Wissenswertes zu GPS-Trackern

Mit einem GPS-Tracker finden Sie heraus, wo genau sich Kinder, Tiere, Autos, Koffer oder Maschinen befinden. Der Tracker nutzt die Signale der um die Erde kreisenden GPS-Satelliten zur Positionsbestimmung und sendet den Standort per Mobilfunkmodul via Internet oder SMS an Sie.

GPS-Tracker: Jederzeit wissen, wo sich wer oder was befindet

Ist mein Kind schon auf dem Weg von der Schule nach Hause? Wohin ist mein Hund ausgebüxt? Steht mein Wohnmobil noch immer auf dem Parkplatz am Stadtrand? Wurde mein Koffer am Flughafen bereits verladen oder ist er möglicherweise liegen geblieben? Antworten auf diese und viele ähnliche Fragen liefert Ihnen ein GPS-Tracker. Die handlichen Satellitenempfänger zur Ortsbestimmung gibt es fürs Handgelenk, zum Umhängen, zur Befestigung an Kleidung und Gegenständen sowie zur Montage an oder in Fahrzeugen.

GPS – das amerikanische Global Positioning System – ist als Navigationstechnik im Auto und auf dem Smartphone nicht wegzudenken. Die Empfangseinheit für GPS-Signale ist mittlerweile auf Fingernagelgröße geschrumpft und so kein, dass sich - eingebaut in einen GPS-Tracker - viele Einsatzmöglichkeiten ergeben. Die wichtigsten sind...:

  • Das Tracken (Nachverfolgen) von Personen, Haustieren, PKW und LKW, Gepäckstücken und anderen Gegenständen mit einem GPS-Tracker.
  • Das Protokollieren des Standorts mit einem GPS-Logger, etwa zum Festhalten von Wanderrouten, Radstrecken oder zum Erweitern von Fotos mit Angaben zum Aufnahmestandort.

Ähnlich wie ein Navigationsgerät im Auto ist ein GPS-Tracker in der Lage, mittels eines eingebauten GPS-Empfängers seine Position zu bestimmen (Peilsender) und nahezu in Echtzeit anzuzeigen (Echtzeit-Tracking). Der genaue Funktionsumfang eines Trackers hängt vom Modell ab. Manche Geräte können auch Routen aufzeichnen und Alarme senden.

Was ist ein GPS-Tracker und wie funktioniert er?

Ein GPS-Tracker besteht aus einem kompakten Gehäuse, das neben dem GPS-Empfänger und der GPS-Antenne noch ein GSM-Modul (Global System for Mobile Communication) beherbergt, das in ähnlicher Bauform auch in Mobiltelefonen verwendet wird. Darüber kann der Tracker seine Positionsdaten an Sie übermitteln. Für die Mobilfunkverbindung benötigt der Tracker noch eine SIM-Karte, falls nicht schon vom Hersteller eine Karte fest verbaut wurde. Praktisch ist ein spritzwassergeschütztes Gehäuse.

Die Kosten für Nutzung der Datenverbindung richten sich nach dem Tarif der von Ihnen gewählten SIM-Karte. Bei Modellen mit eingebauter SIM-Karte ist die Nutzung in der Regel an ein monatliches Abonnement beim Hersteller geknüpft. Details zu den Kosten des Abos finden Sie in der jeweiligen Produktbeschreibung.

Die Stromversorgung des Trackers erfolgt in der Regel über einen integrierten Akku. Im Lieferumfang enthalten ist üblicherweise ein Ladekabel mit Netzstecker. Die Laufzeit mit einer Batteriefüllung ist in der Produktbeschreibung für den Durchschnittseinsatz angegeben. Sie hängt von der Kapazität des Akkus und den Einstellungen ab. Bessere Modelle kommen viele Tage mit einer Akkufüllung aus.

Tracker für Autos und LKW zum Anschluss an die OBD-Buchse beziehen ihren Strom direkt über die OBD-Schnittstelle von der Bordelektrik – ein separates Nachladen über ein Anschlusskabel entfällt dadurch. Manche Car-Tracker sind trotzdem mit einem kleinen Akku ausgestattet, damit die Positionsdaten auch dann übertragen werden, wenn Fahrzeugdiebe die Stromzufuhr unterbrechen.

