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Das Smartphone, ein technisches Multitalent

Smartphones sind Mobiltelefone mit Computerfunktionen: Quasi Musik- und Media-Center, Digitalkamera, Fotoalbum, Navigationssystem und Heim-PC in einem. Durch eigene Programme sind diese Geräte beinahe grenzenlos erweiterbar und können sogar zur Fernbedienung für Ihren Fernseher oder Flugdrohnen werden. Bleibt nur eine Frage: Was soll Ihr neues Smartphone können?

 

 

Das Smartphone: Arbeitsgerät, Entertainment-Center und ständiger Begleiter

Das Smartphone ist unumstrittener Weise nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Rund 45 Millionen Deutsche besaßen im Jahr 2015 ein Smartphone – mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Im Unterschied zu vorherigen Mobiltelefonen sind Smartphones mit Computerfunktionen ausgestattet und können mit dem PC verbunden werden, sind internetfähig und werden per Berührung des Displays gesteuert.

Das moderne Smartphone vereinigt eine breite Funktionspalette in sich, die zuvor auf eine Vielzahl einzelner Geräte verteilt war – es ist Mobiltelefon, PDA, Musik- und Media-Center, Digitalkamera, Fotoalbum, Navigationssystem und Heim-PC in einem. Durch Apps sind Smartphones annähernd grenzenlos erweiterbar und können sogar zur Fernbedienung für andere Geräte wie Fernseher und Flugdrohnen werden.

Was genau ist ein Smartphone?

Ein Smartphone ist ein Mobiltelefon (Mobile Phone), das neben der Telefon-Funktionalität auch über Computer-Funktionen verfügt. Diese zusätzlichen Funktionen machen das mobile Telefon intelligent (smart), was sehr schnell zu dem Begriff Smartphone geführt hat.

Das erste offizielle Smartphone war der von BellSouth und IBM entwickelter Personal Communicator „Simon“, der 1994 in USA auf den Markt kam. Weiter ging es 1999 mit dem Toshiba Camesse, dem ersten Mobiltelefon mit integrierter Kamera.

Die Nokia Communicator-Modelle, die bereits 1996 erschienen sind, hatten zum Teil schon recht umfangreiche Funktionen und Leistungsmerkmale. Als im Jahr 2007 mit dem Apple iPhone 2Gdas erste Smartphone mit Multitouch-Bediensystem vorgestellt wurde, war der Durchbruch geschafft und der Markt für diese innovative Geräteklasse boomte. 

Heute verlagern sich immer mehr Aufgaben des täglichen Lebens, die zuvor nur am Desktopmachbar waren, auf die mobilen Geräte. Gerade, weil Smartphones derart viele Möglichkeiten bieten, gehören sie zum modernen Lifestyle und ermöglichen die Teilhabe an einem Leben, das sich längst nicht mehr trennscharf in die digitale und analoge Welt aufteilen lässt. 

Den mechanischen Aufbau eines Smartphones, der so gesehen recht unspektakulär ist, zeigt das nebenstehende Bild. Neben den Gehäuseteilen sind die Hauptbestandteile das Touch-Display, die Hauptplatine und der Lithium-Akku.

Die Einzelteile eines modernen Smartphones sind einerseits recht übersichtlich, was aber andererseits nichts über die Leistungsfähigkeit dieser Geräte aussagt.

Was muss ein Smartphone leisten?

Smartphones unterscheiden sich stark in ihrer Hardware-Ausstattung, den verwendeten Materialien und der genutzten Software. Diese Unterschiede schlagen sich in einem Preisspektrum von weniger als 100 Euro bis zu fast 1.000 Euro nieder.

Welche Ausstattung ein Handy haben sollte, hängt von seiner Nutzung ab – und davon, für welche Pluspunkte Sie einen höheren Preis oder Abstriche bei anderen Merkmalen in Kauf nehmen würden. Die wichtigsten Eigenschaften finden Sie hier:

Mobiles Internet: LTE oder 3G?

LTE bzw. 4G ist der neue Internet-Standard, der Highspeed-Downloadraten bis zu 300 Mbit/Sekunde ermöglicht – theoretisch. In der Praxis sinkt die Downloadrate bei realistischen Nutzungsbedingungen auf 150 bis 50 Mbit/Sekunde. Derzeit ist LTE in Deutschland hauptsächlich in Großstädten verfügbar. Nur neuere Smartphones sind LTE-fähig – andere arbeiten mit dem derzeitigen Standard 3G bzw. UMTS/HSPA. Da LTE meist auch einen teureren Handyvertrag erfordert, ist es nur dann sinnvoll, wenn es in Ihrer Region verfügbar ist und Sie auf besonders schnelles mobiles Internet Wert legen.

