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Wissenswertes zu Rückschlagventilen

Rückschlagventile für Druckluft gewährleisten eine einheitliche Durchflussrichtung von Gasen in pneumatischen Systemen. Die Gegenrichtung wird durch einen Sperrkörper im Rückschlagventil abgesperrt. Zum Einsatz kommen Rückschlagventile beispielsweise bei der Zuluftregelung. Es handelt sich um selbsttätige Ventile, die keiner externen Steuerung bedürfen.


So funktionieren Rückschlagventile

Rückschlagventile lassen nur eine Durchflussrichtung zu. In Gegenrichtung fungieren sie als Sperrventile.

Im Rückschlagventil befindet sich ein Sperrkörper, meist eine Kugel, ein Kegel, bei einigen Bauformen auch eine Klappe.

  • Fließt das Medium in die festgelegte Richtung, kann es den Sperrköper passieren.
  • Der Durchfluss in die Gegenrichtung hingegen ist nicht möglich, denn dann wird der Sperrkörper in eine Dichtungsrichtung gedrückt, sodass er absperrt und den Durchfluss in die falsche Richtung verhindert.

Abbildung: Grafik über „Funktionsschema eines Rückschlagventils“


Rückschlagventile gibt es mit und ohne Feder:

Rückschlagventilen mit Feder

Bei Rückschlagventilen mit Feder muss das Medium einen gewissen Druck haben, um den an der Feder angebrachten Sperrkörper in Fließrichtung zu überwinden.

Rückschlagventile ohne Feder

Rückschlagventile ohne Feder lassen den Durchstrom in Fließrichtung unabhängig vom Druck zu.


Praxistipp: Rückschlagventile sind selbsttätig. Ihr mechanischer Aufbau ist so primitiv, dass sie keiner externen Steuerung bedürfen.

Spezielle Rückschlagventile für pneumatische Anwendungszwecke sind Schnellentlüftungsventile und hier insbesondere die Druckluft-Sicherheitsventile. Sie sorgen dafür, dass eine Anlage entlüftet werden kann, beziehungsweise, dass sie sich automatisch entlüftet, wenn der Druck einen Schwellwert übersteigt. Es handelt sich dabei um Mehrwege-Ventile mit mindestens einem Eingang und zwei oder mehr Ausgängen.

Suchtipp: Heizkörper-Entlüftungsventile finden Sie hier.


Verschiedene Arten von Ventilverbindern

  Funktion
Absperrventil Absperrventile regulieren die Durchflussmenge und können den Fluss auch ganz unterbrechen. Der bekannteste Vertreter der Absperrventile ist der einfache Wasserhahn.
Rückschlagventil Ein einfaches Rückschlagventil sorgt dafür, dass Fluide nur in eine Richtung strömen können. Die Gegenrichtung wird durch ein Verschlussteil und eine Feder gänzlich blockiert.
Drosselrückschlagventil Drossel-Rückschlagventile können neben der Festlegung der Flussrichtung zusätzlich die Durchflussmenge drosseln. Dies geschieht durch Verringerung des Querschnitts.
Einschraubdrossel Eine Einschraubdrossel ist ein Ventilverbinder mit Drosselungsfunktion, allerdings ohne Rückschlagventil.
Sicherheitsventil Sicherheitsventile werden auch Überdruckventile genannt. Bei Überschreitung eines festgelegten Druckwertes leiten sie Gase oder Flüssigkeiten in Sammelrohrleitungen oder in die Umgebung ab, um Schäden durch zu hohen Druck zu verhindern. Für eine abweichende Aufgabe siehe Zweihand-Sicherheitsventil.

Dazu werden Rückschlagventile verwendet

Rückschlagventile legen die Fließrichtung von Flüssigkeiten oder Gasen fest. Je nach Bauart können diese Ventile unterschiedlich verwendet werden.

Druckluft-Rückschlagventile werden in pneumatischen Anwendungen eingesetzt, beispielsweise als

  • Strömungswächter bei der Gasinstallation zum Beispiel in Heizkreisläufen oder bei industriellen Anwendungen,
  • Ventile an Auto- oder Fahrradreifen. Hier sorgen sie dafür, dass beim Füllen der Reifen mit Druckluft nur Luft von draußen nach innen gelangt, aber keine Luft ungewollt aus dem Inneren des Reifens entweicht.

Auch diverse Hydraulik-Anwendungen funktionieren dank Rückschlag-Ventil:

  • Bei Heizungsanlagen legen Rückschlagventile die Fließrichtung des Betriebsmediums fest. Je nach Bauart handelt es sich dabei um Flüssigkeiten (hydraulisch) oder Gase (pneumatisch). Außerdem funktioniert die Entlüftung durch Rückschlagventile.
  • Rückschlagventile sind in vielen Haushaltsgeräten verbaut. Zum Beispiel im Heizkreislauf einer Kaffeemaschine verhindert ein Rückschlagventil, das bereits erhitztes Wasser zurück in den Wassertank gelangt.
  • Diverse Armaturen bei der Sanitär-Installation haben Rückschlagventile integriert.
  • Bei Kraftfahrzeugen werden Rückschlagventile für pneumatische und hydraulische Prozesse eingesetzt. Beispielsweise arbeiten Schwerkraftbremsen mit Rückschlagventilen. Auch der Kolben eines Wagenhebers enthält ein Rückschlagventil und gibt deswegen nicht nach, solange nicht der Bypass geöffnet wird.

