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Radarsensoren werden im zivilen Gebrauch hauptsächlich als Bewegungsmelder zum Beispiel bei automatisierten Türen eingesetzt. Dabei ist Radar eine Abkürzung und steht für "radio detection and ranging" beziehungsweise "radio aircraft direction and ranging", also Ortung und Abstandsmessung mit elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenzbereich oder Flugzeugortung und -koordination. Elektromagnetische Wellen im Radiofrequenzbereich heißen Funkwellen, woher die alte deutsche Bezeichnung der Radartechnik als Funktmesstechnik rührt.

Wissenswertes zu Radarsensoren

Wie funktionieren Radarsensoren?

Radarwellen zählen zu den Funkwellen, die laut Vollzugsordnung für den Funkdienst der Internationalen Fernmeldeunion im Frequenzbereich unter 3.000 GHz liegen. Sie breiten sich frei im Raum aus und bedürfen keiner künstlichen Führung. Durch ihre hohe Frequenz sind sie für das menschliche Auge unsichtbar. Bewiesen wurde die Existenz von Funkwellen 1887 von Heinrich Hertz.

Bewegungsmelder erkennt Bewegungen in seinem Erfassungsfeld

Bei Radarsensoren werden Funkwellen genutzt, um ohne feste Leitung Daten zur Ortung oder Geländeabtastung zu übertragen. Dazu benötigen sie sowohl einen Sender als auch einen Empfänger für elektromagnetische Wellen.

  • Sender des Radar-Bewegungssensors: Damit Objekte erkannt werden können, wird vom Sensor ein Funksignal ausgestrahlt. Das Sendesignal wird periodisch wiederholt, sprich im zeitlichen Verlauf wird die Radarfrequenz immer wieder neu gesendet.
  • Empfänger des Radar-Bewegungssensors: Tritt nun ein Objekt in den Radarkegel, werden die Radarwellen daran reflektiert, es entsteht ein Echo. Dieses Echo registriert wiederum ein Empfänger am Sensor. Technisch betrachtet ist es eine Frequenzverschiebung durch die Reflektion der Funkwellen am Objekt im Radarkegel, die hierbei detektiert wird.

Tipp: Getrennte Sende- und Empfangsantenne sorgen für mehr Empfindlichkeit des Radarsensors.

Die Übertragung der Signale des Radarsensors in automatisierte Reaktionen funktioniert über elektrische Signale. So kann zum Beispiel vom Sensor, wenn sich ein Objekt (Person) direkt vor der Tür befindet, an den elektrischen Motor einer Türöffnung das Signal übertragen werden, dass die Tür jetzt geöffnet werden soll. Ist die Person eingetreten beziehungsweise weggegangen und der Türraum laut Radarsensor wieder frei, ergeht das Signal zur Türschließung.

Einsatzgebiete von Radarsensoren

Radar-Bewegungsmelder für Automatiktür mit Richtungserkennung

Die Radar-Technologie in unserem Shop ist für Anwendungen mit geringen Frequenzreichweiten gedacht. Das können beispielsweise sein:

  • Radar-Bewegungsmelder für Automatiktüren mit Querverkehrsausblendung, Geschwindigkeits-, Richtungs- und Größenerkennung 
  • automatische Beleuchtungssteuerung
  • Hygiene-Schalter für Sanitärräume
  • Geschwindigkeitsmessung
  • Alarm- und Sicherheitsanwendungen
  • Gebäudeleittechnik
  • Präsenzmelder

Des Weiteren sind diese Sensoren an der Abstandsmessung für PKW-Parkassistenzsysteme beteiligt.

Auswahlkriterien für Radarsensoren

Radarsensor mit Open-Kollektor-Ausgang und 15 m Reichweite

Bei der Auswahl von Radarsensoren spielen zum einen die Reichweite des gescannten Bereichs und zum anderen die Möglichkeiten der Auswertung und elektrischen Weiterleitung von generierten Signalen eine Rolle.

Die Reichweite des Radars wird unter Bedingungen im Freifeld von den Herstellern angegeben. Es handelt sich dabei also um eine Maximalangabe. Verdecken andere Materialien wie zum Beispiel Fensterscheiben oder Baumäste das Radarsignal, kann dieses zwar in den meisten Fällen hindurchdringen, verliert aber an Reichweite.

Tipp: Bezüglich der Funktionen und elektrischen Anschlussmöglichkeiten einzelner Radarsensoren geben die jeweiligen Produktdatenblätter Auskunft.
Als Zubehör für Radarsensoren erhalten Sie in unserem Shop außerdem Wetterhauben für Radar-Bewegungsmelder.

FAQ - häufig gestellte Fragen zu Radarsensoren

Warum erkennt der Radar-Sensor von Bewegungsmeldern nur bewegte Objekte?

Das liegt am Funktionstyp des Radargeräts. Theoretisch könnte der Radarsender auch Wellen ausstrahlen, die dann am unbewegten Umfeld reflektieren, woraus der Empfänger ein Oberflächenprofil erstellt. Allerdings würde ein solches Gerät ständig Empfangssignale detektieren und wäre damit für die Reaktion auf gelegentliche Ereignisse unbrauchbar.

Ein Radarsensor als Bewegungsmelder hingegen scannt beim erstmaligen Einschalten die festen Konturen seiner Umgebung und erstellt daraus ein Profil für den Normalzustand ohne Verarbeitungssignal. Anschließend sendet er immer wieder Funkwellen in den Radarkegel und überprüft, ob sich etwas verändert hat. Entsteht Bewegung durch ein neues Objekt im erfassten Bereich, registriert der Empfänger Veränderungen im Frequenzbereich durch die Reflektion an diesem Objekt und erzeugt daraufhin erst das Signal.

Wie können Einstellungen zu Größe und Geschwindigkeiten für detektierte Objekte praktisch genutzt werden?

Intelligente Radarsensoren verfügen über Einstellungsmodi, wie groß oder wie schnell ein Objekt sein muss, damit ein elektrisches Signal zur Steuerung von angeschlossenen elektrischen Geräten gegeben wird. Dadurch können Sie zum Beispiel verhindern, dass statt menschlichen Einbrechern auch Katzen oder Laub zur Alarmauslösung führen, oder einstellen, dass der Unterschied zwischen einem Menschen und einem wesentlich größeren Auto erkannt wird und nur die jeweilige Pforte ein Öffnungssignal erhält.

Sie können Radarsensoren neben der reinen Geschwindigkeitsmessung aber auch dafür verwenden, bei zu schnell herannahenden Objekten ein Alarmsignal zu generieren oder wie beim Blitzer in der Verkehrsüberwachung die angeschlossene Kamera zu einer Bildaufnahme anzuweisen.

Welche Vorteile haben Radarsensoren gegenüber Lichtschranken?

Radarwellen sind im Gegensatz zu Lichtstrahlen für das menschliche Auge unsichtbar. Dadurch können Radar basierte Bewegungsmelder versteckt installiert werden. Sie sind für den Einbruchschutz ideal. Außerdem sind Radarsender und -empfänger weniger empfindlich gegenüber Verschmutzung. Während die Erkennung über Lichtsignale schon bei gewöhnlicher Staubbelastung im Außenbereich ungenau werden kann, dringen Radarstrahlen ungehindert durch den Dreck hindurch.

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