Wissenswertes über Mainboards für den Desktop-PC

Das Mainboard ist sozusagen das Herzstück eines Computers. Es handelt sich um die Hauptplatine des Rechners, auf der zentrale Elemente durch Stecken oder Löten montiert werden. Welche Arten von Mainboards es gibt, welche Komponenten darauf Platz finden und was es beim Kauf zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Was ist ein Mainboard?

Das Mainboard, auch Motherboard genannt, ist die Hauptplatine eines Computers. Das bedeutet, dass wichtige Bauelemente, die für die Funktionalität des Rechners essentiell sind, hierauf montiert werden. Wenn Sie einen Fertig-PC kaufen, ist das Mainboard bereits enthalten. Um welchen Typ beziehungsweise um welches Modell es sich handelt, ist wichtig, um beurteilen zu können, inwiefern der Computer Ihren Ansprüchen genügt und welche Möglichkeiten es gibt, ihn nachträglich aufzurüsten. Bauen Sie sich Ihren PC selbst zusammen, gehört das Motherboard zu den unverzichtbaren Einzelkomponenten, die sie anschaffen müssen. Bei der Auswahl gilt es darauf zu achten, dass sich das Format der Platine für Ihr Gerät eignet, also im Gehäuse untergebracht werden kann. Außerdem sollten Sie von vornherein berücksichtigen, dass spätere Erweiterungen, die für Sie vielleicht interessant sind, mit dem Mainboard umsetzbar sind. Das betrifft die Steckplätze und Anschlussmöglichkeiten der Leiterplatte.

In unserem Onlineshop können Sie aus einer Vielzahl an Mainboards für den privaten und professionellen Gebrauch wählen. Worauf genau beim Kauf zu achten ist und welche Arten von Computer-Hauptplatinen bei uns erhältlich sind, erfahren Sie im Folgenden.

Die Funktionen des Mainboards

Auf dem Mainboard befindet sich der Prozessorsockel, also der Steckplatz für die zentrale Recheneinheit des Computers, die CPU (Central Processing Unit). Die Art des Prozessors ist ein wesentlicher Aspekt, wenn es um die Leistungsfähigkeit des Rechners geht. Soll ein Upgrade vorgenommen werden oder ist ein Austausch aufgrund eines Defekts nötig, lässt sich die CPU leicht auswechseln, wenn sie auf einem Sockel auf dem Motherboard montiert ist. Darüber hinaus befinden sich auf der Hauptplatine unter anderem der Chipsatz, Steckplätze für RAM (Arbeitsspeicher), Slots für Steckkarten (PCI, PCI Express, beispielsweise zur Bestückung des Rechners mit einer Grafikkarte) und verschiedene Anschlüsse, die den Anschluss von Peripheriegeräten ermöglichen.

Arten von Mainboards

Unser Angebot an Motherboards für PCs ist umfangreich und hält für so gut wie jeden Bedarf passende Modelle bereit. Sie können das Sortiment unter anderem nach dem Hersteller beziehungsweise der Marke, nach dem vorhandenen CPU-Sockel und nach dem Einsatzzweck sortieren, um schnell eine Übersicht über für Sie geeignete Produkte zu erhalten. Nach der Art des CPU-Sockels ergeben sich unter anderem die folgenden Board-Kategorien:

1151 und 1151v2

Modelle aus diesen Kategorien haben einen CPU-Sockel 1151 (eingeführt im Jahr 2015), der sich für Prozessoren von Intel, speziell für CPUs mit einer Mikroarchitektur der Generationen Skylake, Kaby Lake und Coffee Lake eignet. Mainboards 1151v2 haben einen Sockel der Serie 300, der eine geänderte Beschaltung aufweist und sich für Intel Cores der 8. und 9. Generation eignet. Mainboards 1151 sind mit einem Sockel der Serie 100 oder 200 für die 6. und 7. Generation konzipiert.

