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Wissenswertes zu DVB-T/DVB-T2 Receiver

Was bedeutet DVB-T und DVB-T2?

DVB-T ist die Abkürzung für den Fachbegriff „Digital Video Broadcasting-Terrestrial“ und bezeichnet ein digital und terrestrisch, also über Sendeantennen ausgestrahltes TV-Programm. DVB-T löste Mitte der 2000er Jahre das analoge Fernsehen ab.

Seit 2008 gilt DVB-T2 als Nachfolgestandard. Bei gleicher Kanalbandbreite können mit DVB-T2 mehr Programme übertragen werden. Die Qualität des Signals ist besser und überträgt HD-Kanäle im TV. DVB-T2 ist nicht mit DVB-T kompatibel. Für eine Übertragung des digitalen Signals kann die MISO-Technik verwendet werden. Das steht für „Multiple Input – Single Output“ und bedeutet, dass mehrere Senderantennen verwendet werden. Dadurch wird die Robustheit des Signals gegen Umwelteinflüsse erhöht. 

Digitale Receiver für DVB-T und DVB-T2-Empfang

Zum Empfang von DVD-T ist ein Receiver nötig, der in vielen modernen TV-Geräten als „Tuner“ oder „IDTV“ bereits eingebaut ist. Fernseher, die über keine integrierte Schnittstelle für den Empfang eines digitalen Signals verfügen, müssen mit externen Geräten nachgerüstet werden. Der Receiver dekodiert das Signal in Video- und Tonwiedergaben.

Kaufkriterien für DVB-T und DVB-T2-Receiver

Durch einen Vorabcheck des TV-Geräts können oft Kosten gespart werden. Verfügt der Fernseher über ein integriertes Modul für DVB-T/DVB-T2-Empfang, muss kein externes Gerät gekauft werden. Externe Receiver verfügen jedoch über zahlreiche zusätzliche Funktionen. Viele Receiver können mehr Signale dekodieren, sind aber auch teurer.

Für den Empfang von freien Sendern reicht ein Receiver ohne Zusatzfeatures. Verschlüsselte „Pay-TV“-Programme müssen über einen Kartenslot oder ein Zusatzmodul freigeschaltet werden. Um HDTV vollständig wiederzugeben, ist die Unterstützung des HEVC-Standards notwendig, das ist ein spezielles Übertragungsformat für hochauflösendes Fernsehen.

Welche Besonderheiten weisen die Receiver auf?

Aufnahme-Funktion

Was früher mit Videorecordern aufgezeichnet wurde, wird heute digital auf einer Festplatte gespeichert. Die Aufnahme-Funktion richtet sich vor allem an Nutzer, die viel unterwegs sind oder wenig Zeit haben und trotzdem ihre Lieblingssendung schauen wollen. Die Festplattengröße hängt vom Modell ab. Moderne Receiver verfügen häufig über ein Terabyte Speicherplatz, das reicht für 200 Stunden Filme in HD. Einige Empfänger können Aufzeichnungen auf einem USB-Stick sichern, was praktisch ist, falls man ein privates Archiv anlegen möchte. Externe Datenträger mit Video-, Bild- und Toninhalten können angeschlossen und abgespielt werden, wenn USB-Medienwiedergabe unterstützt wird.

Schnittstellen

Digitale Receiver sind mit unterschiedlich vielen Schnittstellen verfügbar; je mehr Schnittstellen sie haben, desto teurer sind sie. Zu den wichtigsten Anschlussmöglichkeiten gehören:

HDMI-Anschluss

Er ist für die Signalübertragung zwischen Receiver und Fernseher notwendig, da moderne Fernseher oftmals auf einen qualitativ schlechteren SCART-Anschluss verzichten. Vorsicht: Günstige HDMI-Kabel haben einen schwächeren Schutz gegenüber Störsignalen.

SCART-Anschluss

Ein SCART-Anschluss dient heutzutage im Wesentlichen zum Anschluss alter Unterhaltungselektronik, zum Beispiel Videospielkonsolen aus der Vor-HDMI-Zeit. Die meisten neuen Fernseher haben diese Schnittstelle nicht.

USB-Anschluss

Die USB-Schnittstelle kann vielfältig eingesetzt werden. Häufig werden Firmware-Updates und Modifikationen darüber eingespielt. Im Falle von Garantiereparaturen werden Protokolle ausgelesen und eine Fehleranalyse über den USB-Port erstellt. Receiver mit Aufnahme-Funktion nutzen USB-Datenträger als Speichermedium und zur Wiedergabe von Video-, Bild- und Musikdateien.

LAN-Schnittstelle

Sie dient zur Verbindung mit dem Internet oder einem Netzwerk. Wird der Receiver in ein lokales Netzwerk eingebunden, können freigegebene Inhalte abgerufen werden. Receiver mit einer Internetverbindung können Apps abrufen. Stellenweise fungieren sie als Ersatz für Smart-TV-Funktionen und können moderne Streamingdienste nutzen, sofern diese unterstützt werden.

Kartenleser

Es gibt Kartenleser für Speichermedien (zum Beispiel SD-Karten aus der Fotokamera) und Karten-Slots für Drittanbieter wie die verbreiteten Sky-Karten.

Audio-Ausgänge

Damit Heimkino-Systeme oder erweiterte Soundanlangen reibungslos mit dem neuen Receiver funktionieren, müssen die Audio-Schnittstellen beim Kauf beachtet werden. Die „Optical“-Schnittstelle gehört zum Standard. Einige Receiver haben Koaxial- oder AUX-Ausgänge. Für eine effektive Nutzung von Heimkinoanlagen muss mindestens ein AUX-Eingang und -Ausgang vorhanden sein.

Weitere Features

Unterschiedliche Firmware bringt differenzierte Bedienelemente und Optionen mit. Vereinzelt wird das Android-Betriebssystem für Receiver genutzt. Der große Vorteil ist die vielseitige Verwendung und Anpassung des Systems. WLAN-fähige Receiver können ohne Ethernet-Anschluss eine Verbindung zum Netzwerk oder Internet aufbauen. 

Formfaktor

Eine Reihe von Receivern ist für die mobile Nutzung, beispielsweise beim Camping, ausgelegt. Diese Receiver bringen in der Regel ein Kfz-Ladekabel mit und sind per Batterie zu betreiben. Zudem variieren die Geräte für den Heimbetrieb in der Größe: Während einige als „Tuner“ am Fernseher angebracht werden, sind andere als Standgerät vorgesehen.

Fazit

DVB-T-Receiver sind veraltet und nur noch begrenzte Zeit einsetzbar. Ein neu gekaufter Receiver sollte DVB-T2-fähig sein oder ein Kombigerät darstellen, das DVB-T/S und T2 empfangen kann. Updates der Firmware sind wichtig, weshalb der Receiver über einen Ethernet-Anschluss oder eine WLAN-Verbindung verfügen sollte. Für den Empfang von „Pay-TV“-Sendern von Drittanbietern muss auf einen gesonderten Kartenleseschacht geachtet werden. Ohne ihn können die verschlüsselten Programme nicht dekodiert werden. Welche sonstigen Features das Gerät haben sollte, hängt von der gewünschten Nutzung ab.

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