Wissenswertes zu WLAN-Access-Points

Die Funktionsweise eines WLAN-Access-Points

Ein WLAN-Access-Point dient als zentrale Verbindungsstelle für WLAN-fähige Geräte, die mit dem lokalen Netzwerk verbunden werden sollen. Mit solch einer Basisstation können Sie Anwendern drahtlosen Internetzugang zur Verfügung stellen, Ihr vorhandenes WLAN erweitern und/oder die Leistungsfähigkeit der WLAN-Übertragungsrate steigern. Sowohl in der eigenen Wohnung als auch in Büros, im Schul- und Gesundheitswesen oder Industriebereich können sie zum Einsatz kommen.

So funktioniert ein WLAN-Access-Point:
WLAN-fähige Geräte können sich mit dem Access Point (oftmals mit AP abgekürzt) verbinden, um auf das lokale Netzwerk oder Internet zuzugreifen. Der WLAN-AP wird via LAN-Kabel mit dem Netzwerk verbunden und spannt ein eigenes WLAN auf.

Bei Bedarf können mehrere APs aufgestellt werden, um allen Nutzern flächendeckenden Zugriff zu ermöglichen. Auch alte, ausgediente Router können die Funktion eines Access Points übernehmen.

Geräte für Unternehmen und Privatanwender

Auch die Leistungsfähigkeit der WLAN-Router in Privathaushalten kann mit einem WLAN-AP verbessert werden. Wände, Türen und sogar Einrichtungsgegenstände können das WLAN-Signal eines Routers abschwächen, so dass Sie nicht in allen Bereichen im Haus über ein starkes Signal verfügen. In diesem Fall kann der Router mit einer weiteren Basisstation gekoppelt werden, damit Sie im gesamten Haus – und bei Bedarf darüber hinaus – schnell, sicher und stabil im Internet surfen können.

Übrigens: Im Heimgebrauch werden häufig günstigere Geräte eingesetzt, die über wenige Einstellungsmöglichkeiten verfügen. Professionelle Business-Anwendungen bieten oftmals zusätzliche Features, darunter beispielsweise die zentrale Verwaltung mehrerer WLAN-Zugriffspunkte über ein entsprechendes Software-Paket oder die Möglichkeit, separate SSIDs in Benutzergruppen aufzuteilen und verschiedene Sicherheitsstufen einzurichten. Auch spezielle Ausführungen von Wireless-Access-Points mit wetterfesten Gehäusen für den Outdoor-Bereich kommen in großen Unternehmen zum Einsatz.

Verwaltet werden alle Arten von WLAN-Access-Points in der Regel über eine Web-Oberfläche. Diese ist bei Geräten für den Heimgebrauch in der Regel einfacher zu bedienen, bietet bei Access Points für Unternehmen aber mehr Einstellungsmöglichkeiten für erfahrene IT-Experten.

Kaufkriterien für WLAN-Access-Points

Beim Kauf eines Gerätes sollten Sie vorab prüfen, welche Features Ihnen wichtig sind und wie beziehungsweise wo Sie das Gerät montieren möchten.

Übertragungsgeschwindigkeit, WLAN-Standards und Dual-Band:

Eines der wichtigsten Kaufkriterien stellt die Übertragungsrate dar. Überprüfen Sie daher vor dem Kauf die maximale Geschwindigkeit der Datenübertragung Ihres gewählten Modells, sehen Sie die unterstützen WLAN-Standards ein und schauen Sie, ob der Access Point mit Ihren verfügbaren Produkten kompatibel ist. Aktuelle WLAN-Standards sind Wi-Fi 4 (IEEE802.11n) und Wi-Fi 5 (IEEE802.11ac) sowie dessen Nachfolger Wi-Fi 6 (ehemals 802.11ax), der weiterhin die Frequenzen 2,4 GHz und 5 GHz nutzen wird.

WLAN-Standard Leistung
802.11b 11 MBit/s
802.11g 54 MBit/s
802.11g++ 125 MBit/s
802.11n 300 MBit/s
802.11ac 867 MBit/s

Viele WLAN-Basisstationen verwenden bei der Datenübertragung zwei verschiedene Funkfrequenzen. Entscheiden Sie sich für ein Gerät mit Dual-Band, steht Ihnen neben dem Frequenzbereich mit 2,4 GHz auch der Bereich mit 5 GHz zur Verfügung. Bei einigen Wireless-Access-Points haben Sie die Möglichkeit, für unterschiedliche Benutzergruppen verschiedene SSIDs mit 2,4 GHz oder 5 GHz zu erstellen. Praktisch: Einige Modelle verlagern automatisch gegenwärtig verwendete Dual-Band-Geräte auf das weniger überlaufene Frequenzband.

Design:

Das Design spielt vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn das Gerät an einer sichtbaren Stelle montiert werden muss. Viele Access-Point-Geräte erhalten Sie mit integrierten Antennen, es gibt aber auch Modelle mit zwei oder mehr schwenkbaren Antennen. In unserem Onlineshop finden Sie für jeden Bedarf und Geschmack das richtige Gerät in kompakter Größe – einige ähneln Rauchmeldern, andere sind flach und viereckig oder mit der klassischen Form von WLAN-Routern zu vergleichen.

