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Ratgeber

Digital-Audiokabel für besseren Sound

Ohne Audiokabel lassen sich viele Systeme nicht anschließen. Das gilt für den Business-Bereich ebenso wie für das Home Entertainment. Dabei entsteht schnell Unsicherheit, welche Kabel und Stecker zu den vorhandenen Geräten passen. Muss es ein digitales oder optisches Audiokabel sein? Und wofür stehen Kürzel wie RCA und XLR?



Was ist ein Digital-Audio-Kabel?

Um eine HiFi-Anlage, das Heimkinosystem oder auch die neue Spielekonsole optimal zu nutzen, bedarf es einiger Kabel, Stecker und Adapter. Je nach vorhandenen Anschlüssen und Systemen gibt es verschiedene Lösungen für die Übertragung der Signale. Entsprechend haben sich mehrere Formen herausgebildet.

Bevor die einzelnen Varianten beleuchtet werden, zunächst die Gemeinsamkeit aller Formen: Anders als die älteren analogen Modelle bieten digitale Audio Kabel besseren Sound. Das Audio-Signal wird nicht mit typischem Rauschen und gelegentlichem Knacken übertragen, die ältere Generationen noch gut kennen. Insgesamt sind sie im Vergleich zu analogen Kabeln weniger störanfällig.
 

Analoge Kabel nutzen vor allem die Formate Cinch, Klinke oder XLR, beziehungsweise Klinke und XLR als Kombibuchsen. Die digitale Signalübertragung setzt auf verschiedene Formen, die im Folgenden näher beschrieben werden.

Analoge Signale arbeiten mit einem permanenten Signalstrom. Die Werte können stufenlos eingestellt werden. Die digitale Übertragung kennt dies nicht. Sie wird nach Bedarf eingesetzt und nutzt nur klar definierte Werte.



Welche Unterformen der Digital-Audio-Kabel gibt es?

Um Begriffe besser zuordnen zu können, gilt es zunächst zu unterscheiden: Begriffe wie USB, CAT, Klinke und Cinch beschreiben die Steckverbindungen. Dem gegenüber stehen LWL- und Koaxialkabel, die den konkreten Kabelaufbau meinen.

Der Blick auf die Unterformen zeigt folgende Kabeloptionen im Bereich Digital-Audio:

Cinch-Kabel

Digital-Cinch-Kabel sehen zwar aufgrund der genutzten RCA-Buchsen und RCA-Stecker wie ihre analogen Gegenstücke aus, doch es sind Digital-Audiokabel.

Das Kabel ist koaxial aufgebaut und kann sowohl digitale Stereo- als auch Mehrkanal-Signale leiten.
Es besteht aus Innen- und Außenleitern, die dank Isolation streng getrennt sind.

Der Cinch-Stecker erlaubt das Anschließen an TV- und Hifi-Anlagen sowie an viele Spiele-Konsolen.


Toslink-Kabel

Während digitale Cinch-Kabel das Signal über elektrischen Strom transportieren, handelt es sich bei Toslink um ein optisches Kabel.

Es nutzt Lichtwellen zur optischen Übertragung. Gebräuchlich ist auch die Bezeichnung LWL-Kabel. Hierbei steht LWL für Lichtwellenleiter.

Ein optisches Kabel ist immer dann im Einsatz, wenn das Audiosignal die beste Qualität erhalten soll. Erreicht werden circa 20 Mbit/s und Störungen sind bei den Lichtimpulsen nahezu ausgeschlossen.

Moderne Blu-ray- und DVD-Player sowie Video-Spiele-Konsolen nutzen ein optisches Audiokabel. Computer und andere Geräte können über optische Adapter nachgerüstet werden. Da es sich um ein optisches Kabel handelt, darf es beim Verlegen nie geknickt werden. Das Audio-Signal wird sonst unterbrochen. Ein Verlegen in Bögen ist hingegen möglich.


Weitere digitale Audio-Kabel

Auch digitale Audiokabel mit XLR-Stecker sind auf dem Markt vertreten. Sie ähneln äußerlich erneut ihren analogen Gegenstücken, setzen aber auf die Koaxial-Technik.

