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Ratgeber

Einwegkameras und analoge Fotografie

Analoge Fotografie ist wieder im Kommen. Einwegkameras eignen sich besonders gut für einen kostengünstigen Einstieg in die Analogfotografie – und nicht nur das: auch auf Reisen, Festivals, Hochzeiten und anderen Events werden sie gern genutzt. Sie sind preiswert, intuitiv bedienbar und machen mitunter selbst unter Wasser gute Aufnahmen. Wie Einwegkameras funktionieren und worauf beim Kauf zu achten ist, verraten wir in unserem Ratgeber.



Einwegkameras: Kompakt, günstig und vielseitig einsetzbar

Analoge Fotografie hat ihren ganz eigenen Reiz: Film einlegen, Motiv auswählen und auf den Auslöser drücken – so oft, bis der Film voll und bereit zum Entwickeln ist. Weg von hunderten Fotos, die auf Speicherkarten, Festplatten oder sozialen Medien ihr Schattendasein fristen, und hin zu Bildern, die wirklich bedeutungsvoll sind. Fotografie in ihrer Ursprungsform erlebt derzeit ein Revival. Analoge Kameras, insbesondere Sofortbildkameras und Einwegkameras, sind in großer Vielfalt und schon zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

Bei großen und wichtigen Events wie einem Firmenjubiläum, einer Hochzeits- oder Geburtstagsfeier dürfen Fotos als Erinnerungsstücke nicht fehlen. Einwegkameras sind prädestiniert für den Einsatz auf Veranstaltungen. Gastgeberinnen und Gastgeber können die einfach zu bedienenden Geräte an ihre Gäste verteilen, die damit tolle Schnappschüsse kreieren und aus ihrer Perspektive die schönsten Augenblicke der Feierlichkeit fotografieren können, um sie für immer festzuhalten.

Da analoge Einwegkameras im Regelfall kein Display haben, können die aufgenommenen Fotos nicht vorab angeschaut werden: Fotografie mit Überraschungseffekt! Das Ergebnis sehen Sie erst, wenn der Film entwickelt ist.

Auch im Urlaub kommen Einwegkameras zum Einsatz. Gerade für Aufnahmen im Sand, unter Wasser oder ähnlichen für Kameras ungünstigen Umgebungsbedingungen sind die Geräte je nach Ausstattung ideal geeignet – ganz im Gegensatz zu teuren Digitalkameras, die schnell beschädigt werden können.

Für Fotografie-Projekte sind die Geräte ebenfalls verwendbar. Im Jahr 1999 beispielsweise verteilte der deutsche Journalist Philipp Abresch Einwegkameras an im Kosovo lebende Kinder, um die Zustände des zur damaligen Zeit herrschenden Kriegs fotografisch zu dokumentieren – quasi aus nächster Nähe. Ein selbst aufgenommenes, analoges Foto bietet einen besonders tiefen Einblick in persönliche Lebenswelten.

Erhältlich sind Einmalkameras in unterschiedlichen Ausführungen. Einige verfügen zum Beispiel über einen Blitz oder sind speziell für Aufnahmen unter Wasser konzipiert. Viele Modelle kosten weniger als 10 Euro. Ein Film ist inklusive und bereits eingelegt – so können Sie direkt losknipsen und sich in die Welt der analogen Fotografie vortasten.



Funktionsweise von Einmalkameras

Aufgrund des geringen Preises verfügen Einwegkameras nur über die Bauteile, die man für Fotoaufnahmen braucht. Das hat den Vorteil, dass die Kameras kinderleicht zu bedienen sind, denn der Funktionsumfang ist auf ein Minimum reduziert. Der Nachteil: Einstellungen, etwa in Bezug auf die Blende bzw. Lichtempfindlichkeit, sind nicht möglich.

