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Ratgeber

Steckdosenleisten einzeln schaltbar: Individuelle Stromverteilung

Mit einer Mehrfachsteckdose können Sie alle Geräte eines durchschnittlichen Büroarbeitsplatzes mit Strom versorgen und benötigen dafür lediglich eine Wandsteckdose. Doch eine moderne Steckdosenleiste ist mehr als ein simpler Verteiler. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Funktionen die praktischen Leisten bieten und worauf Sie beim Kauf achten sollten.


Wo kann eine Steckdosenleiste verwendet werden?

Eine Mehrfachsteckdose wird immer dann verwendet, wenn die Anzahl der Wandsteckdosen für die Geräte, die angeschlossen werden sollen, nicht ausreicht. Und das ist schnell passiert: Bereits bei einem normalen Bildschirmarbeitsplatz benötigen Computer, Monitor, Drucker, Lautsprecher und gegebenenfalls weitere Peripheriegeräte wie etwa ein Scanner jeweils eine eigene Steckdose. Es dürfte wohl kaum einen Haushalt oder ein Büro geben, das nahe gelegene Wandsteckdosen in der benötigten Anzahl bereithält. Mehrfachsteckdosen machen in es in vielen Fällen erst möglich, dass mehrere Arbeitsplätze, die mit diversen Geräten ausgestattet sind, in einem Raum untergebracht werden können. Aber auch daheim sind Mehrfachsteckdosen mittlerweile unentbehrlich. Die zahlreichen elektronischen Geräte, wie TV, DVD-Player, Hifi-Anlage, Streaming-Box und WLAN-Router, die in den meisten Wohnzimmern zu finden sind, könnten ohne eine Steckdosenleiste nicht gleichzeitig mit Strom versorgt werden.


Besondere Funktionen einer einzeln schaltbaren Steckdosenleiste
 

Neben der ganz normalen Steckdosenleiste, die lediglich eine Reihe einzelner Steckdosen bietet, gibt es Modelle mit nützlichen Zusatzfunktionen. Weit verbreitet sind Mehrfachsteckdosen mit Schalter. Viele Geräte ziehen, selbst wenn sie ausgeschaltet sind, eine gewisse Menge an Strom. Durch eine Betätigung des Schalters lassen sich alle angeschlossenen Geräte zuverlässig vom Stromnetz trennen. Ebenfalls praktisch sind in die Leiste integrierte USB-Anschlüsse. Einige Geräte wie Streaming-Boxen werden über ein USB-Steckernetzteil mit Strom versorgt. Wenn Sie über eine USB-Steckdosenleisten verfügen, können Sie das USB-Kabel direkt mit der Steckerleiste verbinden und belegen so eine Steckdose weniger. Selbstverständlich lassen sich die USB-Buchsen auch nutzen, um Smartphones oder Tablets direkt und ohne zusätzliches Netzteil aufzuladen. 

Sehr praktisch sind Mehrfachstecker mit Überspannungsschutz. Damit sind Ihre elektrischen Geräte vor Stromschwankungen und Überspannungen, wie sie etwa bei einem Gewitter auftreten können, sicher. Bei einigen Überspannungsschutz-Steckdosenleisten ist auch ein Überspannungsschutz für die Telefonleitung oder das Ethernet-Netzwerk integriert. Im Handel finden Sie neben schaltbaren Steckerleisten Ausführungen, die über das Netzwerk gesteuert werden können. Zu diesem Zweck können sie über Ethernet oder WLAN in das Netzwerk eingebunden werden. Einzelne Steckdosen sind dabei entweder manuell über einen Browser oder automatisch nach einem bestimmten Zeitplan schaltbar. Eine solche Schutzkontakt-Steckdosenleiste macht Sinn, wenn beispielsweise ein Router oder ein abgestürzter Server nach einem Neustart verlangt.

Neben Steckdosenleisten mit einem Hauptschalter sind Modelle erhältlich, bei denen jede Steckdose einzeln über einen eigenen Schalter schaltbar ist. Dadurch, dass jede Steckdose einzeln geschaltet werden kann, lassen sich gezielt Standby-Geräte, die nicht benötigt werden, von der Stromversorgung trennen. Manche Geräte benötigen Steckernetzteile, die so dick sind, dass sie neben der für die Stromversorgung benötigten Steckdose gleich noch eine oder sogar zwei weitere Schutzkontakt-Steckdosen blockieren. Um dieser Problematik zu begegnen, besitzen manche Mehrfachstecker einen größeren Buchsenabstand. Durch den großen Abstand können auch bei der Verwendung von großen Steckern weiterhin alle Steckdosen ohne Einschränkungen genutzt werden. Noch mehr Komfort bieten schaltbare Steckdosenleisten, die mit einer Fernbedienung bequem vom Sofa aus bedient werden können. Bei solchen Funk-Steckdosenleisten sind die Steckdosen meist auch einzeln schaltbar. Sehr praktisch sind zudem Master/Slave-Steckdosen: Der in der Master-Steckdose eingesteckte Verbraucher schaltet automatisch die Geräte mit ein, die ihren Strom über die Slave-Steckdosen beziehen. An einem Arbeitsplatz könnten so etwa mit dem Einschalten des Computers gleichzeitig auch Monitor und Drucker aktiviert werden. Im heimischen Wohnzimmer lassen sich zusammen mit dem Fernsehgerät der DVD-Player und die Heimkino Anlage einschalten.


