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    Ratgeber

    Hitzefrei auch bei der Arbeit? Leider nein. Doch wer hat an heißen Sommertagen nicht schon darüber nachgedacht, wie viel angenehmer die Arbeit wäre, wenn die Arbeitsräume angenehm kühle Temperaturen hätten. Steigen die Temperaturen am Arbeitsplatz über die 30-Grad-Marke, dann nehmen die Leistungsfähigkeit und auch das subjektive Wohlbefinden rapide ab. Ein schlechtes Raumklima kann Mitarbeitende nicht nur müde und unkonzentriert, sondern auch krank machen

    Wenn die Hitze in Büro oder Werkhalle steht und zudem vielleicht noch lange Hemden und Hosen (Business-Dresscode oder Arbeitsschutzkleidung) getragen werden müssen, dann kann eine Klimaanlage dabei helfen, die Raumtemperatur auf ein zufriedenstellendes Maß abzukühlen

    Doch Klimageräte können heute weit mehr leisten. Sie können für Frischluftzufuhr sorgen, die Luftfeuchtigkeit regulieren oder unerwünschte Luft-Bestandteile (wie Pollen) aus der Raumluft filtern. Damit sorgen sie für ein angenehmes Raumklima. Im Winter tragen Klimageräte auch zur Raumheizung bei. Es ist also möglich, mit ihnen für frischen Wind und wohlige Wärme zu sorgen.



    Warum sind Klimaanlagen sinnvoll?

    Abgesehen von der subjektiven Hitzewahrnehmung und der dadurch möglicherweise verminderten Leistung gibt es auch gesetzliche Regelungen zum Vorgehen bei höheren Temperaturen. Diese schreiben vor, dass die Lufttemperatur  in Arbeitsräumen, je nach körperlicher Belastung, eine bestimmte Temperatur betragen muss. (§ 28 AStV). 

    Konkreter wird es in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (BMAS) zur Raumtemperatur beschrieben. Darin steht: Wenn die Außenlufttemperatur und die Temperatur am Arbeitsplatz 26 °C überschreitetsoll der Arbeitgeber zusätzliche Maßnahmen treffen, um eine Gesundheitsgefährdung zu vermindern. 

    Überschreitet die Lufttemperatur im Raum die 30 °C, dann müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden, welche die Arbeitsbelastung der Beschäftigten reduzieren. Dabei sind laut Vorgaben technische und organisatorische Maßnahmen - personenbezogenen Maßnahmen vorzuziehen. Natürlich gibt es für sogenannte Hitzearbeitsplätze (z. B. Gießerei, Schmiede) Sonderregeln

    Die von Ventilatoren erzeugten Luftströme trocknen den Schweiß auf der Haut und bewirken so einen Abkühlungseffekt. Er ist demzufolge nur eine subjektiv empfundene Abkühlung. Die Raumtemperatur können Ventilatoren nicht absenken, dafür benötigt man Klimaanlagen



    Welche Arten von Klimaanlagen gibt es?

    Dank ausgereifter Kälte- und Klimatechnik gibt es heute verschiedene Klima-Anlagen, die genau auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt sind. Sie werden zunächst in 2 Kategorien eingeteilt. Es gibt Klimaanlagen zur:

    • Regulierung des Raumklimas in (Büro)Räumen und Gebäuden

    • Steuerung von Prozessen im gewerblichen und industriellen Bereich

    Genau genommen müsste zwischen „Teil-Klimaanlagen“ und vollständigen „Klimaanlagen“ unterschieden werden. Teil-Klimaanlagen regeln nur die Temperatur und entfeuchten die Luft in der Regel ungeregelt. Klimaanlagen hingegen regeln beides: Temperatur und Feuchte und schaffen so ein perfektes Raumklima. Um die Verständlichkeit zu erhöhen, verzichten wir der Einfachheit halber nachfolgend auf diese Unterscheidung. 

    Normalerweise werden gewerblich genutzte Klimaanlagen in überwiegend offenen Bereichen eingesetzt. Das heißt in Räumen, die über einen natürlichen Luftaustausch durch Fenster und Türen verfügen. Dazu gehören Büroräume, Krankenhäuser, Arztpraxen oder Ladengeschäfte.