Um die Positionsdaten Ihres neuen GPS-Trackers abzurufen, kontaktieren Sie das Gerät. Dies geschieht in der Regel per Anruf, SMS, Mail, Smartphone-App oder die Hersteller-Webseite (Service-Portal im Internet).

Der Tracker schickt dann Information zur genauen Position per SMS oder über das Internet zurück. Die Darstellung der Tracker-Position erfolgt dann nach einmaliger Registrierung über den Server des Geräteherstellers auf einer Landkarte oder in der zugehörigen Tracking-App.

Selbst in einer Tasche oder einem Rucksack ist eine exakte Ortung möglich. Für optimalen GPS-Empfang ist freie Sicht nach oben empfehlenswert. Die moderne GPS-Empfangstechnik erlaubt meist auch eine sichtgeschützte Tracker-Befestigung.

GPS-Tracker geben Ihnen ein sicheres Gefühl

Gerade wenn es um das Thema Sicherheit geht, werden GPS-Tracker gerne eingesetzt, zum Beispiel, um Angehörigen hilfsbedürftiger oder zeitweise orientierungsloser Personen die Betreuung und Pflege zu erleichtern. Eltern von Kindern, die nicht pünktlich nach Hause kommen, wissen sich per GPS-Tracker in Sicherheit, wenn der Nachwuchs einfach länger auf dem Schulgelände bleibt oder nach dem Unterricht noch zu Freunden geht.

Sehr gut für Kinder und hilfsbedürftige Personen geeignet sind Personentracker in Form einer Uhr zum Tragen am Arm. Diese Modelle bieten häufig ergänzend zur Ortung und Zeitanzeige weitere Funktionen wie Wechselsprechen, Freisprechen, Nachrichten empfangen oder SOS-Notruf. Auch multifunktionale Tracker – kurz Multitracker oder Multi-Finder – eignen sich zum Tracken von Personen.

Autos, Motorräder, Caravans, Baustellenfahrzeuge und Lieferwägen lassen sich mit einem magnetisch gehaltenen oder verdeckt eingebauten GPS-Tracker jederzeit genau orten. So finden Sie leicht heraus, ob das Fahrzeug noch dort steht, wo Sie es abgestellt haben. Dank Alarmfunktion erhalten Sie eine Sofortmitteilung, sobald sich der Standort ändert. Handwerker, Lieferdienste und andere Firmen können mit GPS-Trackern auf Knopfdruck die aktuelle Position ihrer Servicefahrzeuge verfolgen und so Einsätze besser koordinieren.

Zur Absicherung von Fahrrädern gibt es Tracker zum Einbau in der Lenksäule, dem Sattelrohr oder als Rücklicht für das Zweirad.

Für die Nutzung am Computer und Notebook sind GPS-Tracker mit Bluetooth oder USB-Schnittstelle geeignet.

Maßgeschneiderte Alarme vom GPS-Tracker

Bei den meisten Modellen können Sie Benachrichtigungsfunktionen für verschiedene Zwecke einstellen: Neben einem Alarm bei Bewegung oder Erschütterung durch Wegfahren, Anheben, Verschieben oder Parkplatzrempler sind das etwa eine Benachrichtigung, sobald der festgelegte Radius verlassen wird (Geofencing-Alarm), Alarm beim Drücken der SOS- oder Notruftaste, bei Geschwindigkeitsüberschreitung und bei niedrigem Akkustand.

Beim Geofencing definieren Sie einen bestimmten geografischen Bereich, in dem sich der Tracker aufhalten darf. Meist stehen zwischen 100 und 1000 Meter Radius rund um den Wunschstandort zur Auswahl. Sobald der Bereich verlassen wird, sendet der Tracker eine entsprechende Push-Mitteilung.

Die Geofencing-Funktion ist vor allem bei hilfsbedürftigen Menschen oder Kindern hilfreich, wenn vermieden werden soll, dass sie ihre gewohnte Umgebung verlassen. Aber auch bei Haustieren oder Fahrzeugen kann Geofencing verhindern, dass das Grundstück oder Einsatzgebiet unbemerkt verlassen wird.