Intel 2066

Der CPU-Sockel 2066 wurde 2017 eingeführt und ist für Intel-Prozessoren mit Kaby-Lake- und Skylake-Mikroarchitektur geeignet. Mainboards Intel 2066 kommen unter anderem für Gaming-PCs zum Einsatz.

AM4

Dieser Sockel von AMD unterstützt DD4-Speicher, was eine höhere Taktung und entsprechend höhere Transferraten ermöglicht. Er bietet Platz für eine CPU oder APU (Accelerated Processing Unit, deutsch: beschleunigte Verarbeitungseinheit) und kann auf Mainboards für Rechner vieler Leistungs- und Preisklassen zum Einsatz kommen; auch in Highend-PCs können AM4 Mainboards Verwendung finden.

Des Weiteren gibt es gesonderte Mainboard-Kategorien in Hinblick auf den Formfaktor der Platine:

ATX und Micro ATX

ATX (Advanced Technology Extended) bezeichnet einen gängigen Formfaktor für Mainboards in Desktop-PCs, der von Intel bereits 1996 eingeführt wurde und nach wie vor weit verbreitet ist. ATX-Boards haben eine Größe von 305 x 244 mm, Micro-ATX-Mainboards messen 244 x 244 mm. Viele PC-Gehäuse bieten Platz für verschieden große Varianten.

 

 

FM2+

Auch hierbei handelt es sich um einen Prozessorsockel von AMD, der bereits seit 2013 zum Einsatz kommt und verschiedene CPUs unterstützt, zum Beispiel Modelle aus der Kaveri-Reihe mit Steamroller-Mikroarchitektur. Mainboards mit FM2+-Sockel sind eher im Niedrigpreis-Segment verortet.

TR4

Mainboards mit TR4-Sockel von AMD eignen sich für CPUs der Reihe Threadripper, die im Highend-Bereich angesiedelt ist. Diese Motherboards sind für hohe Ansprüche ausgelegt, insbesondere für Gaming.

 

 



Mini ITX

Insbesondere für sehr kompakte Gehäuseformen geeignet sind die kleinen Mini-ITX-Mainboards mit einer Größe von 170 x 170 mm. Trotz ihrer geringen Abmessungen können diese Platinen durchaus in leistungsstarken Rechnern verbaut sein, da die Leistung des PCs nicht von der Größe des Mainboards, sondern von der Bestückung mit Bauteilen abhängt und es möglich ist, Highend-Prozessoren auf Mini-ITX-Modellen einzusetzen.

Server-Mainboards

Ein Server ist, sofern von der Hardware die Rede ist, letztlich auch „nur“ ein Computer, der wie jeder andere Rechner im Desktop-Bereich eine Hauptplatine benötigt. Server-Mainboards sind auf die speziellen Anforderungen, die an Server gestellt werden, abgestimmt. Beispielsweise ist ein für Server-Prozessoren geeigneter Sockel vorhanden. Hohe Arbeitsgeschwindigkeit, viel Arbeitsspeicher, passende Schnittstellen für den Anschluss anderer Rechner und eine hohe Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb sind bei Servern wichtig, während beispielsweise die Grafikleistung keine Rolle spielt, entsprechend ist kein Slot für Grafikkarten notwendig.

Kaufkriterien für Mainboards – worauf kommt es an?

Wenn Sie ein Motherboard kaufen, weil Ihr altes defekt ist oder Sie einen neuen Rechner zusammenstellen möchten, erwerben Sie natürlich nicht einfach nur eine Leiterplatte – das wäre angesichts der Preise bis in den hohen dreistelligen Bereich auch recht verwunderlich. Vielmehr erhalten Sie eine zum Teil bereits ausgestattete Hauptplatine, die Sie nach Bedarf mit weiteren Hardware-Komponenten bestücken können. Ganz wesentlich für die Auswahl des Mainboards ist der Einsatzzweck des Rechners, also ob es sich beispielsweise um einen reinen Arbeitsrechner zum E-Mail-Checken und für Textverarbeitung handelt oder um einen Gaming-PC, auf dem Sie grafisch aufwendige Games zocken oder andere Multimedia-Inhalte konsumieren möchten.