    Monosplit oder Singlesplit Klimaanlagen

    Diese Art der Klima-Anlage setzt sich zusammen aus einer Außeneinheit sowie einer Inneneinheit, die durch Kühlmittelleitungen miteinander verbunden sind. Bei einer Singlesplit-Klimaanlage wird das Kältemittel in der Außeneinheit verdichtet und verflüssigt. Anschließend wird es in der Inneneinheit entspannt und verdampft (es wird gasförmig). Dafür wird dem Raum, in dem sich die Inneneinheit befindet, Wärme entzogen. Das Funktionsprinzip ähnelt dem des Menschen. Wenn uns zu warm ist, dann verdampfen wir beim Schwitzen Wasser als Kältemittel. Dadurch wird dem Körper Wärme entzogen. 

    Das gasförmige Kältemittel in der Inneneinheit ist nun mit Wärmeenergie beladen und wird wieder zurück in die Außeneinheit gepumpt. Dort wird es wieder verdichtet (es wird wieder flüssig) und gibt dabei Wärmeenergie an die Umgebung ab.

    Die Vorteile von Monosplit Klima-Anlagen sind, dass die Außeneinheit relativ unsichtbar auf dem Dach oder an anderer Stelle befestigt werden kann. Aufgrund der geringen Größe kann die Inneneinheit unauffällig im jeweiligen Raum montiert werden. 

    Im gewerblichen Bereich eignen sich diese Anlagen für einzelne Büro- oder Werk-Räume, immer in Abhängigkeit von der Quadratmeterfläche.


    Multisplit Klimaanlagen

    Multisplit Klimaanlagen entsprechen in ihrer Funktionsweise den Monosplit Klimaanlagen. Allerdings können an eine Außeneinheit mehrere Inneneinheiten angeschlossen werden.

    Demzufolge ist es möglich, mit einer Multisplit - Außeneinheit mehrere Räume zu klimatisieren. Deshalb eignen sich diese Anlagen zur Klimatisierung von Bürogebäuden.

    Die Leistungsfähigkeit der Außeneinheit muss den Anforderungen der angeschlossenen Inneneinheiten entsprechen. 


    Mobile Klimaanlagen - Monoblock

    Mobile Klimageräte sind kompakte Anlagen, die funktional einem Kühlschrank entsprechen. Dabei haben sie ein Gebläse für die kalte Luft, die in das zu kühlende Zimmer strömt und ein Abluftgebläse für die abzugebende warme Luft. Diese wird in der Regel durch einen Schlauch über das geöffnete Fenster nach Außen geleitet. 

    Je nach Größe und Gewicht sind Monoblock-Geräte tragbar oder auf Rollen montiert. Durch diese Flexibilität kann das Verhältnis von Kalt- oder Warmlufterzeugung zur Raumgröße allerdings kaum den optimalen Bedingungen entsprechen.

    Dementsprechend ist die Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Zu beachten ist auch, dass die Geräte durchaus sehr laut sind. Für Räume, die nur an wenigen Hitzetagen gekühlt werden sollen, sind diese Monoblock-Geräte dennoch gut geeignet. 


    Gut zu wissen: Wärmepumpe zum Kühlen nutzen

    Wärmepumpen können im Winter nicht nur für Wärme sorgen, sondern im Prinzip im Sommer auch zum Kühlen genutzt werden. Dafür muss die Wärmetauschfunktion umkehrbar bzw. reversibel sein. Da warme Luft aber stets nur nach oben steigt und neben den Gebläsen auch die Fußbodenheizung als Kühlelement zum Einsatz kommt, bleibt diese gekühlte Luft am Boden und verhindert eine weitere Wärmeaufnahme. Die meisten Menschen empfinden aber selbst an warmen Tagen kalte Füße als unangenehm. Aus diesen Gründen sind Klimaanlagen zur Kühlung vorzuziehen



    Wo werden Klimaanlagen (von Unternehmen) genutzt?

