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Wissenswertes zu Bodenanalyse-Geräten

Um den Versorgungsstand jedes Bodens und somit den passgenauen Düngemittelbedarf für Ihren Garten oder landwirtschaftlich genutzte Flächen ermitteln zu können, kommen Bodenanalyse-Geräte zum Einsatz. Sie messen je nach Art des Geräts den pH-Wert der Erde, den Feuchtegehalt, den Nährstoffgehalt, den Nitratwert oder die Bodendichte.

Was sind Bodenanalyse-Geräte?

Die Bodenbeschaffenheit entscheidet neben der Lichtintensität und dem Klima maßgeblich darüber, ob Pflanzen gut gedeihen können oder nicht. Wer Gewächsen ein optimales Umfeld bieten möchte, sollte sich daher mit mehreren Faktoren beschäftigen und unter anderem Bodentester zu Rate ziehen. Eine professionelle Bodenanalyse zeigt die Qualität des untersuchten Bodens und dessen Gehalt an Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen auf, so dass gezielt und nach tatsächlichem Bedarf gedüngt werden kann. 

Bodenanalyse-Geräte ermitteln – je nach Gerätetyp – den pH-Wert des Bodens, den Nitratgehalt, den Versorgungsstand mit Nährstoffen, die Bodenfeuchte oder die Bodendichte.

Arten von Bodenanalyse-Geräten und ihre Funktionsweise

pH-Test-Kits und pH-Meter

Der pH-Wert ist ein Maß dafür, ob der Boden sauer, neutral oder alkalisch ist. Durch den pH-Wert wird die Nährstoffaufnahme der Pflanzen reguliert, denn die optimale Verfügbarkeit der Nährstoffe für die Pflanze erfordert jeweils einen spezifischen pH-Wert. Weiterhin beeinflusst der pH-Wert maßgeblich die Aktivität des Bodenlebens. Der pH-Wert des Bodens ist unter anderem durch die vorliegende Bodenart, also die Mengenanteile an Sand, Schluff, Ton oder Humus beeinflusst. Sandige Böden haben meist niedrigere pH-Werte als lehmige Böden. Mithilfe von pH-Messgeräten können Sie den Wert ermitteln und falls nötig entsprechende Anpassungsmaßnahmen ergreifen.

Jede Pflanzenart hat einen anderen Anspruch an den pH-Wert und die Bodenqualität. Trotzdem liegt der angestrebte Wert meist im leicht sauren bis neutralen Bereich.

Wenn der pH-Wert des Bodens angepasst werden muss, erreicht man dies, indem man verschiedene Stoffe auf den Boden ausbringt, beziehungsweise einarbeitet: Eine Kalkdüngung erhöht beispielsweise zu niedrige pH-Werte, die Ausbringung von Torf, Nadelkompost oder Granitmehl senkt den pH-Wert des Bodens wiederum.

Hier finden Sie beispielhaft die empfohlenen pH-Werte für das optimale Wachstum einiger ausgewählter Obst- und Gemüsesorten:

Tensiometer

Die kontinuierliche Bodenfeuchtemessung kommt typischerweise beim Anbau von Beerenobst, Gemüse, Hopfen, Spargel, Baumobst im Freiland, beim Anbau unter Glas und in Baum- und Rebschulen zum Einsatz. Der erforderliche Tester für diesen Zweck wird Tensiometer genannt. Auch für wissenschaftliche Messungen sind Tensiometer aufgrund ihrer hohen Messgenauigkeit geeignet.

Bei der Automation von Bewässerungsanlagen in Landwirtschaft und Gartenbau finden Tensiometer Anwendung, die das Einstellen der optimalen Wassermenge ermöglichen, so dass keine Nährstoffe und Wasser in den Untergrund ausgeschwemmt werden.

Aufgrund der auf physikalischen Prinzipien beruhenden Messweise wird die Messgenauigkeit nicht durch den Salzgehalt des Bodens durch verschiedene Düngesalze beeinträchtigt, sondern es wird direkt die Verfügbarkeit des Bodenwassers angezeigt. 

Bodensonde zur Untersuchung der Bodendichte

Mit einer Bodensonde lassen sich tiefer gelegene Bodenschichten unterschiedlicher Dichte erkennen, die das empfindliche Wurzelwachstum stören können.

