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Werkzeug Qualität


In Discounter-Prospekten stößt man in letzter Zeit vermehrt auf Werkzeugsets für Bastelarbeiten oder Handwerkerarbeiten im Haushalt. Darunter Schlagbohrmaschinen, Beile, Latthämmer und vieles mehr zu Schnäppchen-Preisen. Dass ein gutes Werzeug ganz allgemein hochwertig, zuverlässig und lange gebrauchstüchtig bleiben soll, versteht sich fast von selbst. Und günstiges Werkzeug? Von dem wird erwartet, dass es in dem Moment in dem es gebraucht wird, zur Hand ist und seinen Zweck erfüllt - aber man erwartet sich davon weder eine hohe Qualität noch ein extrem langlebiges Produkt. Oder?

Gerade vermeldete z.B. Stiftung Warentest wieder gravierende Mängel bei billigen Stich- und Handkreissägen. Und schon mehrmals machten Meldungen von krebserregenden Weichmachern und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAKs) in Billig-Werkzeugen die Runde.

Zange


Beispiel: Zange

Werkzeughersteller mit dem Fokus auf niedrige Preise und hohe Absatzzahlen verwenden oft einfachen und daher billigen Kohlenstoffstahl. Dieser Stahl wird beim Induktivhärten zwar hart, erreicht aber nicht den nötigen Verformungswiderstand, um harte Drähte schneiden zu können. Deswegen erzeugt man beim Härtevorgang durch künstliche Verfahren eine härtbarere Schicht an der Oberfläche der Zange. Diese wird zwar hart, ist aber bei Gebrauch weit bruchempfindlicher, da auf Zusätze wie Chrom und Vanadium (sorgen in der besseren Legierung für nötigen Verformungswiderstand und Zähigkeit) aus Kostengründen verzichtet wird.

Bei qualitativ hochwertigen Zangen muss der zur Anwendung kommende Stahl der späteren Beanspruchung der Zange angepasst sein – je nach gewünschter Eigenschaft wird eine geeignete Stahlsorte ausgewählt. Relevant ist dabei die Reinheit des Stahls. Phosphor und Schwefel sind Verunreiniger und sollten nur in geringer Konzentration vorhanden sein. Hier ist selbst bei einer hoher Härte eine gewisse Elastizität und Zähigkeit vorhanden, damit es nicht zu Ausbrüchen an Schneidkanten und Greifzähnen kommt. Erreicht wird dies durch eine geeignete Werkstoffwahl und optimale Wärmebehandlung. Die Elastizität der Griffe schneidender Zangen dämpft z.B. auch den Schnittschlag beim Durchtrennen von Materialien.

Anpassung für den Menschen
Das Werkzeug muss griffig in der Hand liegen und so konzipiert sein, dass es sich dem Menschen anpasst und 
nicht andersherum. Entscheidende Kaufkriterien sollten bei einer Zange z.B. die Stabilität, die Übersetzung unter
Berücksichtigung der Ergonomie, das Gewicht und die Größe sein.


Eine Zange, bei der man bedenkenlos zugreifen kann, hat...

  • anwendungsfreundlich geformte Griffflächen zur Vermeidung von Verletzungen oder Druckstellen; ist handfreundlich und ergonomisch gestaltet (Liegt sie gut in der Hand? Ist der Kunststoffüberzug klebrig, ist er merkwürdig weich und lässt sich zusammendrücken?)

  • eine gratfreie Oberfläche

  • ein leichtgängiges nahezu spielfreies Gelenk, einen vergüteten Niet oder eine angeschmiedete Gelenkachse

  • harte, verschleißfeste Greifbacken und Schneiden mit präziser Ausführung und guten Schneideigenschaften (springend schneidend)

  • eine der Anwendung angepasste Härte

  • Elastizität bei schlanken Zangenspitzen, ist leichtgängig, zäh und elastisch im gesamten Zangenkörper

Bezeichnung der Zange

In der Bezeichnung der Zange kann man den Anwendungsbereich erkennen, z. B. ermöglicht eine Kombizange in der Handhabung eine Kombinationsmöglichkeit zum Greifen von Flach- und Rundmaterial und Schneiden. Die Sicherungsringzange ist zur Montage des Sicherungsringes gedacht und die Elektronikzange zum Einsatz in der Elektronik.


