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Hochdruckreiniger lassen selbst hartnäckige Verschmutzungen verschwinden

Moos auf der Terrasse, schmutzverkrustete Fliesen? – Hochdruckreiniger machen kräftezehrendes Schrubben überflüssig, denn sie entfernen sogar die hartnäckigsten Verschmutzungen. Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten dieser Geräte.

 

 

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?

Ein Hochdruckreiniger ist ein Arbeitsgerät, das mithilfe von Wasserdruck selbst starke Verunreinigungen entfernt, etwa Moos und Algen, Rost sowie mineralische Ablagerungen wie Kalk oder andere Beläge. Das Kernstück solcher Reiniger ist eine Hochleistungspumpe, die das einströmende Wasser komprimiert und einen Wasserdruck von bis zu 160 bar erzeugen kann – zum Vergleich: In der normalen Wasserleitung herrscht ein Druck von 3 bis 6 bar. Über ein Auslassventil gelangt das Wasser über den Hochdruckschlauch in die Sprühpistole. Von dort aus wird es durch eine Hochdruckdüse über die Sprühlanze ausgestoßen. Dabei entfaltet der gebündelte Wasserstrahl eine hohe Reinigungswirkung. Die Wasserzufuhr erfolgt über einen Schlauch vom nächstgelegenen Wasseranschluss. Die meisten Hochdruckreiniger werden elektrisch betrieben; es gibt jedoch auch Modelle mit Verbrennungsmotor.

Alfred Kärcher hat 1950 den ersten europäischen Heißwasser-Hochdruckreiniger („DS 350“) entwickelt. Die gleichnamige Firma mit Stammsitz in Winnenden (Baden-Württemberg) zählt zu den international führenden Anbietern dieser Geräte.

Welche Arten von Hochdruckreinigern gibt es?

Es lassen sich Kaltwasser-Hochdruckreiniger und Heißwasser-Hochdruckreiniger unterscheiden – je nachdem, ob für die Reinigung kaltes oder heißes Wasser verwendet wird. Mithilfe eines integrierten Brenners lässt sich bei manchen Geräten die Wasserzulauftemperatur auf bis zu 155 Grad Celsius erhöhen.

Wie beim herkömmlichen Putzen oder Abspülen unterstützt heißes Wasser den Reinigungsvorgang. Allerdings sind Heißwasser-Hochdruckreiniger in der Regel teurer. Die Entscheidung, ob man den höheren Preis in Kauf nimmt, sollte man vom geplanten Einsatzbereich abhängig machen. Die Entfernung von Ölen und Fetten ist ohne heißes Wasser kaum möglich. Dagegen reicht für die Reinigung von Gehwegplatten kaltes Wasser völlig aus.

Worauf müssen Sie beim Kauf von Hochdruckreinigern achten?

Reinigungsleistung

Hochdruckreiniger werden in verschiedenen Leistungsklassen angeboten. Die Reinigungsleistung wird von den Parametern Wasserdruck und Wasserdurchflussmenge bestimmt. Für die Reinigungswirkung kommt es nicht darauf an, einen möglichst hohen Wasserdruck aufzubauen. Entscheidend ist vielmehr, dass Wassermenge und Wasserdruck optimal aufeinander abgestimmt sind.

Nach einer Empfehlung des TÜV Süd sollte ein Hochdruckreiniger grundsätzlich eine Wasserfördermenge von 6 bis circa 10 Liter pro Minute bei einem Arbeitsdruck von mindestens 100 bar haben. Das entspricht einer Motorabgabeleistung von rund 1,5 bis 1,6 kW. Mit diesen Kenndaten sind Hochdruckreiniger für die Nutzung im Haus- und Gartenbereich gut gerüstet.

Für den Einsatz von Hochdruckreinigern in Gewerbe oder Landwirtschaft liegen die Leistungsanforderungen höher. So wird beispielsweise als Größenordnung für die Reinigung von landwirtschaftlichen Maschinen eine Wasserdurchflussmenge von 19 Liter pro Minute bei 180 bar empfohlen.

