Wissenswertes zu Konvektoren und Wärmewellen

Mit Konvektoren und Wärmewellen beheizen Sie Räume mit Strom. Der Unterschied zwischen einem Konvektor und einer Wärmewelle liegt dabei in der unterschiedlichen Funktionsweise. Während der Konvektor die Raumluft erwärmt, arbeitet die Wärmewelle hauptsächlich mit Wärmestrahlung und erhitzt den Raum direkt, ohne die Luft als Träger zu verwenden. Welche Art von Heizung für Ihren Einsatzzweck am besten ist, erfahren Sie im Ratgeber.

Unterschiedliche Funktionsweise von Konvektoren und Wärmewellen

Sowohl Konvektoren als auch Heizstrahler können zum Heizen eines Raumes verwendet werden. Beide Geräte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Funktionsweise und sind somit in verschiedenen Einsatzgebieten effektiver.

Konvektoren erwärmen die Luft im Raum und sorgen so für ein angenehmeres Raumklima. Eine Konvektorheizung macht sich dabei das physikalische Prinzip der thermisch bedingten Luftbewegung zu Nutze.

Diese Heizung besteht aus einer Art von Schacht, an dessen Innenseite Heizdrähte angebracht sind. Wird der Konvektor angeschaltet, erhitzen sich die Heizdrähte und die Luft im Gehäuse wird erwärmt. Die warme Luft steigt dann nach oben aus dem Gehäuse, während kühlere Luft von unten nachströmt. So entsteht eine Luftzirkulation, durch die der Konvektor nach und nach die gesamte Raumluft erwärmen kann. Um diese Zirkulation zu unterstützen, verfügen einige Konvektorheizungen zusätzlich noch über einen Ventilator, der die Luft aus dem Gehäuse bläst.

Wärmewellenheizungen verzichten darauf, über die Erhitzung der Luft den Raum zu wärmen und heizen diesen stattdessen direkt über Wärmestrahlung auf. Daher werden diese Heizkörper auch Strahlungsheizung genannt.

In den Geräten ist eine Heizwendel verbaut, die elektrische Energie in Infrarotstrahlung umwandelt. Eine Heizwendel ist in den meisten Fällen ein Metalldraht mit einem hohen spezifischen Widerstand, wodurch er nur schlecht Strom leitet. Wird an diesen eine Netzspannung angelegt, erhitzt sich dieser und gibt Wärmestrahlung ab. Die Heizspirale wird dabei mehrere hundert Grad heiß. Aus Sicherheitsgründen befindet sie sich daher in einem Gehäuse.

  

Was sollte beim Kauf einer solchen Heizung beachtet werden?

Beide Heizungsarten können verschieden eingesetzt werden. Sie lassen zum Beispiel sich in kleineren Räumen verwenden, die keine andere Wärmequelle haben oder nicht an eine Zentralheizung angeschlossen sind, etwa in einer Garage oder kleineren Lagerhalle. Ebenso lassen sie sich unterstützend zur Hauptheizung einsetzen, um etwas zusätzliche Wärme im Wohnzimmer zu spenden. Doch Vorsicht: das Heizen sowohl mit Wärmewellen als auch mit Konvektoren kann teuer werden, wenn Sie sie zu oft anschalten. Denn die Geräte sind wahre Stromfresser.

Vor allem punkten die Anlagen in punkto Mobilität. Sie lassen sich bei Bedarf von Raum zu Raum transportieren und einfach unterbringen. Zudem benötigen Sie kaum Anlaufzeit. Sobald Sie eingeschaltet werden, heizen sowohl Konvektoren als auch Wärmewellen mit ihrer vollen Heizkraft.

Der Vorteil eines Konvektors liegt besonders in den vergleichsweisen günstigen Anschaffungskosten. Zudem kann er dabei helfen, einen etwa von einer großen Fensterfront stammenden kalten Luftzug abzufangen. Diese Kaltluftabschirmung verhindert das Ausbreiten der kalten Luft im Raum und gestaltet so das Raumklima angenehmer.

Der Nachteil der Konvektoren liegt dabei im von ihnen verursachten Luftstrom. Das dauerhafte Umwälzen der Luft im Raum wird von einigen Leuten als störend empfunden. Wird zudem der Ventilator zugeschaltet, um den Raum schneller zu erwärmen, kann das Geräusch des Lüfters unangenehm auffallen.

Außerdem sind Konvektoren auf den Luftstrom angewiesen. In frequentierten Bereichen, im Außenbereich oder in großen, hohen Räumen baut sich dieser nur schwer auf und der Heizeffekt ist gering.

Hier zeigen sich die Vorteile der Wärmewelle. Diese heizt direkt den Raum auf und ist somit nicht auf die Luft als Energieträger angewiesen. Das ermöglicht den Einsatz in fast allen Bereichen. Zudem entsteht kein störender, unangenehmer Luftstrom. Des Weiteren wird die Wärmestrahlung von den meisten Menschen als angenehmer empfunden. Da bei Konvektoren die warme Luft nach oben aufsteigt und etwa durch Lüften Wärmeenergie verloren geht, ist die Wärmewelle zudem effizienter.

Wärmewellen lohnen sich somit vor allem in schwierigen Umgebungen, in denen Konvektoren schwächeln. Bei kleineren Feiern und in größeren Räumen liefern sie schnell Wärme. Bei häufigerem Einsatz lohnt sich die etwas größere Investition auch aufgrund der besseren Effizienz und der angenehmeren Wärmeabgabe. Konvektoren sind dahingegen günstige Alternativen, mit denen sich sonst nur wenig beheizte oder selten genutzte Räume bei Bedarf schnell aufwärmen lassen.

Fazit: Einsatzzweck

Sowohl mit Wärmewellen als auch mit Konvektoren heizen sie Räume mit Strom schnell auf. Sie können entweder in Verbindung mit einer herkömmlichen Heizung eingesetzt werden, als auch dort zum Einsatz kommen, wo keine Heizkörper vorhanden sind. Welches Gerät Sie wählen, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Wollen Sie sparen, greifen Sie zu Konvektoren. Empfinden Sie den warmen Luftstrom als störend, greifen Sie zu einer Wärmewelle.

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