So sind Einwegkameras aufgebaut:

Das Gehäuse (7) besteht normalerweise aus Kunststoff oder verklebtem Karton. Das Design variiert von Modell zu Modell. So kann das Gehäuse kann in schlichten Farben gehalten oder mit einem knallbunten Muster versehen sein. Wasserdichte Kameras verfügen über ein versiegeltes Kunststoff-Gehäuse. Hersteller geben an, ob eine Kamera beispielsweise spritzwassergeschützt ist oder bis zu einer bestimmten Tiefe untergetaucht werden kann. Planen Sie Unterwasseraufnahmen, sind dedizierte Unterwasser-Kameras die richtige Wahl.

Das Fotografieren funktioniert nach dem altbewährten Prinzip der analogen Fotografie über einen Sucher (3), durch den beim Aufnehmen man schaut, eine Linse (6) und einen Auslöseknopf (1).

Zum Teil gibt es einen integrierten Blitz (4), der sich ein- und ausschalten lässt (5). Dieser erhellt die nähere Umgebung, so dass das Bildrauschen auf dem Foto reduziert wird.

Mit dem Rädchen an der Rückseite wird der Film nach jedem Knipsen zum nächsten Foto vorgerückt. Auf der Anzeige (2) ist die Anzahl der verbleibenden Fotos zu sehen, die man mit dem Film machen kann. Der Film, meist ein Kleinbildfilm, ist genauso wie die Batterien fest im Kameragehäuse verbaut und kann nicht gewechselt werden.

Das Fotografieren mit einer Einwegkamera ist einfach: Rädchen bis zum Anschlag drehen, gegebenenfalls Blitz einschalten, Motiv durch den Sucher anvisieren und schließlich den Auslöser betätigen.



Fotos auf Einwegkameras entwickeln lassen

Zum Entwickeln von Fotos muss die Einmalkamera in ein Fotolabor gebracht werden. Versuchen Sie nicht, den Film eigenhändig aus dem Gehäuse zu nehmen.

Sonst kann es passieren, dass der Film beschädigt und die Aufnahmen infolgedessen unbrauchbar werden.

In der Regel können mit einer Einmalkamera 27 Fotos geschossen werden, einige Modelle erlauben auch mehr. Ist es an der Zeit, den Film entwickeln zu lassen, bringen Sie die Kamera in ein Fotolabor oder schicken sie beispielsweise über eine Drogeriemarktkette, die einen entsprechenden Service anbietet, ein. Wenige Tage später halten Sie Ihre Fotos in den Händen – wahlweise auf Fotopapier oder in digitaler Form auf CD.

Entwickelte Bilder können Sie in Alben kleben, in Bilderrahmen aufstellen oder aufhängen. Haben Sie sich für die digitale Version entschieden, so können Sie die Fotos auf der Festplatte Ihres PCs speichern, bei Bedarf bearbeiten und mit anderen teilen.



Einwegkamera kaufen – von technischen Eigenschaften bis zum Design

Wenn Sie in die analoge Fotografie einsteigen oder Gästen auf einer Feier Einwegkameras aushändigen möchten, sollten Sie sich vor dem Kauf mit den wichtigsten Eigenschaften der Geräte vertraut machen. Mit Einwegkameras können Schwarz-Weiß- oder Farbaufnahmen gemacht werden.

Ein Großteil der Modelle ist auf analoge Farbfotografie ausgelegt. Einige Hersteller bieten jedoch auch Kameras mit Schwarz-Weiß-Filmen an. Prüfen Sie die maximale Anzahl an Bildern, die geschossen werden kann. Viele Einweg-Kameras sind mit Filmen für 27 Bilder ausgestattet, bei einigen sind 36 Bilder möglich.

Ein Blick auf Größe und Gewicht ist immer lohnenswert. Im Regelfall sind Einwegkameras sehr kompakt, leicht und robust gebaut, so dass Sie die Geräte beispielsweise auch in Kinderhände geben oder auf Reisen mitnehmen können. 