    Die gewerbliche Nutzung von Klimageräten ist sehr unterschiedlich. Hilfreich ist eine Unterscheidung zwischen “Zentralen Gebäude-Klimaanlagen” und “Dezentralen Gebäude-Klimaanlagen”.

    Zentrale Gebäude-Klimaanlage

    • Bereits in Bauplanung inbegriffen, selten nachträglich installiert (zu aufwendig)

    • Fest verbauter Bestandteil der Gebäude-Betriebstechnik

    • Luft wird an zentraler Stelle auf den gewünschten Zustand gebracht (Temp., Feuchte) → Konditioniert

    • Konditionierte Luft wird anschließend mittels großer Rohre durch das Gebäude zu den (Ziel-)Räumen geführt

    Dezentrale Gebäude-Klimaanlage

    • Ähnlich Multisplit-Anlage → eine oder mehrere Außeneinheiten mit Direktverdampfenden Systemen im (Ziel-)Raum

    • Sehr gute Nachrüstbarkeit in Bestandsgebäuden

    • Sehr geringe Leitungsquerschnitte durch den Einsatz von Kältemittel

    • Inneneinheiten in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich (Sommer kühlen, Winter heizen)


    Klimaanlagen im Gewerbe

    Klimaanlagen können dabei helfen, Vorschriften zum Arbeitsschutz einzuhalten. Durch die Gewährleistung einer festgelegten Luftqualität und empfohlenen Temperatur können die Richtlinien befolgt werden. 

    Entstehen bei der Arbeit gesundheitsschädliche Stoffe, zum Beispiel Abgase, dann wird die Konzentration dieser in der Raumluft für die Gefahrenbewertung gemessen. Es wird eine sogenannte maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK) festgelegt. Durch die Einhaltung einer Temperaturobergrenze von maximal 26 Grad und den Einsatz von Luftfiltern ist es möglich, die Gefahrenbewertung zu senken und die Arbeitenden zu schützen

    Zunehmend wichtiger wird in vielen Firmen (zum Beispiel im Online-Handel) die Kühlung von Serverräumen. In unserem Ratgeber "Automatische Überwachung Ihrer Serverräume" finden Sie weitere Informationen. Da die Wahl der passenden Klimaanlage hier von vielen verschiedenen Aspekten abhängt, sollten Sie sich von einer Fachkraft ausführlich beraten lassen. 

    In Ladengeschäften profitieren sowohl Angestellte als auch kaufende Personen von einer fachgerecht eingebauten Klima-Anlage. 


    Klimaanlagen in der Industrie

    Eine exakte Temperaturkontrolle und effektive Luftfilterung ist bei der Arbeit mit hochempfindlichen elektronischen Komponenten dringend notwendig. Das Thema Luftreinhaltung gewinnt im industriellen Bereich immer mehr an Bedeutung. Dafür sind leistungsfähige Klimaanlagen mit vor- beziehungsweise nachgeschalteten Filtern unerlässlich. Deren Steuerung und Wartung sowie die Wartung der dazugehörigen Sensoren ist hier besonders wichtig. Denn bereits kleinste Temperaturschwankungen oder Schmutzpartikel in der Raumluft können die Verarbeitung der oft nur Mikromillimeter großen Bauteile negativ beeinflussen. 

    Verarbeitende Industrie

    In der verarbeitenden Industrie gibt es zahlreiche Werkstoffe und Materialien, die sich erst durch Kühlung bzw. nur bei bestimmten Temperaturen besser oder überhaupt verarbeiten lassen. So kann zum Beispiel in Holzwerkstätten mit einer Klimaanlage im Sommer gekühlt und im Winter geheizt werden.

    Der Werkstoff Holz selbst mag keine großen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Aber auch beim Verleimen ist z. B. eine Minimaltemperatur von 5 Grad Celsius in der Werkstatt vorgegeben.

    Anlagen mit “Frostfreihaltung” halten im Winter stets eine Raumtemperatur von mindestens 8 Grad Celsius. Dadurch können gleichzeitig Schäden am Gebäude und an Maschinen verhindert werden.