Display-Größe und Bildschirmauflösung

Die meisten Smartphones liegen zwischen 4 und 7 Zoll, wobei 5 bis 7 Zoll als „Phablet“-Größe gilt, also eine Mischform aus Smartphone und Tablet ist und nicht mehr mit nur einer Hand bedient werden kann. Geräte mit 3 bis 5 Zoll sind handlich, aber entsprechend mit kleineren virtuellen Tastaturen ausgestattet. Die Bildschirmauflösung der meisten Geräte liegt bei 1280 x 720 px, also High Definition. Dies ist für die überwiegende Anzahl der Anwender ausreichend. Einige Smartphones verfügen über FullHD (1920 x 1080 px) und nur sehr wenige können das noch klarere QHD mit 2560 x 1440 px vorweisen.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist ein entscheidendes Kriterium. Sie wird je nach Hersteller und Test entweder im Standby-Modus, bei geringer oder intensiver Nutzung gemessen, wodurch die Angaben deutlich variieren können. Von den drei genannten Werten ist die Akkulaufzeit im Standby-Modus amwenigsten aussagekräftig. Bei geringer Nutzung halten Spitzengeräte bis zu 50 Stunden durch, bei intensiver Nutzung 10 bis 15 Stunden.

Kamera

Viele Smartphones verfügen über zwei Kameras – eine Hauptkamera mit hoher Megapixel-Anzahl und eine Front-Kamera. Für die Hauptkamera gilt: Die Foto-Talente unter aktuellen Smartphones sind mit bis zu 21 Megapixeln ausgestattet, für Hobby-Fotografen sind 10 bis 15 Megapixel ausreichend. Einige Geräte warten zudem mit Features wie Weitwinkel-Objektiven, Slow Motion und Panorama-Fotografie auf. Nutzer, die den größten Wert auf die Smartphone-Kamera legen, achten zudem auf kurze Verschlusszeiten und einen durch Speicherkarten erweiterbaren Gerätespeicher.

Geräte- und Arbeitsspeicher

Mit 16 bis 64 GB Gerätespeicher sind die meisten Smartphones nicht darauf ausgelegt, große Datenmengen dauerhaft zu speichern – doch durch die Nutzung von Cloud-Diensten und Online-Speichern erübrigt sich dies oft. Wer viel Musik, Bilder, Videos und Apps auf seinem Smartphone haben möchte, ist mit 32 oder 64 GB Gerätespeicher gut beraten. Je größer zudem der Arbeitsspeicher ist, desto leistungsfähiger kann das Gerät sein – auch bei rechenintensiven und parallel ausgeführten Aufgaben. Ein größerer Arbeitsspeicher von 4 bis 6 GB ist dann ratsam, wenn Apps häufig gewechselt und viele von ihnen im Hintergrund geöffnet werden.

Betriebssystem

Das Betriebssystem ist für viele Smartphone-Nutzer eine Glaubensfrage. Den mit 76,6% größten weltweiten Marktanteil konnte im Februar 2016 Android für sich gewinnen, gefolgt von Apple iOS mit 16,2% und Windows mit 6,3%. Auf Android und Apple iOS ist die Auswahl an Apps besonders groß, wobei nicht jede Smartphone-Hardware über Jahre hinweg mit den neuesten Betriebssystem-Updates kompatibel ist.

Anwendungsvielfalt von Smartphones

Kommunikation/Entertainment 
Die Kommunikation mit einem Smartphone ist nicht nur auf das Telefonieren begrenzt. Messenger-Dienste wie WhatsApp und Twitter oder Socialmedia-Kanäle wie facebook und Instagram werden um ein Vielfaches öfter genutzt, als die Funktion mit dem Hörer. Parallel dazu ist die permanente Verfügbarkeit des Internets, mit seinen einschlägigen Videokanälen wie YouTube, vimeo oder MyVideo, besonders bei den jüngeren Nutzern ein absolutes Muss. Musik, Videos oder ganze Filme werden aus dem Internet gestreamt und können sogar vom Smartphone aus auf den Fernseher übertragen werden.

Shopping/Payment 
Online-Shopping mit dem Smartphone wird dank mobil optimierter Websites, die 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen, immer komfortabler. Überweisungen werden mit Online-Banking schnell und zuverlässig erledigt.