Wer privat Videos schaut, wird ihnen seltener begegnen, doch beispielsweise Musiker und Musikerinnen nutzen sie für hochwertige Studioaufnahmen. Ein ebenfalls verbreitetes Koaxialkabel ist das digitale BNC-Kabel. Es kommt in der Video- und Funktechnik zum Einsatz.

Ebenso gibt es Kabel mit CAT- und USB-Steckern. Sie haben auch die privaten TV-Landschaften erobert. Am weitesten verbreitet bleibt in diesem Kontext USB A als Steckverbindung.

Die modernen Heimkinos bevorzugen allerdings HDMI. Dank hoher Bandbreite und kaum Störungen ist HDMI für viele der Standard schlechthin. 



Was tun mit einem Blu-ray-Player bei einem alten AV-Receiver ohne HDMI-Kabel?

Die Kombination ist nicht ideal, doch es kann Abhilfe geschaffen werden. Ein analoges 5.1-Cinch-Set kann genutzt werden, um den Player mit dem Receiver zu verbinden. Sie kaufen also anstelle eines Digital-Koax-Kabels ein Analog-Koax-Kabel.



FAQ – häufig gestellte Fragen

Was ist ein Digital-Analog-Wandler?

Verwenden Sie Lautsprecher oder Kopfhörer, arbeiten Sie automatisch mit analogen Signalen. Die Audiospur im Video oder die Musik ist jedoch meist digital gespeichert.
Ein Digital-Analog-Wandler, im Englischen Digital-Analog-Converter oder kurz DAC, sorgt für die Umwandlung.

Einfache Konverter sind in Systemen wie TV, Tablet, Smartphone und Vergleichbaren eingebaut. Die Qualität ist allerdings im Regelfall durchschnittlich.

Möchten Sie mit guten D/A-Wandlern arbeiten, empfiehlt sich der Kauf externer Wandler.

Was bedeutet S/PDIF-Standard?

Sie werden eventuell über den Begriff SPDIF stolpern. Gemeint ist damit ein digitales Interface, das von den Firmen Sony und Philips entwickelt wurde. Das Kürzel steht entsprechend für «Sony/ Philips Digital Interface». Es handelt sich um eine serielle Schnittstelle, die sowohl ein optisches Kabel als auch alle Koaxial-Kabel nutzen.
 

Warum verwenden Systeme im Home Entertainment für Audio ein optisches Kabel?

Obwohl Cinch-Kabel weit verbreitet sind, stoßen sie mit der Übertragungsrate an ihre Grenzen, sobald es um unkomprimierte Audioformate geht. Im Home Entertainment kommt häufig Dolby True HD zum Einsatz, was die Übertragungsmöglichkeiten der elektrischen Impulse übersteigt. Ein optisches Kabel ist daher gefragt.
 

Wie lang dürfen die Kabel sein?

Basiert die Digital-Audio-Übertragung auf elektrischen Impulsen, sind große Distanzen wie 20 Meter und mehr kein Problem sein. Basiert die Übertragung jedoch auf Lichtwellen, wird das Signal schnell abgeschwächt. Die sendende Diode hat eine begrenzte Reichweite. Standard-Toslink-Kabel mit Kunststoffleitern sollten daher nicht länger als fünf Meter sein. Es gibt Modelle mit Glasfasern, die Distanzen bis 30 Meter überbrücken können.
 

Warum sind die Steckkontakte vergoldet?

Sie werden wahrscheinlich oft von vergoldeten Kontakten lesen und fragen sich, was es damit auf sich hat. In der Praxis werden die Kontaktflächen mit einer dünnen Schicht des Metalls überzogen. Die Dicke liegt im Mikrometerbereich. Der Grund: Bei vergoldeten Kontakten muss nicht befürchtet werden, dass diese rosten. Selbst in Umgebungen mit hoher Luftfeuchte muss daher kein Rost gefürchtet werden.

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