Wichtige Kriterien sind der vorhandene CPU-Sockel, da der Prozessor einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsgeschwindigkeit und Leistungsfähigkeit des PCs hat, der verbaute Chipsatz, eventuell schon integrierte Grafikkarten sowie die Unterstützung moderner Technologien zur Beschleunigung des Rechners (etwa DDR4-Support oder höher). Auch ist auf jeden Fall darauf zu achten, welche Anschlussmöglichkeiten für weitere interne Bauteile, Karten und externe Geräte zur Verfügung stehen. Vorhanden sein sollten zum Beispiel ausreichend USB-Schnittstellen (am besten USB 3), LAN- und WLAN-SchnittstellenAudio-AnschlüsseAnschlüsse für Monitore, etwa HDMI und/oder DVI, und SATA- und M.2-Schnittstellen zur Anbindung von Festplatten.

Unser Praxistipp: Achtung, Kurzschlussgefahr!

Grundsätzlich ist es nicht schwierig, ein Mainboard im PC einzubauen, allerdings gilt es, vorsichtig vorzugehen, da es sich um empfindliche Elektronik handelt, die bei unsachgemäßer Handhabung leicht Schaden nimmt. Sehr empfehlenswert ist es – nicht nur beim Mainboard-Einbau, sondern eigentlich immer, wenn am Innenleben des PCs hantiert wird –, Maßnahmen zum ESD-Schutz zu ergreifen, also beispielsweise eine Erdungsband zu verwenden, um elektrostatische Entladungen zu verhindern. Außerdem gilt es darauf zu achten, dass das Motherboard nicht direkt auf dem Gehäuse aufliegt beziehungsweise Kontakt damit hat, da ansonsten Kurzschlüsse auftreten und die Kühlung behindert werden könnte. Praktisch sind Abstandshalter, die oft im Lieferumfang enthalten sind.

  

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Mainboards

Welchen CPU-Sockel habe ich?

Falls Sie eine neue CPU einsetzen möchten, ist es wichtig zu wissen, welcher Prozessorsockel auf Ihrem Mainboard vorhanden ist. Dafür wiederum ist es wichtig zu wissen, welches Mainboard Sie haben. Um das herauszufinden, gibt es (teils kostenlose) Analyse-Software. Wenn Sie das Modell kennen, finden Sie mit einer kurzen Online-Recherche (zum Beispiel auf der Herstellerseite) schnell heraus, welcher Sockel bei Ihnen vorhanden ist und für welche Prozessoren er sich eignet.

Der Computer startet nicht, was habe ich beim Einbau des Motherboards falsch gemacht?

Zunächst der Klassiker: Ist die Stromzufuhr gewährleistet? Man vergisst gerne mal, den Netzschalter nach getaner Arbeit wieder umzulegen. Wenn es daran nicht liegt, müssen Sie nachschauen, ob das Mainboard korrekt eingebaut ist, also ob beispielsweise der ATX-Stecker angeschlossen ist, damit die Leiterplatte mit Strom versorgt werden kann. Immer beachten: Bevor Sie das Gehäuse öffnen und sich am Innenleben des PCs zu schaffen machen, stellen Sie unbedingt die Stromzufuhr ab.

Was ist ein Chipsatz?

Ein Chipsatz setzt sich aus mehreren zusammengehörigen Schaltkreisen zusammen, die bestimmte Aufgaben erfüllen. Der PC-Chipsatz ist so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt der Platine, da er die verbauten PC-Komponenten miteinander verbindet und sozusagen für eine reibungslose Kommunikation aller Elemente sorgt. Welcher Chipsatz verbaut ist, legt teilweise fest, welche weiteren Bauteile verwendet werden können und welche Technologien unterstützt werden, daher gilt es bei der Auswahl des Mainboards unbedingt darauf zu achten. Außerdem hat der Chipsatz großen Einfluss auf die Leistung des Rechners, da er das Zusammenspiel zwischen CPU, RAM und anderen Elementen steuert.

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