Für die Verwendung im Freien sind spritzwassergeschützte Outdoor-Einwegkameras zu empfehlen. Fotos unter Wasser können Sie mit Unterwasser-Einwegkameras schießen. Ein Blitz ist bei letztgenannten im Normalfall nicht integriert. Grund hierfür ist, dass durch das Blitzlicht kleine Partikel im Wasser angestrahlt und hervorgehoben würden. So wäre das eigentliche Motiv kaum mehr zu erkennen. Prüfen Sie, bis zu welcher Tiefe die Einmalkamera wasserdicht ist.

Was technische Feinheiten, Einstellungsoptionen und die Qualität der Bilder betrifft, dürfen Sie keine Vergleiche zu professionellen Kameras ziehen. Verschlusszeit und Blende können Sie nicht beeinflussen. Beides ist fest vorgegeben. Je geringer die Verschlusszeit, desto unschärfer wird das Bild bei bewegten Motiven:

Die Blendenzahl dient der Regulierung der Lichtdurchlässigkeit. Viele Modelle weisen einen Wert zwischen f/8 und f/11 auf.


Bezüglich der Lichtempfindlichkeit ist ein Kleinbildfilm mit ISO 400 empfehlenswert. Je höher der ISO-Wert, desto stärker das Bildrauschen:


Eine Kamera mit eingebautem Blitz erweist sich als praktisch, wenn bei schlechten Lichtbedingungen fotografiert werden soll. Idealerweise ist der Blitz manuell ein- und ausschaltbar.
Bei der Anschaffung von Einwegkameras für besondere Anlässe gilt dem Design ein besonderes Augenmerk. Speziell für Hochzeiten sind viele Modelle im thematisch passenden Look erhältlich, aber auch für andere Anlässe gibt es eine große Auswahl.

Zu guter Letzt spielt die Haltbarkeit der Einwegkamera beziehungsweise des integrierten Films eine wichtige Rolle. Für analoge Filme geben Hersteller ein Ablaufdatum an. Innerhalb der angegebenen Haltbarkeit sind keine Einbußen bezüglich der Qualität zu befürchten.



Unser Praxistipp: So knipsen Sie tolle Fotos mit der Einwegkamera!

Bevor Sie losknipsen, lohnt sich ein Blick auf die Verpackung oder beiliegende Anleitung. Einige Hersteller weisen auf einen Mindestabstand zwischen Kamera und Motiv hin. Nicht jede Einwegkamera ist für eindrucksvolle Nahaufnahmen geeignet. Halten Sie mindestens einen Meter Abstand zum Motiv. Die besten Fotos entstehen immer bei guten Lichtverhältnissen. Optimal ist natürliches Sonnenlicht. Einwegkameras mit Farbfilm bringen Farben bei passender Beleuchtung noch mehr zum Strahlen. Wagen Sie auch einen Perspektivwechsel und drücken Sie nicht nur auf Augenhöhe auf den Auslöser. Aufnahmen vom Boden können durchaus interessante Perspektiven eröffnen.



FAQ – häufig gestellte Fragen zu Einwegkameras und zur analogen Fotografie

Gibt es spezielle Einwegkameras für Hochzeiten?

Viele Hersteller bieten Einmalkameras in speziellen Designs an, darunter auch Hochzeitskameras. Solche Modelle sind häufig in Weiß gehalten oder mit dekorativen Blumenprints versehen. Wenn Sie eine größere Anzahl an Einwegkameras für eine Hochzeit benötigen, lohnt sich die Anschaffung eines mehrteiligen Sets preislich eventuell mehr. Funktional unterscheiden sich Hochzeitskameras von den Standardmodellen nicht. Ein integrierter Blitz sollte vorhanden sein, um auch in den Abendstunden schöne Bilder machen zu können.
 

Wie können Filme der Analogfotografie digitalisiert werden?

Hierfür gibt es spezielle Scanner, mit denen Negative gescannt und gespeichert werden können. Darüber hinaus bieten Fotolabore den Service an, eine digitale Version der Fotos zu erstellen, die man als CD mitbestellen kann.

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