Apps
Durch die Installation von Zusatzprogrammen (Applikation = App) werden Smartphones zu wahren Multitalenten und können z.B. in Verbindung mit Smart Home-Komponenten Licht, Heizung, Rollos, Entertainmentgeräte und viele weitere Funktionen in Heim und Haus steuern. Die Anzahl der angebotenen Geräte und Systeme, die App-unterstützt sind, wird täglich größer. Selbst Modellflug-Quadrocopter lassen sich teilweise schon mit dem Smartphone per App steuern. Einschlägige Portale wir Google Play oder App Store bieten zudem in den unterschiedlichen Genres eine fast unüberschaubare Fülle an Apps, die teilweise auch kostenlos heruntergeladen werden dürfen.

Office 
Das Smartphone ist zudem ein wichtiger Bestandteil des mobilen Büros – E-Mails schreiben, Dokumente bearbeiten und sich von Erinnerungen über Notizen bis hin zur Visitenkarten-Ablage und Terminverwaltung selbst organisieren ist problemlos möglich.

Sensorik 
Aber auch die eingebaute Sensorik macht ein Smartphone zum echten Technikwunder. Warum ein mobiles Telefon Lage- und Beschleunigungssensoren benötigt, ist im ersten Moment nicht unbedingt einleuchtend. Wenn jedoch das Smartphone in eine Virtual Reality-Brille eingesetzt und ein 360° VR-Video abspielt wird, erkennt man den Nutzen sehr schnell. Denn nun reicht eine Drehung des Kopfes und schon sieht man, wer neben oder hinter einem im virtuellen Achterbahnzug sitzt. Neben den amerikanischen GPS-Navigationssatelliten empfangen moderne Smartphones auch die russischen Navigationssatelliten Glonass und wissen so immer ganz genau wo sie sind. Die Orientierung in einer fremden Stadt oder in einer unbekannten Gegend ist somit spielend einfach, denn das Smartphone weiß immer, wie der beste Weg nach Hause zu finden ist. 

Kamera 
Unscharfe und verwaschen wirkende Handyfotos sind Schnee von gestern. Hochauflösende und gestochen scharfe Aufnahmen mit enormer Tiefenschärfe sind heute Stand der Technik. Die Mitnahme einer zusätzlichen Digitalkamera beim Stadtbummel oder in den Urlaub ist somit nicht mehr erforderlich. Die aufgenommenen Bilder und Videos werden gleich vor Ort ins Internet gestellt und mit Verwandten und Freunden in den Socialmedia Kanälen geteilt. 

Welches Smartphone ist das Richtige?

Leistungsstarkes Arbeitsgerät, Entertainment-Zentrale, reines Kommunikationsgerät oder wichtigster Teil des mobilen Büros: Ein Smartphone kann all dies sein – doch nicht alles gleichzeitig. Um Ihr ideales Smartphone zu finden, sollten Sie sich zunächst über Ihre persönlichen Anforderungen bewusst werden und wissen, bei welchen Ausstattungsmerkmalen Sie Abstriche in Kauf nehmen würden, wenn Sie dafür alles bekommen, was Ihnen wichtig ist.


Oder Sie entscheiden sich als erstes für eine bestimmte Marke: Als Marktführer im stark umkämpften Smartphone-Segment haben sich Samsung und Apple etabliert. Im vierten Quartal 2015 konnte Samsung sich einen weltweiten Marktanteil von 21,4% sichern, Apple folgt dicht mit 18,7%. Andere Hersteller wie Huawei, Lenovo, LG und Xiaomi liegen jeweils im einstelligen Prozentbereich. In Deutschland ist der Trend zum Samsung-Gerät noch deutlicher erkennbar: Im März 2015 nutzten 44,9% aller Smartphone-Nutzer in Deutschland ein Samsung-Smartphone, 20,2% ein Apple iPhone. Mit großem Abstand folgen Sony, Nokia und HTC.

Smartphone-Nutzertypen: Welcher Typ sind Sie?

Das Arbeitsgerät für Produktivität unterwegs

Wer sich selbst und seine beruflichen Herausforderungen organisieren möchte, benötigt vor allem Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit:

  • Gute Prozessorleistung mit 4 oder 8 Kernen und ca. 2 GHz sowie 4 bis 6 GB Arbeitsspeicher, um problemlos zwischen vielen Apps hin und her zu wechseln
  • 32 GB Gerätespeicher oder mehr für alle benötigten Apps und Daten
  • Großer Display mit 4 bis 7 Zoll für bequemes Tippen
  • Betriebssystem, das große Auswahl an Produktivitäts-Apps bietet, z.B. Android oder Apple iOS
  • Konnektivität mit dem PC für Datenübertragung und -sicherung
  • LTE-Fähigkeit für schnelles mobiles Internet