Übrigens: In der Biologie finden sich ebenfalls Anwendungsbeispiele für Rückschlagventile: Die menschlichen Venenklappen legen die Durchflussrichtung des Blutkreislaufs fest und entsprechen dem Prinzip eines Rückschlagventils mit Rückschlagklappe.


Auswahlkriterien für ein passendes Druckluft-Rückschlagventil

Hinweis zum Material

Je hochwertiger, desto langlebiger. Der Grundkörper der Rückschlagventile, die Sie in dieser Sortimentssparte bei uns finden, besteht aus formstabilem technischem Kunststoff wie POM oder PBT. Gewindekörper und Kragenhülse sind aus vernickeltem Messing gefertigt, der Greifring aus rostfreiem Stahl.

Für die Auswahl eines Rückschlagventils sind Bauform, Betriebsmedium, Betriebsdruck, Umgebungstemperatur und passende Anschlüsse entscheidend.


Bauform

Bei den hier angebotenen Rückschlagventilen handelt es sich um Stromventile mit einem Eingang und einem Ausgang für den einfachen Durchstrom.

Mehrwege-Ventile für Druckluft finden Sie hier.

Abbildung: Rückschlagventil (Stromventil)


Betriebsmedium

Meist sind Ventile nur für ein Betriebsmedium, also Gas oder Flüssigkeit zugelassen. Ausnahmen bilden Rückschlagventile, die sowohl mit Druckluft als auch mit Wasser funktionieren.

Bei den Druckluft-Ventilen wiederum ist relevant, ob Ihre Anwendung mit einfacher oder gefilterter Luft arbeitet beziehungsweise, ob es sich um geölte Luft aus einer Wartungseinheit oder um Vakuum handelt. Für andere Gase als Luft sind spezielle Ventile nötig, deren Material den Eigenschaften des Gases standhält.

Hinweis: Es dürfen immer nur zugelassene Betriebsmedien verwendet werden, da es sonst zu Schäden am Material des Ventils kommen kann, was die Funktion beeinträchtigt.


Betriebsdruck

Der Betriebsdruck Ihrer Anwendung darf die zulässigen Werte des ausgewählten Rückschlagventils nicht übersteigen. Er wird in bar angegeben.

Hinweis: Ein überlastetes Rückschlagventil stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, denn zum einen könnte die Sperrfunktion durch den hohen Druck nicht mehr gegeben sein und zum anderen könnte auch die Halterung am Gewinde nachgeben, woraufhin das Rückschlagventil undicht wäre oder im schlimmsten Fall einfach weggeschleudert würde.


Temperatur

Nahezu alle angebotenen Rückschlagventile sind für eine Maximaltemperatur von 60 bis 65 °C ausgelegt. Die minimale Betriebstemperatur beträgt in der Regel 0-2 °C. Es gibt auch Ventile für den Einsatz in extremeren Umgebungen auf dem Markt, welche mit Temperaturen über 100 °C und unter dem Gefrierpunkt arbeiten können.

Die Einhaltung der zulässigen Betriebstemperatur ist wichtig, denn bei zu hohen Temperaturen könnte sich das Material des Ventils verformen oder gar schmelzen. Auch bei Frost nehmen viele Ventile Schaden. Für Anwendungen mit hohen Temperaturen sind Rückschlagventile aus Metall, beispielsweise Messing, Stahl oder Edelstahl besser geeignet als solche mit Plastikbestandteilen.

Praxistipp: Tieftemperatur-Ventile, die für sehr niedrige Betriebstemperaturen geeignet sind, werden auch als „cryogenic“ (deutsch: kryogen) beziehungsweise Cryo-Rückschlagventile bezeichnet.


Passender Rohrdurchmesser für die Installation

Damit ein Rückschlagventil sicher abdichtet und seine Funktion erfüllen kann, muss es passend zum Rohrdurchmesser der Anschlussleitungen ausgewählt werden.
Tipp: Die Angaben in Millimeter beziehen sich auf den Außendurchmesser des Rohrs. Für die Montage benötigen Sie kein Werkzeug, die Ventile werden „ready to use“ geliefert.
Generell gilt: Beachten Sie die Angaben des Herstellers im Datenblatt zu möglichen Einsatzgebieten und Umgebungsparametern, um sicherzugehen, dass Sie ein geeignetes Ventil aussuchen.


Unser Praxistipp: Der Kompressor springt nicht an

Wenn ein Kompressor den Dienst verweigert oder zischende Geräusche von sich gibt, kann das vielerlei Ursachen haben. Es deutet auf ein defektes beziehungsweise undichtes Rückschlagventil hin, wenn das Gerät „aus dem Kalten“ nicht anspringt, obwohl noch Druck im Kessel ist. Dann aber nach Ablassen des Drucks ohne Schwierigkeiten läuft. Durch das defekte Rückschlagventil wird der Druck aus dem Kessel in diesem Fall nicht mehr richtig zurückgehalten, sondern drückt sozusagen gegen den Verdichter und verhindert so ein Anlaufen.

Wichtig: Bevor Sie das Ventil austauschen – und generell vor Reparaturarbeiten an einem Druckluft-Gerät – immer den Druck ablassen!
Hinweis: In dieser Kategorie unseres Shops finden Sie Rückschlagventile als Durchstromventile für pneumatische Anwendungen. Nur wenige sind auch für den Betrieb mit Wasser geeignet.
Suchtipp: Rückschlagventile für Flüssigkeiten gibt es hier
Mehrwege-Ventile für Druckluft finden Sie hier.

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