Düsen mit Power

Hochdruckreiniger lassen sich mit verschiedenen Düsenaufsätzen bzw. Sprühlanzen betreiben. Zur Standardausrüstung gehören eine Kombi- oder Variodüse sowie eine Rotordüse.

Die Kombidüse kann sowohl einen Punkt- als auch einen Flachstrahl erzeugen. Der Punktstrahl konzentriert den Wasserdruck auf eine kleine Fläche. Eine Drehbewegung am Düsenkopf sorgt dafür, dass der Wasserstrahl flach – und damit auch sanfter – wird.

Die Rotordüse, auch „Schmutzkiller“ genannt, ist eine Punktstrahldüse, die sich kreisförmig bewegt. Die Aufprallkraft des Wassers wird durch die Bündelung zu einem Punktstrahl verstärkt. Gleichzeitig führt die schnelle Rotation des Strahls zu einem „Meißeleffekt“ in der Fläche. So lassen sich selbst schwere, großflächige Verschmutzungen entfernen.

Motordrehzahl

Der Hochdruckreiniger wird von einem Motor angetrieben. Die Anzahl der Umdrehungen, die dieser Motor pro Minute leistet, beeinflusst den Verschleiß der Teile im Innern des Geräts, vor allem der Hochdruckdichtungen. Grundsätzlich gilt, dass langsam laufende Motoren einen geringeren Verschleiß und damit eine längere Lebensdauer aufweisen. Als Richtwert für Motoren im mittleren Segment gilt eine Motorleistung von 2800 Umdrehungen pro Minute.

Qualität des verbauten Materials

Im „Innenleben“ von qualitativ hochwertigen Hochdruckreinigern sind viele Teile aus Messing und Edelstahl gefertigt. Der Einsatz dieser Materialien lässt auf eine lange Lebensdauer hoffen. Sind die verbauten Teile dagegen überwiegend aus Plastik und Aluminium hergestellt, haben diese Geräte eher eine kurze Lebensspanne. In einem montierten Hochdruckreiniger ist für den Kunden nicht ersichtlich, welche Materialien verwendet werden. Hier kann meistens die Produktbeschreibung oder eine Anfrage beim Fachpersonal bzw. beim Hersteller weiterhelfen.

Vielfältiges Zubehör

Es gibt umfangreiches Zubehör, das den Einsatz von Hochdruckreinigern noch effizienter macht. Für die Reinigung von Terrasse und Gehweg ist häufig die Anschaffung eines Flächenreinigers mit Bürste sinnvoll. Um Rohre oder Dachrinnen zu säubern, gibt es ebenfalls extra Accessoires. Für die Fahrzeugreinigung werden spezielle Bürsten angeboten.

Wasserverbrauch

Hochdruckreiniger sind beim Wasserverbrauch ziemlich effizient: Ein Gerät mit einem Arbeitsdruck von circa 100 bar verbraucht rund 400 Liter Wasser pro Stunde. Durch einen herkömmlichen Gartenschlauch läuft unter „Normaldruck“ von 3 bis 6 bar in derselben Zeit die achtfache Menge.

Einige Modelle können mit Brauchwasser betrieben werden – was Umwelt und Geldbeutel zusätzlich schont, weil kein Trinkwasser verbraucht wird. Beispielsweise saugen die Geräte das Wasser aus der Regentonne.

Verwendung von Reinigungsmitteln

Privathaushalte kommen bei der Reinigung von Haus und Garten in der Regel ohne zusätzliche Reinigungsmittel aus – die Kraft des Wasserstrahls reicht meistens aus, um Verschmutzungen zu entfernen.

Allerdings ist es bei fast jedem Hochdruckreiniger möglich, Reinigungsmittel über einen integrierten Tank oder aus einer externen Quelle zuzumischen. Einige Hersteller bieten eigene Reinigungsmittel mit komfortablen Befüllungssystemen an.