Das Unterhaltungsgerät für uneingeschränkte Mediennutzung

Fotos und Videos machen, sie bearbeiten, in sozialen Netzwerken posten, dabei Musik hören, YouTube-Videos ansehen, videotelefonieren und sich ab und an mit einem Casual Game die Zeit vertreiben – dieser Nutzungsschwerpunkt setzt einige Eigenschaften voraus:

  • FullHD und ein hochwertiger Display mit brillanten Farben
  • Gute Kamera mit 10 bis 21 Megapixeln
  • 5 bis 7 Zoll Größe, also ein größeres Smartphone oder Phablet
  • LTE-Fähigkeit für schnelles mobiles Internet, auch bei Streaming
  • 32 oder 64 GB Gerätespeicher, denn Fotos und Spiele nehmen viel Platz ein
  • Lange Akkulaufzeit bei intensiver Nutzung

Das "Fotohandy" als Digitalkamera-Ersatz

Die Kamera immer dabei haben - kein Problem, wenn Sie im Smartphone integriert ist und dennoch gleichwertig gute Fotos schießt:

  • 16 bis 21 Megapixel Kamera mit kurzen Verschlusszeiten und guter integrierter Kamera-Software
  • FullHD-Auflösung des Displays
  • 5 bis 7 Zoll Display-Größe sind bequem beim Fotografieren
  • Gerätespeicher durch Speicherkarten erweiterbar
  • Konnektivität mit dem PC, um Fotos und Videos übertragen zu können
  • Lange Akkulaufzeit bei geringer Nutzung

Der Begleiter für Alltagsaufgaben

Wer keinen besonderen Schwerpunkt bei der Nutzung seines Smartphones feststellt, kann ein gutes, aber weniger umfangreich ausgestattetes (und daher günstigeres) Mittelklasse-Gerät wählen:

  • 4 bis 5 Zoll Display-Größe liegen gut in der Hand und sind praktisch in der Tasche verstaubar
  • Lange Akkulaufzeit bei geringer Nutzung und im Standby-Modus
  • 3G als Internet-Standard
  • 16 GB Gerätespeicher und 2 bis 6 GB Arbeitsspeicher sind für alltägliche Aufgaben ausreichend
  • HD-Auflösung mit 1280 x 720 px für ein klares Bild
  • Offenes Betriebssystem mit vielen Erweiterungsmöglichkeiten, z.B. Android

Outdoor Smartphones sind hart im Nehmen

Neben den bereits besprochenen Leistungsmerkmalen spielt auch die Haptik bei Smartphones eine ganz große Rolle. Damit hochwertige Handys edel wirken und richtig gut in der Hand liegen, werden nur feinste Materialien verbaut und die Gehäuse aufwändig auf Hochglanz poliert. Um so größer ist dann der Ärger, wenn das brandneue Smartphone aus der Hand rutscht und zu Boden fällt. Da sind schnell mal hässliche Kratzer im Gehäuse oder das Displayglas bekommt Risse und die Freude am schicken Smartphone ist dahin. Sicher, es gibt spezielle Versicherungen, die solche Schäden abdecken, aber die Schadensabwicklung ist meist mit Arbeitsaufwand und Zeitverlust verbunden.

Noch schlimmer ist es, wenn man schon vorher weiß, dass das neue Handy unter widrigen Bedingungen benutzt und zum Teil mit schmutzigen Händen bedient werden muss. Aus diesem Grund haben einige wenige Hersteller, die man sonst so nicht in der Smartphone-Szene kennt, spezielle Outdoor Handys entwickelt, die den rauhen Umgang im Außenbereich oder auch auf Baustellen klaglos verkraften. Die Telefone bestehen aus extrem bruchfesten Materialien, sind vor Schutz und Staub bestens geschützt und halten selbst Stürze aus geringer Höhe problemlos stand. Selbstverständlich sind die Telefone wasserdicht und lassen sich auch mit Arbeitshandschuhen zuverlässig bedienen.

Somit sind diese Geräte nicht nur für Handwerker, die bei Wind und Wetter auf Baustellen telefonieren müssen, allererste Wahl.

Die Hersteller, sowie Händler geben den Grad der Robustheit gerne in Standards an. So soll dargestellt werden, wie sehr ein Gerät gegen Wasser, Staub oder Stöße geschützt ist. Doch was bedeutet eigentlich IP-Zertifizierung oder Militärstandard?