Grundsätzlich unterscheidet man zwischen

Anwendungsbeispiel

 

  • Schneidenden Zangen zum Trennen oder Abkneifen, wie Seitenschneider, Vornschneider oder Kneifzangen

  • Greifzangen: Langbeckzangen, Wasserpumpenzangen

  • Kombinierten Zangen die sowohl zum Trennen als auch zum Greifen dienen; dazu gehören z.B. Kombizangen, Storchschnabelzangen oder Radiozangen

  • Crimpzangen, die zur Verarbeitung von Aderendhülsen und Kabelverbindern geeignet sind

  • Spezialzangen für Kunststoffrohre, Glas- und Fliesenarbeiten oder für die Datentechnik

  • VDE-isolierte Zangen zum Arbeiten an elektrischen Anlagen, auch unter Spannung bis 1000 V/AC und 1500 V/DC

  • Vom Stahl zur Zange

    Zur Herstellung einer Zange wird im ersten Schritt das ausgewählte Rohmaterial geschmiedet, das überschüssige Material in Form eines Grates entfernt, anschließend das Nietloch in den Rohling gebohrt und für den Nietkopf angesenkt. Gelenk, Profil der Backen und die Schneiden werden gefräst, ausgerichtet und geschliffen. Der so entstandene Rohling wird jetzt vergütet und die Schneiden gehärtet – das geschieht induktiv durch Hochfrequenz. Zum Schluss gibt es noch einen Feinschliff, bevor die fast fertige Zange vernickelt oder verchromt wird. Neben Material und Verarbeitung bestimmt der Härteprozess die Qualität eines Werkzeuges. Bei einer Qualitätszange sollten Griffpaar, Gelenk und Greifbacken zäh, verschleißfest und federnd sein. Die Schneiden dagegen hart, damit sie auch das Durchkneifen von harten Drähten ermöglichen. In der Regel werden die Zangen mit Griffüberzügen aus Kunststoff versehen. Zwischen jedem Arbeitsgang finden zusätzliche Prüfungen und strenge Kontrollen auf Gängigkeit, Form und Funktion statt. Zum Schluss erfolgt die Endkontrolle, denn Qualität darf nicht dem Zufall überlassen werden.


    Eine Zange besteht aus drei Teilen:
     

    Bestehende Teile einer Zange
    1. dem Griffpaar, an dem die Zange in die Hand genommen wird. Dieses sollte nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet sein, sodass die Zange sicher und angenehm in der Hand liegt.

    2. dem Gelenk, welches einen gleitenden Gang besitzen muss, damit die Zange mit einer Hand leicht zu öffnen und zu schließen ist.

    3. dem Kopf mit den Greifbacken oder Schneiden. Die Kopfenden sollen präzise in Form geschliffen sein. Die beiden Schneidkanten müssen scharf sein und auf den gesamten Länge genau aufeinandertreffen.

    Fazit:

    Wer auf der Suche nach einem Werkzeug ist, dass nicht schon nach kurzer Zeit abgenutzt ist, dessen Geld ist in ein etwas teureres, dafür aber hochwertiges Werkzeug aus dem Fachhandel gut angelegt. Achten Sie am besten auf Werkzeuge mit einer Herstellergarantie - so haben Sie lange und risikolose Freude am Arbeiten und Basteln. Wer nur ab und zu kleine Handwerkerarbeiten erledigen will, ist mit einem Werkzeugset mit einer Grundausstattung (wie mit Hammer, Zangen, Zollstock und Schraubendreher) gut bedient. Und diese gibt es sogar im Fachhandel schon sehr günstig.