Wissenswertes zu Xenon und Krypton Lampen

Im Vergleich zu klassischen Glühbirnen und Halogenlampen zeichnen sich Xenonlampen und Kryptonlampen durch eine deutlich höhere Helligkeit und Lichtintensität bei geringerem Energieverbrauch aus. Sie sind lange haltbar und finden vielseitig Verwendung. Welche Typen von Xenon- und Kryptonlampen es gibt und in welchen Bereichen sie zum Einsatz kommen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Wissenswertes zu Xenon und Krypton

Xenon (Xe) und Krypton (Kr) sind Edelgase und gehören zu den Elementen, die am seltensten auf der Erde vorkommen. Sie wurden im Jahr 1898 von den Chemikern William Ramsay und Morris William Travers entdeckt und nach griechischer Nomenklatur benannt. Der Name Krypton leitet sich vom griechisch kryptós („verborgen“) ab, während der Begriff Xenon auf das griechische xénos („fremd“) zurückzuführen ist.

Xenon und Krypton sind einatomig und im gasförmigen Aggregatzustand farb- und geruchlos. Sie werden aufgrund ihrer reaktionsträgen Eigenschaft als Schutzgase in Glühlampen sowie in Leuchtröhren beziehungsweise Gasentladungslampen eingesetzt. Die Verwendungsmöglichkeiten sind damit nicht erschöpft. So werden beide Elemente unter anderem für die Entwicklung von Gaslasern genutzt, die beispielsweise in der Fotolithografie oder in der Augenheilkunde zum Einsatz kommen.

Aufbau und Funktionsweise von Xenon- und Kryptonlampen

Abhängig vom Aufbau kann es sich bei Xenonlampen und Kryptonlampen um Glühlampen oder um Gasentladungslampen handeln. Xenon- und Kryptonglühlampen bestehen aus einem Glaskörper, der je nach Ausführung mit Xenon oder Krypton gefüllt und mit einem Glühfaden versehen ist. Letzterer erhitzt sich und beginnt zu glühen, wenn der Lampe Strom zugeführt wird. Der Faden ist in der Regel aus Wolfram gefertigt, einem Schwermetall, das eine sehr hohe Schmelz- und Siedetemperatur aufweist und daher nicht so schnell verdampft. Da Xenon und Krypton reaktionsträge Gase sind, tragen sie dazu bei, dass sich die Abdampfrate des Glühfadens zusätzlich verringert. Auf diese Weise wird eine sehr hohe Lichtausbeute erzielt.

Glühlampen mit Xenon oder Krypton als Füllgas sind von Krypton- beziehungsweise Xenon-Gasentladungslampen zu unterscheiden. Xenon-Gasentladungslampen bestehen aus einem sehr kleinen, dickwandigen Kolben aus Quarzglas, in dem sich zwei Wolfram-Elektroden und eine Mischung aus Xenon, Metallhalogeniden und gelegentlich Quecksilber befindet. Mithilfe eines Hochspannungsimpulses (20.000 bis 25.000 Volt), den ein elektrisches Vorschaltgerät generiert, wird die Lampe gezündet. Die Zündung setzt eine Gas-Ionisierung in Gang, die bewirkt, dass sich ein leitfähiger Tunnel zwischen den Elektroden bildet. Beim Hindurchfließen des Stroms entsteht ein konzentrierter Lichtbogen und das Gas wird zum Leuchten angeregt. Xenon-Lampen dieser Art haben den Vorteil, dass sie schnell zünden und hochfahren. Sie werden häufig zur Erzeugung von Fern- oder Abblendlicht in Kraftfahrzeugen eingesetzt und zu diesem Zweck in Scheinwerfern verbaut. In diesem Zusammenhang spricht man von Xenonlicht.

