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Ratgeber

Wissenswertes zu Sanstrahlpistolen

Mit Sandstrahlpistolen bearbeiten Sie effizient Oberflächen vieler Art. Ein feiner Sandstrahl entfernt Schmutzpartikel, Farbreste und Rost – sogar an schwer zugänglichen Stellen, völlig ohne Kraftaufwand. Worauf Sie beim Kauf einer Sandstrahlpistole oder eines Sandstrahlgeräts achten sollten, erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.

Funktionsweise von Sandstrahlpistolen

Sandstrahlpistolen werden sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld zur Reinigung und Aufbereitung verschiedener Oberflächen verwendet. Erhältlich sind Sandstrahler in mehreren Ausführungen: Neben der Sandstrahlpistole, die einfach zu bedienen und ideal für kleinere Flächen geeignet ist, gibt es Sandstrahlgeräte mit großem Fassungsvermögen für das Strahlgut sowie leistungsstarke Sandstrahlkabinen für den professionellen Gebrauch. 

Eine Strahlpistole ist ein praktisches Werkzeug für jeden (Hobby-)Handwerker, denn damit lassen sich viele Arbeiten erledigen, die oft in Haus und Garten anfallen. Dieses Funktionsprinzip steckt in den nützlichen Helfern: Per Druckluft wird das im Behälter befindliche Strahlgut schnell und gezielt auf die zu behandelnde Oberfläche geschleudert. Ohne Kraftaufwand befreien Sie auf diese Weise kleine bis mittlere Flächen von Schmutzpartikeln, Rost oder Farbresten. Besonders praktisch: Mit dem Sandstrahl gelangen Sie an schwer zu erreichende Stellen und können bei Ihren handwerklichen Tätigkeiten optimale Ergebnisse erzielen. 

Für das punktuelle Bearbeiten von Oberflächen kommt nicht nur Sand in Frage. Je nach zu behandelnder Oberfläche und gewünschter Wirkung können zum Beispiel verschiedene Granulatsorten, die in unterschiedlichen Feinheitsgraden erhältlich und so dem individuellen Bedarf entsprechend ausgewählt werden, in den Behälter gegeben werden.

Anwendungsbereiche von Sandstrahlpistolen und -geräten

Sandstrahlpistolen sind flexibel einsetzbare Arbeitsgeräte. Mit ihnen können Sie – ohne ins Schwitzen zu kommen – Gartenmöbel aus Holz schonend von Lackresten befreien. Dafür führen Sie die Pistole über die betroffene Oberfläche und sehen zu, wie die hartnäckigen Reste Stück für Stück vom Holz entfernt werden. Weiteres Werkzeug benötigen Sie hierfür im Regelfall nicht. Im Übrigen bereiten Sie durch das Sandstrahlen die Fläche zugleich für weitere Arbeiten vor und schaffen einen haftfähigen Untergrund für einen frischen Anstrich.

Mit einer Sandstrahlpistole können Sie außerdem Stein- und Betonflächen reinigen. Im professionellen Bereich wird die Technik sogar bei der Glasgestaltung eingesetzt. Um die glatten Oberflächen dekorativ zu mattieren, werden sie mit feinen Granulaten im Standstrahlverfahren bearbeitet. Auf diese Technologie spezialisierte Unternehmen entrosten schonend Karosserieteile von Autos genauso wie von Motoren und Felgen, aber auch Tor- und Zaunanlagen, Heizkörper und mehr. Überall dort, wo für Schleifgeräte, Bürsten und diverse Werkzeuge nicht genug Platz vorherrscht, erweisen sich Sandstrahlpistolen als vorteilhaft.

Sandstrahlpistole kaufen – Die wichtigsten Kaufkriterien im Überblick

Wenn Sie für Tätigkeiten rund um Haus, Garten und Auto eine geeignete Sandstrahlpistole benötigen, lohnt es sich beim Kauf genauer hinzusehen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Kaufkriterien zu den Pistolen für Sandstrahlarbeiten. 

Druck in bar:

Den maximal zulässigen Arbeitsdruck geben Hersteller für ihre Geräte in bar an. Sandstrahlpistolen für den professionellen Gebrauch sind im Vergleich zu Hobbygeräten für einen höheren Druck ausgelegt. Zumeist ist der Wert zwischen 6 und 8 bar angesiedelt.

