Wissenswertes zu Schlauchschellen

Was sind Schlauchschellen?

Schlauchschellen – auch Schlauchklemmen genannt – werden immer dann benötigt, wenn das Endes eines Schlauchs an einem festen Anschluss oder an einem Schlauchverbinder befestigt werden soll. Im Sanitärbereich, im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und in vielen anderen Bereichen ist das an der Tagesordnung. In der Regel bestehen Schlauchschellen aus einem ringförmigen Metallband und sind nach DIN 3017 gefertigt. Der Durchmesser lässt sich über eine Stellschraube mit einem Schneckengewinde verringern. Die Schraube greift dabei in die Schlitze des Metallbands und zieht es zusammen. Um die Schraube wieder zu lösen, wird einfach umgekehrt verfahren. Neben den klassischen Schlauchschellen gibt es weitere Modelle wie die Spannschelle, die durch ein metallenes Band festgehalten und durch einen Ratschenverschluss gesichert wird. Andere Varianten sind Feder-Schlauchschellen, die mithilfe einer Zange oder eines vergleichbaren Werkzeugs befestigt werden und durch Federkraft halten, sowie Mehrfach-Schlauchklemmen, die mehrere Schläuche nebeneinander fixieren. 

Die größten Vorteile traditioneller Schlauchklemmen aus Metall liegen im günstigen Preis und der relativ einfachen Handhabung. Es gibt aber auch einige Nachteile. So können Metallklemmen ihren Dienst versagen, wenn die Einkerbungen durch häufiges Zu- und Aufdrehen beschädigt werden. Außerdem setzen Umwelteinflüsse, vor allem Feuchtigkeit, dem Material zu, denn Metall-Schlauchklemmen neigen zur Korrosion. Aus diesem Grund werden Schlauchklemmen aus Kunststoff als Alternative angeboten.

So funktionieren Schlauchklemmen aus Kunststoff

Schlauchschellen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des Materials, aus dem sie bestehen, sondern abhängig davon auch in ihrem Aufbau. Nylon-Schlauchschellen sind ohne Schraube konstruiert. Sie bestehen aus zwei gegenüberliegenden „Mäulern“, deren Zahnreihen beim Zusammendrücken ineinandergreifen. Die Zähne sind so gestaltet, dass sie beim Zusammendrücken übereinander gleiten, sich in der Gegenrichtung durch bloßes Ziehen aber nicht voneinander lösen können.

Zur Montage werden die Schellen einfach per Hand oder mithilfe eines Werkzeugs, beispielsweise einer flachen Zange, zusammengedrückt. Danach halten sie fest. Doch wie sind die Schlauchschellen wieder zu lösen? Die Antwort ist einfach: Sie werden auseinander geschoben, und zwar seitlich. Das Lösen geht ebenso schnell und einfach vonstatten wie die Befestigung.

   

Unser Praxistipp: Nicht zu fest anziehen

Um eine feste Verbindung herzustellen, reicht es aus, die Schlauchschelle so weit anzuziehen, bis sie sich nicht mehr bewegt. Vor allem bei Schneckengewinde-Schellen besteht jedoch die Gefahr, es zu übertreiben und die Schraube weiter anzuziehen. Das kann zu Beschädigungen am Verbindungsstück führen. Deswegen gilt: aufhören, sobald sich die Schlauchklemme nicht mehr bewegen lässt. Die Verbindung zwischen Schlauch und Anschluss ist dann ausreichend fest.

    

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was sind die Vorteile von Schlauchklemmen aus Kunststoff?

Da keinerlei Zusatzkomponenten wie Schrauben benötigt werden, sind Nylon-Schlauchschellen sehr oft preisgünstiger als Metallklemmen. Darüber hinaus lassen sich Schellen aus Nylon quasi unendlich oft zusammendrücken und wieder auseinanderschieben. Außerdem sind sie unempfindlich gegenüber Wasser und rosten nicht.

Für welche Rohrdurchmesser werden Schlauchschellen angeboten?

Die Konfektionierung von Schellen aus Nylon und Metall ist ähnlich. Der Spannbereich variiert je nach Produkt und reicht vom niedrigen einstelligen bis in den dreistelligen Millimeter-Bereich. Zu beachten ist allerdings, dass die beiden „Mäuler“ der Nylon-Klemmen nur einen gewissen Spielraum zulassen. Je nach Typ liegt er bei etwa 1,5 Millimetern. Diesen Spielraum gibt es bei Metallklemmen mit Schraube so nicht, hier ist vielmehr die Länge des mit Schlitzen versehenen Teils des Metallbands entscheidend.