GPS-Logger: Fotografieren mit GPS-Marke

GPS-Logger sind mobile GPS-Tracker mit Protokollfunktion. Die Geräte zeichnen alle paar Sekunden die aktuellen GPS-Positionsdaten auf den internen Speicher oder eine Speicherkarte auf. Anhand des Protokolls können Sie die zurückgelegte Strecke und Ihre Tour im Nachhinein leicht nachverfolgen. Auch zum Geotaggen von Fotos sind GPS-Logger praktisch: Das Geotagging – eine andere Bezeichnung lautet Georeferenzieren – ist eine Technik, mit der Sie Ihre Fotos mit Geokoordinaten versehen. Mit einem Klick können Sie und Ihre Freunde dann in einer Landkarte etwa von Google Maps oder OpenStreetMaps nachsehen, an welchem Punkt der Erde die Fotos entstanden sind.

Zu diesem Zweck betten Smartphones GPS-Koordinaten bei der Aufnahme von Fotos automatisch ein, doch nur wenige Kompaktkameras, Systemkameras oder Spiegelreflexkameras (DSLRs) haben GPS an Bord. Dann hilft ein GPS-Logger weiter. Der akkubetriebene Mini-Empfänger wird auf der Fototour einfach mitgenommen und protokolliert penibel den zurückgelegten Weg.

Mit der mitgelieferten oder im Internet erhältlichen Software werden die GPS-Positionen später in die EXIF-Metadaten der Fotos eingebettet. Das Zusammenführen der protokollierten Daten und der Fotos erfolgt anhand des Datums- und Zeitstempels. Die Tracker-Software weist den Fotos einfach die zeitlich nächstliegende GPS-Position zu. So ist auch dann eine annähernd richtige Positionsbestimmung möglich, wenn etwa in Innenräumen zwischendurch kein GPS-Signal empfangen wurde.

Was ist GPS und wie funktioniert die Ortung?

Tracker zur GPS-Ortung und GPS-Datenlogger ermitteln den aktuellen Standort anhand von GPS-Satellitendaten. In einer Höhe von rund 25.000 km umkreisen eine Vielzahl von GPS-Satelliten die Erde und senden fortwährend per Funk ihre Kennung, die genaue Position im Orbit sowie die exakte Uhrzeit. Beim Empfang der Signale von mindestens vier GPS-Satelliten kann der GPS-Tracker oder GPS-Logger aus den Daten und den Laufzeitunterschieden der jeweiligen Satellitensignale die genaue Position inklusive Höhe ermitteln. Je mehr Satelliten empfangen werden, desto genauer sind die Ortungsergebnisse.

Es gibt bei GPS auch Fehlerquellen, die zu einem ungenaueren Ergebnis führen können. Das kommt vor, wenn beispielsweise in einer Schlucht Satellitensignale nur aus einer Richtung empfangen oder wenn GPS-Signale mehrfach reflektierte empfangen werden. Eine direkte Sichtverbindung zu den Satelliten ergibt die exaktesten Resultate, da sich die von den Satelliten verwendeten Frequenzbereiche geradlinig wie sichtbares Licht ausbreiten.

GPS-Tracker nutzen auch das Mobilfunknetz zur Ortung

GPS-Tracker sind nicht allein auf Satellitendaten angewiesen: Über das in den Tracker eingebaute GSM-Modul kann das Gerät seine Position auch per GSM-Ortung bestimmen. Wenn der Tracker vorübergehend kein GPS-Signal empfangen kann, verwendet er die Positionsdaten aus der letzten Mobilfunkzelle, in die sich der GPS-Tracker eingewählt hat.

Die Ortung über die Zellenpositionsdaten im Mobilfunknetz ist zwar ungenauer als durch GPS-Signale, doch immerhin lässt sich so der ungefähre Standort ermitteln. Zudem können manche GPS-Tracker durch die Kombination beider Systeme (GPS und GSM) auch LBS-Zusatzfunktionen (Location Based Services) wie Geofencing nutzen.

Sind am aktuellen Standort keine GPS- oder GSM-Signale verfügbar, zeigen Tracker die letzte verfügbare Position an.

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