  • Übrigens: Den maximalen Arbeitsdruck in bar sollten Sie niemals überschreiten, denn das führt nur zum erhöhten Luftverbrauch und Geräteverschleiß statt zu einer schnelleren oder effizienteren Arbeitsweise.

Luftverbrauch:

Pistolen zum Sandstrahlen arbeiten mit Luftdruck. Vergleichen Sie beim Kauf den Luftverbrauch Ihrer favorisierten Modelle. 

Behälter:

Der Saugbecher einer Sandstrahlpistole ist kompakt und bietet Platz für Strahlgut, das für kleinere Arbeiten durchaus genügt. Um den Behälter schnell befüllen zu können, sollte dieser mit einem einfach zu bedienenden Verschluss ausgestattet sein. 

Strahlmittel:

Nicht jede Pistole ist für jedes Strahlmittel geeignet. Im Regelfall sprechen Hersteller Empfehlungen aus oder geben Hinweise auf die mögliche Körnung des Strahlguts.

Rückgewinnung:

Einige Sandstrahlgeräte sind nicht nur mit einem Behälter für das Strahlmittel ausgestattet, sondern verfügen zusätzlich über einen Staubfangbeutel, der zugleich der Rückgewinnung des Sandes oder Granulats dient.
Achtung: Nicht jedes Mittel darf wiederverwendet werden!

Anschluss an den Kompressor:

Zum Sandstrahlen wird ein Kompressor benötigt, der mühelos die für das Sandstrahlgerät erforderliche Leistung erbringt. Zwar sind die meisten Pistolen für Sandstrahlarbeiten mit Anschlüssen versehen, die im Regelfall für handelsübliche Kompressorschläuche passend sind, dennoch sollten Sie beim Kauf überprüfen, ob die ausgewählte Pistole und der Kompressor zusammenpassen. Einige Modelle sind mit einem Schnellkupplungsadapter ausgestattet, der für einen komfortablen Anschluss per Schlauch am Druckluft-Kompressor sorgt.

Zubehör:

Mit speziellen Düsen, die für bestimmte Einsatzzwecke konzipiert wurden, erreichen Sie im Regelfall optimale Ergebnisse. Mit etwas Übung sowie dem richtigen Strahlgranulat benötigen Sie zum Sandstrahlen jedoch nicht zwingend zusätzliche Düsen. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings ein ausreichend langer Schlauch, um problemlos mit dem Sandstrahler arbeiten zu können. Einigen Modellen liegt ein Schlauch bei, den Sie nur noch zum Kompressor führen müssen.

Unser Praxistipp: Auf Arbeitsschutz beim Sandstrahlen achten! 

Wenn Sie die Sandstrahltechnik anwenden, ist unbedingt das Tragen von Schutzhaube, Atemschutz, Schutzbrille, Schutzhandschuhen und Gehörschutz ratsam. Selbst bei Modellen mit Rückgewinnungsprinzip ist mit Staubbelastung zu rechnen.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Sandstrahlpistolen

Eignen sich Sandstrahlpistolen für große Flächen?

Kleine bis mittlere Flächen bearbeiten Sie mit den kompakten Sandstrahlgeräten mühelos, für große Flächen müssen Sie sich schon eher in Geduld üben und mehr Zeit einplanen. 

Welches Strahlmittel ist das beste?

Was im Saugbecher landen sollte, ist vom gewünschten Ergebnis, dem zu behandelnden Untergrund und der Sandstrahlpistole abhängig. Für welche Korngröße Ihr Modell konzipiert ist, entnehmen Sie den Herstellerangaben. Unter anderem werden Glasperlen, Korunde, Hochofenschlacke, Kunststoffe, Naturprodukte wie Nussschalengranulat und Granatsand genutzt. Von Quarzsand hingegen sollten Sie Abstand halten! Die beim Strahlen mit Quarzsand entstehende Silikose kann zu Lungenschäden führen. 

Aus der Pistole wird zu wenig Material geschleudert. Wie kann man dieses Problem lösen?

Möglicherweise wurde ein Strahlgut mit einer zu großen Körnung eingesetzt. Unter Umständen ist die Strahldüse verschmutzt und muss lediglich gereinigt werden, um wie gewohnt mit der Strahlpistole weiterarbeiten zu können.
Weitere mögliche Ursachen könnten sein: ungenügende Kompressorleistung, zu feuchte Druckluft, Schlauch mit unzureichendem Durchmesser.

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