Unter schwerem Ackergerät können im Unterbodenbereich starke Verdichtungen, sogenannte Pflug- oder Schleppersohlen entstehen. Sie können von Organismen nicht mehr aufgelockert und vom Wurzelwerk der Pflanzen nicht durchdrungen werden. Die Bodensonde dient zum Erfühlen solcher Verhärtungen bis in eine Tiefe von einem Meter.

Leitfähigkeitsmesser und Aktivitätsmesser/ Fertometer

Der Salzgehalt des Bodens ergibt sich aus der Konzentration gelöster Nährstoffsalze im Boden. Besonders im professionellen Bereich wie in Baumschulen, beim Sport- und Golfplatzbau, in Kompostanlagen etc. werden Leitfähigkeits- und Aktivitätsmesser eingesetzt. Doch auch im eigenen Garten lassen sich Bodenproben damit auf das Vorhandensein wichtiger Nährstoffe untersuchen.

Der Unterschied zwischen Leitfähigkeits- und Aktivitätsmessung besteht vor allem in der Anwendung. Während für die Messung der Leitfähigkeit eine entnommene Bodenprobe in entsalztem Wasser gelöst und mittels einer Elektrode die Leitfähigkeit bestimmt wird, über die auf die Salzgehalte rückgeschlossen werden kann, ist der Aktivitätsmesser mit einer Einstichelektrode ausgestattet, mit der direkt im Erdreich gemessen wird. Der Aktivitätsmesser liefert ebenfalls Messergebnisse über die Leitfähigkeit, die sich durch gelöste Salze ergibt. Im Boden oder Substrat bestimmen jedoch Faktoren wie Feuchtigkeit, Bodendichte und -temperatur den Grad der zur Verfügung stehenden Salze. Nicht jedes Nährstoffsalz ist unter allen Bedingungen gleich gut löslich und nur in gelöster Form können die Nährstoffe von der Pflanze aufgenommen und verwertet werden. Leitfähigkeits- und Aktivitätsmessgeräte verfügen über Displays, auf denen die gemessene Leitfähigkeit, bzw. der daraus resultierende Salzgehalt angezeigt wird.

Nach dem gleichen Prinzip wie das Messgerät zur Bestimmung der Aktivität arbeitet das Fertometer. Ohne Display ausgestattet, zeigt es Düngebedarfe über das Aufleuchten von farbigen LEDs ähnlich einem Ampelsystem an und ist somit vor allem für Zimmer- und Topfpflanzen geeignet.

Probennehmer

Im professionellen Gartenbau, etwa im Weinbau, in Obstplantagen oder in anderen Dauerkulturen, werden Bodenproben bis in 90 cm Tiefe mit einem Bohrstock aus der Erde entnommen. Auf diese Weise wird der Versorgungsstand des Bodens ermittelt.

Dazu wird der Bohrstock mit einem Kunststoffhammer die erforderlichen 90 cm tief in die Erde getrieben und unter leichtem Drehen aus dem Boden gezogen, der Bohrkern sollte hierbei intakt bleiben. Anschließend werden die unteren, mittleren und oberen 30 cm des Bohrkerns jeweils getrennt voneinander analysiert.

Unser Praxistipp: die richtige Testtiefe

Auf die richtige Tiefe kommt es beim Bodentest an! Entnehmen Sie Bodenproben zur Untersuchung des Erdreichs immer aus Wurzelhöhe der jeweiligen Pflanzenart. Bei Gras-, Wiesen- und Weideflächen sind es etwa 10 cm Tiefe, aus dem Gemüsegarten 20 bis 25 cm Tiefe, bei Obstbäumen oder Sträuchern 30 cm Tiefe.

Was ist bei der Entnahme der Bodenproben zu beachten?

Beim Entnehmen von Bodenproben zur aussagekräftigen Beurteilung der Bodenqualität ist nicht nur die korrekte Entnahmetiefe wichtig. Die Proben sollten jeweils von einheitlich genutzten Flächen stammen (aus der Rasenfläche, aus dem Erdbeerbeet, etc.) und im Herbst oder im frühen Frühjahr vor der Düngergabe analysiert werden.

Mehrere an verschiedenen Stellen entnommene und miteinander vermischte Proben erhöhen die Aussagekraft des Messergebnisses.

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