Einsatzbereiche von Xenon- und Kryptonlampen

Xenon-Lampen und Krypton-Lampen eignen sich je nach Aufbau für unterschiedliche Einsatzgebiete. Während große und komplexe Xenon-Gasentladungslampen hauptsächlich im Kfz-Bereich Verwendung finden, dienen kleinformatige Xenon- und Kryptonlämpchen als optoelektronische Bauelemente. Sie geben hervorragende Signal- und Skalenlampen ab und werden beispielsweise im Anlagenbau oder zur Beleuchtung von Modelleisenbahnen genutzt. Sogar in Digitalkameras und Smartphones sind Xenonlampen verbaut. Hier haben sie in der Regel die Funktion, Blitzlicht zu erzeugen.

Kryptonlampen finden als Gasentladungslampen genauso Verwendung wie als Glühlampen. Kryptonglühlampen zeichnen sich durch ein helles, warmes Licht aus, das dem von Glühbirnen nahe kommt, und eignen sich je nach Größe als Leuchtmittel für Taschenlampen oder Haushaltsleuchten. Mit Krypton gefüllte Leuchtröhren kommen unter anderem in der Leuchtreklame zum Einsatz, eignen sich aber ebenfalls für den privaten Gebrauch und können beispielsweise als Wohnzimmerleuchten dienen.

Unser Praxistipp: Krypton- und Xenonlampen richtig entsorgen

Wie man Krypton- und Xenon-Lampen richtig entsorgt, hängt von der Art der Lampe ab. Entladungslampen, die Quecksilber enthalten, gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen gemäß dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) zu einer Sammelstelle gebracht werden. Handelt es sich bei der Lampe hingegen um eine Glühlampe, ist die Entsorgung im Haus- beziehungsweise Reststoffmüll gestattet.

Kaufkriterien für Xenon- und Kryptonlampen – worauf kommt es an?

Welche Xenon- oder Krypton-Lampe die richtige ist, hängt maßgeblich vom Einsatzzweck ab. Soll die Lampe als Bauelement dienen, beispielsweise für den Krippenbau, erweisen sich kleine Lampen mit Bi-Pin-Sockeln als vorteilhaft, wie sie standardmäßig bei Halogenlampen zu finden sind. Sie sind schnell angebracht und genauso rasch wieder abmontiert. Auch Nennspannung, Nennstrom und Leistung sind zu berücksichtigen, um die Kompatibilität und Funktionalität zu gewährleisten.

Falls Sie auf der Suche nach einer Xenonlampe für Ihre Autoscheinwerfer sind, gilt es auf eine geeignete ECE-Kategorie und erforderliche Prüfzeichen zu achten. Qualität spielt bei Xenonlampen für die Fahrzeugbeleuchtung eine große Rolle, um von einer möglichst langen Lebensdauer profitieren zu können.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Xenon- und Kryptonlampen

Wie sieht Xenon-Licht aus?

Xenon-Licht ist ein tageslichtähnliches, weißblaues Licht, das sich durch eine hohe Leuchtdichte auszeichnet. Es ist im Autotuning-Bereich sehr beliebt, da es die sportliche Optik von Fahrzeugen unterstreichen kann.

Was sind Xenon-Brenner?

Xenon-Gasentladungslampen, die im Kfz-Bereich Verwendung finden, werden auch als Xenon-Brenner bezeichnet und in verschiedene ECE-Kategorien (D1x bis D4x bzw. DH4x) unterteilt. Die Abkürzung D steht für den englischen Begriff discharge (deutsch: „Entladung“). Die Ziffer bezeichnet die jeweilige Generation beziehungsweise Entwicklungsstufe. Xenon-Brenner vom Typ D1 sind mit einem integrierten Zündteil ausgestattet, während es sich bei Xenon-Brennern vom Typ D2 lediglich um gesockelte Brenner handelt. Xenon-Brenner der Typen D3 und D4 sind quecksilberfreie Weiterentwicklungen der Typen D1 und D2. Da sie eine andere Betriebsspannung erfordern, können sie nicht gegen D1- oder D2-Xenon-Brenner ausgetauscht werden.

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