Wichtige Kriterien beim Kauf von Steckdosenleisten

1. Erdung; 2. Schutzkontaktdose; 3. Schutzkontaktstecker

Ermitteln Sie vor dem Kauf, wie viele Geräte beziehungsweise Stecker Sie mit Strom versorgen möchten. Danach wählen Sie eine Steckdosenleiste mit entsprechend vielen Steckdosen aus.
Eine Leiste mit integriertem Überspannungsschutz kostet nur einen geringen Aufpreis und ist in jedem Fall eine sinnvolle Investition.
Durch den Überspannungsschutz sind Ihre Geräte auch bei Gewittern zuverlässig geschützt. Falls Sie Geräte nutzen, die ein USB-Steckernetzteil voraussetzen, kann eine eingebaute USB-Ladefunktion hilfreich sein und einen oder mehrere Steckdosenplätze einsparen. Eine schaltbare Steckdosenleiste hilft Ihnen, Energie zu sparen, und sollte daher Standard im Büro oder Haushalt sein.

Wenn Sie manche der angeschlossenen Geräte nur selten benötigen, sind Steckdosen, die einzeln schaltbar sind, eine gute Wahl. Achten Sie beim Kauf zudem auf die maximal zulässige Anschlussleistung. Wird diese während des Betriebs überschritten, kann es im schlimmsten Fall zu einem Brand kommen. Ein weiteres Kriterium ist die Kabellänge der Steckdosenleiste. Hier sollten Sie im Zweifelsfall immer etwas mehr einplanen. Denken Sie auch daran, dass Steckerleisten mit schaltbaren Steckdosen nur für den Innenbereich zulässig sind, es sei denn, sie wurden ausdrücklich für den Einsatz im Außenbereich freigegeben.


Unser Praxistipp: Erhöhter Berührungsschutz

Eine Steckdose kann zu einer Gefahr für Leib und Leben werden. Abhilfe schafft ein erhöhter Berührungsschutz für Steckdosen und Steckerleisten. Damit wird ein spezieller Verschluss bezeichnet, der die beiden Öffnungen der Steckdosen nur dann freigibt, wenn die Stifte des Netzsteckers gleichzeitig eingesteckt werden. 

 


FAQ – häufig gestellte Fragen Steckdosenleisten 
 

Was ist eine Schutzkontaktsteckdose?

Ein Schutzkontakstecker verfügt über zwei extra Kontakte, die gefährliche Spannungen ableiten, noch bevor der Stromkreis durch die beiden Stecker-Pole vollständig geschlossen wird. Dieser Schutzkontakt ist vorauseilend, das bedeutet, dass die Verbindung beim Stecken zuerst hergestellt und beim Herausziehen des Steckers als letztes gelöst wird. 
 

Wie ist der Überspannungsschutz bei einer Steckerleiste aufgebaut?

Der Überspannungsschutz einer Mehrfachsteckdose kann, je nach Modell, aus verschiedenen Komponenten bestehen. Hochwertige schaltbare Steckerleisten verfügen über spannungsabhängige Widerstände (Varistoren), Gasableiter sowie eine Temperatursicherung. Eine LED-Funktionsanzeige signalisiert, ob der Überspannungsschutz ausgelöst hat. 
 

Welche Mehrfachsteckdosen sind für den Außenbereich geeignet?

Steckdosenleisten für den Außenbereich sind gewöhnlich speziell gekennzeichnet. Sie erkennen entsprechende Leisten daran, dass die einzelnen Steckdosen häufig mit einem Deckel gegen das Eindringen von Schmutz und Flüssigkeit gesichert sind. Zudem spielt die sogenannte IP-Schutzklasse eine wichtige Rolle. Steckdosen, die dauerhaft im Freien verbleiben sollen oder die in feuchten Umgebungen genutzt werden, sollten wenigstens die Schutzart IP44 erfüllen. Diese besagt, dass die Steckerleiste gegen das Eindringen von festen Fremdkörpern ab einer Größe von 1 Millimeter sowie gegen Spritzwasser von allen Seiten ausreichend geschützt ist.

Was ist ein Euro-Stecker?

Der platzsparende Euro-Stecker ist 35,3 Millimeter breit und 13,7 Millimeter dick. Er ist für einen Nennstrom bis 2,5 A bei maximal 250 Volt spezifiziert. Der Name deutet es bereits an: Ein Euro-Stecker kann in den meisten europäischen Ländern verwendet werden. Ausnahmen sind Großbritannien, Zypern und Malta.

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