Montage:

Die Geräte werden entweder via Steckernetzteil oder über das Netzwerk mit Strom versorgt. Wenn Sie in dem Bereich, in dem der WLAN-AP zum Einsatz kommen soll, keine freie Steckdose parat haben, achten Sie darauf, dass das ausgewählte Modell Power over Ethernet (oft mit PoE abgekürzt) unterstützt und den Strom über das Netzwerk beziehen kann. Diese Technologie ermöglicht Ihnen mehr Flexibilität bei der Montage.

Die meisten APs können Sie so positionieren wie jeden beliebigen Router, doch viele Hersteller geben Ihnen weitere Möglichkeiten. Ein Großteil der Modelle ist für die Wand- oder Deckenmontage designt, Outdoor-Varianten erhalten Sie im Regelfall mit speziellem Montageset für Wände oder Pfosten.

Sicherheit und Verschlüsselung:

Damit kein Außenstehender unbefugt auf Ihr Netz zugreifen kann, sollten Sie auf sichere Verschlüsselungsstandards setzen, etwa WPA oder WPA2. Für größere Nutzergruppen sind spezielle Zugangskontrollen, Gruppen- und Gästenetzwerk-Einstellungen interessant.

Weitere Features:

Eine möglichst intuitive, webbasierte Benutzeroberfläche ist für alle Nutzergruppen vorteilhaft. Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Zugriffsrechten, LAN-Ports oder Anschlussmöglichkeiten für kabelgebundene Geräte wie Drucker, VLAN-Unterstützung oder die Zuteilung von Netzressourcen sind sowohl für Unternehmen als auch für Privatanwender nützlich. Outdoor-Varianten verfügen zudem in der Regel über ein wasserfestes Gehäuse, einige sind mit integriertem Blitzableiter versehen. Prüfen Sie außerdem, für wie viele Clients – also WLAN-fähige Endgeräte – ein Gerät ausgelegt ist.

Unser Praxistipp: Mehrere Wireless-Access-Points verwenden

Wenn Sie einen größeren Bereich mit stabilem Netz versorgen möchten, lohnt sich der Griff zu mehreren Access Points, die Sie miteinander koppeln – auch im privaten Bereich. Für eine möglichst reibungslose Installation und Bedienbarkeit der Geräte sowie ein automatisches Einwählen der Clients beim Standortwechsel sind WLAN-Access-Points desselben Herstellers zu empfehlen.

  

FAQ - häufig gestellte Fragen zu WLAN-Access-Points

Wie können mehrere APs verwaltet werden?

Über eine webbasierte Benutzeroberfläche können Sie jeden Access Point einzeln konfigurieren. Eine Vielzahl der Geräte kann ebenfalls über eine Management-Benutzeroberfläche zentral verwaltet werden. Mit manchen Software-Lösungen können Sie diverse Informationen zur Nutzung beziehungsweise Auslastung der einzelnen Modelle einsehen.

Müssen Anwender ihre Endgeräte beim Standortwechsel manuell mit einer anderen WLAN-Basisstation verbinden?

Bei entsprechender Konfiguration der APs wechselt Ihr Endgerät am neuen Standort zum nächsten verfügbaren AP. In der Regel nehmen Sie den Wechsel, der im Optimalfall ohne Verzögerung und Unterbrechung abläuft, kaum wahr.

Wie viele Clients unterstützt ein Gerät gleichzeitig?

Das hängt vom gewählten Modell ab. Soll der Access Point vielen Nutzern zur Verfügung gestellt werden, sollten Sie beim Kauf auf entsprechende Angaben überprüfen. Einige Modelle unterstützen bis zu 50 Clients gleichzeitig, andere sind für 100 oder mehr ausgelegt.

Fazit: Die richtigen Modelle für jeden Einsatzzwecke finden

Wenn über WLAN auch Daten über die Verbindung verschickt werden sollen, sind moderne Geräte, die den 802.11n- oder 802.11ac-Standard beherrschen, älteren Varianten vorzuziehen. Die maximale Übertragungsrate sollte auch beachtet werden, damit die Client-Geräte mit guter Perfomance miteinander kommunizieren können. Wenn ein großer Bereich zuverlässig abgedeckt werden muss, können mehrere Modelle miteinander gekoppelt werden. In diesem Fall sollten auch die Antennen austauschbar sein, damit Sie sich gegebenenfalls für leistungsstärkere Exemplare entscheiden können, um die WLAN-Reichweite zu maximieren und die Verbindung zu optimieren.

Achtung: Alle Geräte sollten miteinander kompatibel sein. Im professionellen Umfeld ist es von Vorteil, wenn die APs ohne großen Aufwand erweiterbar sind und problemlos miteinander kommunizieren können, um eine einheitliche Verwaltung aller Zugriffspunkte sicherzustellen.