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Wissenswertes zu Energiestationen

Was sind Energiestationen?

Wenn die Fahrzeugbatterie schlappmacht und der Wagen nicht mehr anspringt, muss eine Starthilfe her. Diese kann durch einen anderen Pkw erfolgen, doch nicht immer befindet sich das betroffene Fahrzeug an einem Standort, an dem andere Wagen einfach heranfahren können.

Ein Weg aus dieser Bordspannungs-Falle sind Energiestationen. Sie sind in der Lage, kurzfristig sehr hohe Ströme zum Anlassen von Fahrzeugen aller Art bereitzustellen. Dazu verfügen Sie über eigene Spannungsquellen, entweder als Akkumulator oder als Hochleistungs-Kondensator.

Was passiert beim Anlassen eines Kfz?

Verbrennungsmotoren benötigen zum selbständigen Laufen einige Zündvorgänge, die von außen initiiert werden. Dafür wird eine Anlassvorrichtung genutzt. In Fahrzeugen ist das üblicherweise ein elektrischer Anlasser. Dabei handelt es sich um einen Reihenschlussmotor mit hohem Anlaufmoment bei hohem Anlaufstrom, um die Kompression des Motorzylinders kurz zu überwinden, bis ein selbsttätiger Lauf des Verbrennungsmotors einsetzt. Dazu kuppelt der Anlasser in die Schwungscheibe des Motors ein und versucht anzulaufen. Er wird aber durch den Motor gebremst. Dadurch kann der Strom bis auf mehrere 100 Ampere ansteigen, um diesen Widerstand zu überwinden. Damit hängt die Funktion des Anlassers wesentlich von der verfügbaren Leistungskraft der Fahrzeugbatterie ab. Eine wenig geladene Fahrzeugbatterie kann schon nach Sekunden(-Bruchteilen) des Anlassvorganges so erschöpft sein, dass eine weitere Bewegung des Anlassers nicht mehr möglich ist. In dieser Situation ist eine Stromversorgung aus einer Fremdquelle vonnöten.

Wie funktioniert eine Energiestation?

Eine Energiestation stellt den zum Anlassen des Fahrzeuges nötigen Strom bereit. Dazu ist sie selbst mit einem Akkumulator ausgestattet. Neuere Modelle haben moderne Lithium-Eisenphosphat-Akkus an Bord. Die Energiestation wird über zwei Kabel mit der Starterbatterie des Fahrzeuges verbunden. Das rote Kabel stellt dabei den Pluspol dar. Mit der Energiereserve dieser Starthilfe ist eine begrenzte Zahl von Startversuchen möglich.

Viele Energiestationen sind mit Verpolungsschutz, zusätzlichen Anschlüssen für Werkstattleuchten oder zum Aufladen von Smartphones oder Navigationsgeräten per USB ausgestattet. Darüber hinaus können Kompressoren, Voltmeter, Vorglüheinrichtungen oder Ladezustandsanzeigen integriert sein.

Noch fortschrittlicher ist die Ausstattung mit sogenannter Ultrakondensatortechnik. Dabei werden Kondensatoren aus der Restenergie der schwachen Fahrzeug-Batterie über eine Mikroprozessorsteuerung aufgeladen. Mit der in den Kondensatoren gespeicherten Energie kann das Fahrzeug sofort gestartet werden. Die Vorteile liegen in der sehr schnellen Einsatzbereitschaft und der nicht nötigen Akkumulator-Wartung herkömmlicher Energiestationen. Solche Systeme sind weniger empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen.

Welche Arten von Energiestationen gibt es?

Die in unserem Shop erhältlichen Energiestationen decken ein breites Spektrum an Leistungsstufen und Ausstattungen ab. Falls Sie von der schwachen Batterie „kalt“ erwischt werden und sich zufällig in der Nähe einer unserer Filialen befinden, können Sie auch vor Ort eine Energiestation erwerben.

Energiestationen sind nach verschiedenen technischen Aspekten unterscheidbar: Dazu gehören solche Merkmale wie der in der Station verbaute Akku mit verschiedenen Blei- oder Lithium-Technologien. Ein wichtiges Kriterium ist der maximal mögliche Starthilfestrom, mit dem die Nutzbarkeit für bestimmte Fahrzeuge ermittelt werden kann. Hier werden bei 12-Volt-Systemen bis zu 3.600 Ampere erreicht (24-Volt-Stationen bis 1.800 Ampere). Die Kapazität sagt etwas über die Anzahl der möglichen Starthilfeversuche aus und reicht bis knapp 100 Amperestunden (Ah).

Sie können eine Energiestation an Ihre persönlichen Anforderungen anpassen. Zusätzliche technische Features wie 12-Volt-Steckdosen, USB-Anschlüsse, Testfunktion für Anhängersteckdosen, Vorglühtaste, elektronische Schutzfunktionen, Statusanzeigen oder verbaute Kompressoren erweitern die Funktionalität der Geräte.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Energiestationen

Wie machen sich defekte Energiestationen bemerkbar?

  • Korrosion oder mangelnde Federkraft an den Stromzangen können erhöhte Übergangswiderstände verursachen, was mit Erwärmung einhergehen kann.
  • Durch Einwirkung von hohen Temperaturen können Isolierelemente unbrauchbar werden. Ersetzen Sie unzureichend isolierte Elemente, bevor Sie diese am Kfz einsetzen.
  • Starkes Knicken oder Einklemmen von Kabeln mit Kfz-Bordspannung, zum Beispiel durch Motorhauben, kann die Strombelastbarkeit der gesamten Verbindung stark vermindern, was sich ebenfalls meist durch Erwärmung des Kabels bemerkbar macht.

Was muss ich im Umgang mit Energiestationen beachten?

Sorgen Sie für Berührungsschutz, um sich selbst und andere Personen vor den hier fließenden hohen Strömen zu schützen. Beachten Sie dazu die Bedienungsanleitung der Energiestation und die des Fahrzeugs, das Sie starten wollen. Versichern Sie sich außerdem vor dem Anschließen der Energiestation und dem Einleiten des Startvorganges, dass sämtliche elektrischen Verbraucher ausgeschaltet sind.

Die Flüssigkeit in herkömmlichen Akkumulatoren ist verdünnte Schwefelsäure. Der Kontakt damit kann Sach- und Personenschäden verursachen. Spülen Sie die Säure nach Hautkontakt mit Wasser ab. Wenn sich die Haut rötet oder andere Irritationen zeigt, suchen Sie einen Arzt auf. Nach Augenkontakt spülen Sie das Auge sofort mit sauberem Wasser aus und nehmen unverzüglich ärztliche Betreuung in Anspruch.

Die Akkumulatoren in den Energiestationen bedürfen der Pflege. Auch bei der Lagerung sollten Ladezustände und Nachladezyklen beachtet werden. Hinweise dazu finden Sie in den Betriebsanleitungen. Grundsätzlich sollten keine defekten Energiestationen verwendet, sondern zunächst von einem Spezialisten instandgesetzt oder ersetzt werden.

Unsere Praxistipps

Ziehen Sie die Handbremse des zu startenden Fahrzeuges an und wählen Sie Leerlauf beziehungsweise die Position „P“ oder „N“ am Fahrzeuggetriebe, bevor Sie einen Startversuch unternehmen.

Schließen Sie die Zangen korrekt an die Batterie des hilfebedürftigen Fahrzeuges an: Die rote Zange an den positiven Pol, die schwarze an den negativen. Die Strom-Zangen dürfen sich nicht untereinander berühren.

Nach einem erfolglosen Starthilfe-Versuch empfiehlt sich eine Pause von mindestens einer Minute.

  

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