    Die Arbeitssicherheit erhöhen

    Beim Umgang mit Stoffen, die einen niedrigen Flammpunkt besitzen und dadurch leicht entzündlich sind, kann mithilfe einer Klima-Anlage ebenfalls die Arbeitssicherheit stark erhöht werden.

    Diese wird auch gesteigert, wenn Mitarbeitende dank frischer und gesunder Raumluft weiterhin konzentriert und produktiv arbeiten können.

    Denn fehlende Konzentration führt neben Fehlern bei der Arbeit auch zu Unfällen. Das ist gerade für Menschen, die im Handwerk arbeiten, gefährlich. Schließlich verbringen viele von ihnen den Alltag mit Sägen, Hämmern, Bohren oder Schweißen.

    Deshalb raten Experten-Teams für Unfälle dringend dazu, sich um optimale Raumklimabedingungen zu kümmern.


    Gut zu wissen: Die optimale Raumtemperatur

    Je nach ausgeübter Tätigkeit gelten andere Empfehlungen für die optimale Raumtemperatur. Es spielt eine Rolle, ob die Angestellten im Sitzen oder im Stehen arbeiten und ob sie sich dabei viel oder wenig bewegen. Auch die Arbeitskleidung sowie Maschinen und Geräte in den Arbeitsräumen sind von Bedeutung.

    Für Handwerksbetriebe gibt es folgende Empfehlungen: 

    • In gewöhnlichen Werkstätten (z. B. Tischlerei): zwischen 18 und 20 °C

    • In Werkstätten mit Öfen (z. B. Metallverarbeitung): zwischen 15 und 16 °C

    • In Berufen, wo Mitarbeitende Schutzanzüge tragen müssen (z. B. chemische Industrie) zwischen 15 und 16 °C


    Klimaanlagen in Büroräumen

    Allgemein gilt eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius für Arbeiten im Büro als ideal. Darüber hinaus soll die Lufttemperatur 26 Grad Celsius nicht überschreiten. 

    Die Klimaanlage sollte in Büroräumen allerdings so eingestellt sein, dass der Temperaturunterschied zwischen innen und außen maximal 6 Grad Celsius beträgt. Bei großer Außenhitze von z. B. mehr als 32 °C wäre eine Temperatur von ca. 20 bis 24 Grad Celsius in den Arbeitsräumen demnach schon zu kühl. 

    Ein zu große Temperaturdifferenz kann für die Gesundheit gefährlich werden. Es drohen Kreislaufprobleme, da der Körper große Temperaturunterschiede nur schwer verarbeiten kann. Auch Erkältungen können eine Folge von zu hohen Abweichungen sein. 

    Das Wohlbefinden hängt aber nicht nur an der Lufttemperatur. Es ist auch abhängig von der Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und der Luftgeschwindigkeit (Luftzug im Raum). Da bei einer erhöhten Luftfeuchtigkeit höhere Temperaturen als unangenehmer wahrgenommen werden, können empfundene Lufttemperatur und tatsächlich gemessene Werte voneinander abweichen. Im Gegensatz werden bei erhöhter Luftgeschwindigkeit höhere Temperaturen als weniger unangenehm empfunden. 

    Da das Behaglichkeitsempfinden von vielen weiteren Faktoren (Aktivität, Bekleidung) abhängt, ist es wichtig, sich statt auf das reine persönliche Empfinden auf Messwerte und gut eingestellte Klimageräte zu verlassen.



    Fazit

    Wichtig ist, beim Kauf einer Klimaanlage zu wissen, welche Anforderungen das Gerät erfüllen soll. Auch bauliche Voraussetzungen müssen beachtet werden, da manche Geräte nachträglich nur schwer zu installieren sind. 

    Unerlässlich für fest installierte Klimaanlagen ist eine regelmäßige Wartung. Nur so kann sie effizient und hygienisch arbeiten. Als Faustregel gilt: Einmal jährlich sollte eine Fachkraft eine zentrale Klimaanlage mit Lüftungsanlage überprüfen, reinigen und wenn nötig reparieren.

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