90 % und in Großbritannien ca. 70 % aller Haushalte zumindest einen Rauchmelder besitzen.

In Deutschland und Österreich wird dieser Anteil aber nur auf etwa 5 bis 7 % geschätzt.

Die OiB-Richtlinie 2 sieht vor:

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In Wohnungen muss in allen Aufenthaltsräumen – ausgenommen in Küchen – sowie in Gängen, über die Fluchtwege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens ein unvernetzter Rauchwarnmelder angeordnet werden. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Schlafräume, Kinderzimmern und in Fluren, Rauchmelder vorgeschrieben sind, muss bei uns in Österreich beinahe jeder Aufenthaltsraum mit einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Davon sind neben Schlafzimmer und Flur auch das Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Hobbyraum usw. betroffen. Bereits in acht Bundesländern wurde diese OiB-Richtline 2 umgesetzt. Es ist jedoch hervorzuheben, dass lediglich Kärnten auch die Nachrüstung bestehender Wohnungen mit Rauchwarnmeldern bis zum 30.06.2013 vorgeschrieben hat.

In den restlichen sieben Bundesländern ist die Installation von Rauchmeldern nur bei Neubauten oder umfangreichen Umbauvorgängen erforderlich. Die OiB-Richtlinie 2 ist in Salzburg noch nicht in Kraft.

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Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Eine Leucht-Diode sendet einen Lichtstrahl aus, der von den Rauchpartikeln gebrochen und zurück ins Gerät geworfen wird. Dort trifft der Lichtstrahl auf einen Sensor, welcher den Alarm auslöst.

Höherwertigere Rauchwarnmelder besitzen eine Laser-Diode, die auf noch kleinere Partikel reagiert und lösen daher besonders frühzeitig Alarm aus.

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Hitzemelder nur für Küchen und feuchtwarme Räume

Hitzemelder, auch Wärmemelder genannt, reagieren durch eingebaute Temperatur-Sensoren sowohl auf die Überschreitung einer Maximaltemperatur (meist 60 °C) als auch auf einen deutlichen Temperaturanstieg innerhalb kurzer Zeit (in der Regel 5 °C binnen 3 Minuten). Ein Heißleiter, der im Inneren des Gerätes verbaut ist, misst die Temperatur im Raum und vergleicht sie mit einer Referenz.

Da die größte Gefahr für Leib und Leben meist nicht das Feuer, sondern die Rauchentwicklung ist, sollten Hitzemelder nur ergänzend in feuchtwarmen Räumen mit partikelbelasteter Lufteingesetzt werden, vornehmlich in Küchen, Garagen und Werkstätten.

Rauchmelder:

  • Erkennen kleinste Rauchpartikel und lösen Alarm aus
  • Gesetzliche Rauchmelderpflicht in fast allen Bundesländern
  • Meist Batteriebetrieb, unkomplizierte Wartung
  • Einfache Montage ohne Bohren

Hitzemelder:

  • Reagieren auf hohe Temperaturen und Temperaturanstiege
  • Brandschutz für Küchen und andere feuchtwarme Räume
  • Erkennen bereits kleinste Temperaturunterschiede frühzeitig
  • Meist Batteriebetrieb, unkomplizierte Wartung
  • Einfache Montage ohne Bohren

Besonderheiten und Zubehör für Brandmelder

Zertifizierungen und Normen: Achten Sie beim Kauf von Brandmeldern darauf, dass diese zertifiziert sind. Wichtige Qualitätsmerkmale sind die Zertifizierung vom TÜV, die Entsprechung der DIN, die Anerkennung gemäß der europäischen Produktnorm EN 14604 sowie der VdS.

Vernetzbarkeit: Viele Brandmelder sind drahtlos über Funk vernetzbar. Erkennt eines der Geräte einen Brand, lösen alle verbundenen Melder das Alarmsignal aus. Eine separate Funkzentrale dient optional zur Steuerung und Überwachung der einzelnen Feuermelder. Funk-Fernbedienungen ermöglichen es, einen ausgelösten Alarm manuell abzuschalten oder einen Test-Alarm auszulösen.

Test-Spray für Rauchmelder: Während der Neuinstallation und bei der jährlichen Wartung sollten Rauchmelder auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Hierfür sind spezielle Test-Sprays erhältlich, die bei korrekter Funktionsweise des Rauchmelders einen Alarm auslösen.

Notlicht: Immer mehr Rauchmelder verfügen über ein Notlicht. In der chaotischen Situation eines Brandes soll es der Orientierung dienen und den Fluchtweg schneller auffindbar machen.
 

Übersicht: Welcher Brandmelder ist der richtige?

Rauchmelder sind die beste Wahl:

  • Für alle Wohnräume, Schlaf- und Kinderzimmer, Flure
  • Für Räume ohne feuchte Wärme und Partikelbelastung in der Luft
  • Für einen zuverlässigen Schutz von Personen

Vernetzbare Brandmelder sind die beste Wahl:

  • Für größere Wohnungen und Häuser mit mehreren Etagen
  • Bieten zusätzliche Sicherheit, da alle Brandmelder Alarm auslösen
  • Realisierbar durch Kabel oder drahtlos über Funk und erweiterbar (Funk-Zentrale, Fernbedienung)

Hitzemelder sind die beste Wahl:

  • Für Küchen, Garagen, Werkstätten
  • Für alle feuchtwarmen Räume mit Partikeln in der Luft, die keine Wohn-/Schlafräume sind
  • Für den Sachschutz und als Ergänzung zu Rauchmeldern im Haushalt

Brandmelder mit Stromversorgung über Kabel sind die beste Wahl:

  • Wenn Sie das System für Neu-/Umbau planen
  • Wenn es an eine Alarmanlage angeschlossen werden soll
  • Wenn die Brandmelder mit anderen Geräten verbunden werden sollen

Rauchwarnmelderpflicht nach Bundesländern

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+

Burgenland

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.07.2008
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Kärnten

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.10.2012
  • vorhandene Wohnungen bis 30.06.2013
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Niederösterreich

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.02.2015
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Oberösterreich

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.07.2013
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Salzburg

 
  • keine Regelung OiB-Richtlinie 2 nicht umgesetzt
+

Steiermark

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.05.2011
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Tirol

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.01.2008
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Vorarlberg

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 01.01.2008
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer
+

Wien

 
  • nur Neu- und Umbauten seit 12.07.2008
  • vorhandene Wohnungen keine Regelung
  • Montage: Eigentümer
  • Wartung: Besitzer

Alle Angaben ohne Gewähr | Quelle: www.rauchmelderpflicht.eu