Wissenswertes zu Druckreglern

Das sind Druckregler

Druckregler haben den Zweck, den festgelegten Betriebsdruck einer Anlage – beispielsweise eines Kompressors – bereitzustellen. Zur Gruppe der Druckregler gehören die Druckminderer. Hierbei handelt es sich um Armaturen, die in Leitungssysteme eingebaut werden und bei unterschiedlich starkem Eingangsdruck für einen konstanten Ausgangsdruck sorgen. Sie können dementsprechend auch dazu dienen, Druckschwankungen auszugleichen. Wird ein Druckregler exakt an die Anforderungen eines Systems angepasst, sind sehr präzise Einstellungen möglich.

 

So funktionieren Druckregler

Im industriellen und handwerklichen Bereich gibt es Druckregler für Gase und für Flüssigkeiten beziehungsweise Wasser. Gasförmige Medien, zum Beispiel Schweißgase, sind üblicherweise in Stahlflaschen komprimiert. Druckluft kann sowohl in Flaschen gespeichert als auch „direkt vor Ort“ erzeugt werden – mithilfe von Kompressoren. Auf die Funktion des Druckreglers hat das keinen Einfluss, denn auch ein Kompressor verfügt über einen Speicher für die komprimierte Luft.

Die für Druckluftanwendungen verwendeten Regler arbeiten üblicherweise nach dem Kolbenprinzip:

In der Ausgangsposition ist der untere Dichtungssitz zunächst geschlossen, da sich Regler- und Vorsteuerkolben in oberer Endlage befinden. Sobald der Druckluftanschluss geöffnet wird, gelangt Luft in das Ventil des Kolbendruckreglers, trifft auf den Reglerkolben und strömt über eine Verbindungsbohrung weiter in dessen Inneres bis hin zum Vorsteuerkolben. Dabei entsteht eine Kraft im Druckregler, die bewirkt, dass sich der Dichtungssitz öffnet, wodurch wiederum ein Durchfluss ermöglicht wird. Durch Bewegung des Reglerkolbens, die auf unterschiedliche Druckverhältnisse zurückzuführen ist, wird der Druck schließlich reguliert. Via Verbindungsbohrung kann überschüssige Luft abgegeben und der Druck im Regler abgebaut werden.

Darauf ist bei der Wahl eines Druckreglers zu achten

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines geeigneten Druckreglers ist der maximale Betriebsdruck. Er liegt in der Regel zwischen 10 und 20 bar und sollte passend zum Kompressor gewählt werden. Je nach einzusetzendem Werkzeug ist auch die maximale Durchflussmenge zu beachten. Während preisgünstige Regler rund 7 Liter pro Sekunde passieren lassen, bieten Regler aus dem höheren Preissegment teils einen Durchfluss von über 100 Litern pro Sekunde.

Beachten Sie darüber hinaus unbedingt die Anschlussdimensionen des Innengewindes. Diese betragen 1/2“, 1/4“ und 1/8“. Es gibt außerdem Druckregler, die sich direkt in die Leitung integrieren lassen oder einen modularen Aufbau gestatten. Empfehlenswert ist zudem eine Überdrucksicherung.

Unser Praxistipp: Energie sparen

Die Erzeugung von Druckluft kostet Energie. Um etwa Strom einzusparen, reicht es schon, den Systemdruck ein wenig abzusenken. Viele Werkzeuge arbeiten bereits bei einem Druck von 6 bar einwandfrei, ein Systemdruck von 10 bar – wie von vielen als Grundeinstellung genutzt – würde unnötige Energie verbrauchen. Außerdem gilt es zu beachten, dass schon kleinste Löcher den Druck in der Leitung mindern, der dann per Regler nachjustiert werden muss. Pfeift und zischt es sogar, sollte das Leck schnellstmöglich gefunden und geschlossen werden.

   

FAQ – häufig gestellte Fragen

Lassen sich zur Druckeinstellung auch Membrandruckregler verwenden?

Das ist durchaus möglich, sofern es sich um einen Druckbereich von etwa 6 bis 8 bar handelt. Bei Niederdruckanwendungen arbeiten Membrandruckregler sehr präzise. Hier drückt die Feder auf eine (schneller reagierende) Membran mit einem mittig platzierten Dichtungselement und nicht auf einen Kolben, wie es bei Kolbendruckreglern der Fall ist.

In welchen Temperaturbereichen arbeiten Druckregler zuverlässig?

Gerätetemperaturen von unter -20 ˚C und über 80 °C sind nicht zu empfehlen. Manche Regler sollten bei frostigen Temperaturen oder Temperaturen oberhalb von 60 ˚C gar nicht verwendet werden. Beachten Sie in jedem Fall die Herstellerhinweise zur maximalen Gerätetemperatur.

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