IP-Schutzgrad

Ob ein Schalter, eine Lampe, der Sender der Funk-Türglocke oder ein Smarthone für den Außen-Bereich geeignet ist, das  können Sie der IP-Schutzgrad-Bezeichnung auf dem Typenschild oder in den
technischen Unterlagen entnehmen. Dieser IP-Schutzgrad sagt genau aus, gegen welche äußeren Einflüsse das jeweilige Produkt geschützt ist.

Da diese Schutz-Kennzeichnung international genormt und somit in allen Ländern gleich ist, werden die Buchstaben IP (für International Protection) verwendet.

Für die genaue Klassifizierung wird eine zweistellige Zahl genutzt. Die erste Ziffer dieser Zahl ist die Kennzeichnung des Berührungs- bzw. Fremdkörper-Schutzes. Die zweite Ziffer ist
die Kennzeichnung des Wasser-Schutzes.

Die dafür zuständige Norm ist die DIN EN 60529 / IEC 60259. Hier ist sowohl festgelegt wie sich die Kennzahl zusammensetzt, als auch wie sich die einzelnen Schritte zwischen den Kennzahlen verhalten:

Ziffer Schutzdefinition Fremdkörper Ziffer Schutzdefinition Wasser
0 kein Schutz 0 kein Schutz
1 Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 50 mm) 1 Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
2 Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm) 2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser bei Gehäuseneigung 15°
3 Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 2,5 mm) 3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 1,0 mm) 4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Staubgeschützt 5 Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 Staubdicht 6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
    7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen (30 Minuten bei einer Wassertiefe von 1 Meter)
    8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen (Wassertiefe wird vom Hersteller bestimmt)
    9 Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Geschützt gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ab 12,5 mm)
Schutz gegen starkes Strahlwasser

Nehmen wir als Beispiel das  CAT S40 mit IP68-Zertifizierung:
6 - Staubdicht
8 - Schutz gegen dauerndes Untertauchen (in diesem Fall bis zu 1 Meter für bis zu 60 Minuten)

Militärstandard

MIL-STD-810G: 
Das US-amerikanische Militär legt Testbedingungen für militärische Ausrüstung fest. Dabei wurde auch der MIL-STD-810G definiert, welcher bei Outdoor Smartphones oft zum Einsatz kommt.
Fast jeder Umwelteinfluss, dem militärische Ausrüstung ausgesetzt sein könnte, ist hier aufgelistet. Einflüsse wie Hitze, Kälte, Eisregen, Sonneneinstrahlung und Stöße werden dabei bewertet.
Aber aufgepasst, sobald ein Smartphone nur eines der genannten Kriterien erfüllt, kann der MIL-STD-810G ohne Bestätigung durch ein unabhängiges Institut verwendet werden. Es heißt also nicht, dass ein Smartphone, wenn es den Militärstandard erfüllt, gleich gegen alle Einflüsse resistent ist.

Meist beläuft es sich im Oudoor Smartphone Bereich auf die Stoßfestigkeit. Die Fallhöhe kann der Hersteller nach eigenen Ermessen festlegen. So ist das Samsung Galaxy Xcover 3 bis zu einer Fallhöhe von 1,5 Metern geschützt, das  CAT S30 bis zu einer Fallhöhe von 1,8 Metern. Beide sind aber durch den MIL-STD-810G zertifiziert.

Corning® Gorilla® Glass
Der US-amerikanische Hersteller Corning stellt das sogenannte Gorilla Glass her. Dies ist ein dünnes, chemisch vorgespanntes Glas und dient meist als Abdeckglas für Displays von Outdoor Smartphones.
Bei anderen Smartphones wie zum Beispiel der neuen A-Serie von Samsung kann das Gorilla Glass aber auch als Abdeckung der Smartphone Rückseite angewandt werden.

Das Gorilla Glass zeichnet sich durch seine enorme Kratz- und Bruchfestigkeit aus. Bei der ersten Version sollen Risse erst ab einer Punktlast von 40 Newton auftreten. Bei normalen Displayabdeckungen hingegen können Risse schon ab einer Punktlast von 5 Newton auftreten. Mittlerweile wird teilweise das Gorilla Glass 4 in Outdoor-Smartphones verbaut und in allen Generationen wurde die Bruch- und Kratzfestigkeit optimiert. Zudem hat es Corning geschafft das Glas nicht nur stabiler zu machen, sondern auch dünner.

Nehmen wir hier als Beispiel das Cyrus CS30. Hier ist das Corning Gorilla Glass 3 verbaut und schützt somit das Display vor Schäden. Das Gorilla Glass 3 soll laut Hersteller bis zu dreimal so fest sein wie das Gorilla Glass 2. Das  CAT S40 hat mit dem Gorilla Glass 4 die neueste Version verbaut.

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