Reinigungsmittel gibt es für unterschiedliche Anwendungen. Zum Beispiel werden in der Fahrzeugpflege Aktivschaumreiniger eingesetzt, um öl- und fetthaltige Substanzen zu entfernen. Angeboten werden auch Fassadenreiniger oder Reinigungsmittel mit Zusätzen, die Pigmente und Abbauprodukte von Pflanzen lösen und das Nachwachsen verhindern.

Einsatzmöglichkeiten von Hochdruckreinigern

Hochdruckreiniger sind wahre Multitalente, die in Privathaushalten und Gewerberäumen für strahlende Sauberkeit sorgen. Gartenmöbel, Zäune, Swimmingpools, Fassaden, Gehwege, Terrassenflächen, Autos und Fahrräder – der Wasserdruck entfernt selbst hartnäckige Verschmutzungen von diesen und vielen anderen Objekten.

In Industrie und Gewerbe sowie in der Landwirtschaft kommen Hochdruckreiniger ebenfalls zum Einsatz. Die Geräte für die Anwendung in Werkstätten, Kfz-Betrieben oder Baufirmen müssen höhere Leistungsanforderungen erfüllen als die Modelle, die für den Gebrauch in Haushalten bestimmt sind.

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Hochdruckreiniger

Welche Sicherheitshinweise sind für den Betrieb eines Hochdruckreinigers zu beachten?

Wie bei jedem anderen Elektrogerät sollte man zuerst die Bedienungsanleitung lesen, ehe man den Hochdruckreiniger in Betrieb nimmt. Es empfiehlt sich, nach Möglichkeit eine Außensteckdose zu verwenden. Die Steckdose, an die der Hochdruckreiniger angeschlossen ist, darf sich nicht Arbeitsbereich befinden. Um Schäden an der zu reinigenden Stelle zu vermeiden, etwa abgebrochene Gehwegkanten, sollte man vorsichtig vorgehen und sich an den richtigen Abstand und den optimalen Druck herantasten. Niemals darf der Hochdruckstrahl auf Personen oder Tiere gerichtet werden.

Was bedeutet „Arbeitsdruck“?

Bei Hochdruckreinigern ist zwischen dem Maximaldruck und dem Arbeitsdruck zu unterscheiden. Der Arbeitsdruck wird am Ausgang der Hochdruckpumpe gemessen. Der Maximaldruck tritt im Inneren der Hochdruckpumpe auf, wenn die Hochdruckpistole geschlossen wird. Üblicherweise liegt der Maximaldruck etwa 10 bis 15 Prozent über dem Arbeitsdruck. Für den Vergleich der Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Modelle ist als Basis die gleiche Referenzgröße heranzuziehen. In der Regel wird von den Herstellern der Arbeitsdruck angegeben.

Was ist bei einer Hochdruckpistole zu beachten?

In hochwertigen Hochdruckpistolen ist ein Federsystem verbaut. Es stellt sicher, dass die Hochdruckpistole in Schließposition tatsächlich dicht ist und kein Wasser herausfließt. Wenn Sie die Hochdruckpistole in die Hand nehmen, sollten Sie einen deutlichen Widerstand beim Betätigen des Abzughebels spüren.

Fazit: So finden Sie den passenden Hochdruckreiniger

Für die Wahl des passenden Hochdruckreinigers ist es entscheidend, dass Sie vor der Anschaffung Klarheit über Ihre individuellen Anforderungen an das Gerät gewinnen. Dabei kommt es insbesondere auf die Größe der zu reinigenden Fläche und den gewünschten Einsatzbereich an. Je nachdem, ob der Hochdruckreiniger vor allem in Haus und Garten oder auch in der Werkstatt genutzt werden soll, fallen die Anforderungen an die Reinigungsleistung unterschiedlich aus. Ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung ist außerdem der Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Objekte. Auch die Häufigkeit, mit der ein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen soll, spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl: Wollen Sie das Gerät häufig verwenden, sollten Sie die Investition in ein qualitativ hochwertiges Modell nicht scheuen, um selbst bei größerer Beanspruchung eine lange Lebensdauer sicherzustellen.