Ratgeber

Laser Lichteffekte » Die Vielfalt der bunten Lichttechnik

In der Disco und auf Konzerten gehören sie zum Inventar und viele Menschen nutzen Sie beispielsweise zu Weihnachten, um mit einem Projektor winterliche Muster wie Schneeflocken an der Hauswand tanzen zu lassen. Die Rede ist von Laser-Lichteffekten. Welche Möglichkeiten Ihnen diese Lichttechnik eröffnet und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.



Was sind Laser Lichteffekte?

Da die Nutzung in Clubs und Discos so weit verbreitet ist, wird die Frage „Was ist ein Disco-Laser?“ häufig synonym genutzt. In der Praxis gibt es jedoch viele verschiedene Einsatzbereiche von Laser im Zusammenhang mit Beleuchtung. Eine allgemein gehaltene Definition lautet daher: In diese Kategorie fallen alle Geräte, die Laser nutzen, um eine besondere Atmosphäre mit Licht zu erzeugen. Je nach gewünschtem Effekt kann das Farbspektrum ausgewählt werden. Die Farben warm- und kaltweiß stehen ebenso zur Auswahl wie Rot, Grün, Blau und Gelb. Manche Lichteffekte setzen zusätzlich auf Schwarzlicht (UV). Für eindrucksvolle Show-Effekte werden Party-Laser oft gemeinsam mit einer Nebelmaschine genutzt. Das sorgt vor allem in der Disco für besondere Momente auf der Tanzfläche.

Für die Intensität einer Show- und Bühnenbeleuchtung spielt es eine große Rolle, welche Leuchtmittel genutzt werden. Für kleinere Partys, kleine Bühnen und im privaten Rahmen werden bevorzugt LED-Laser eingesetzt. Mit LEDs in den Geräten können in durchschnittlich großen Räumen gute Effekte erzielt werden. Ferner gibt es LED-Projektoren für den Außenbereich. Ein Vorteil der LED-Wahl: LEDs sind energiesparend und erwärmen sich nicht übermäßig stark. Allerdings genügt das LED-Licht für ein professionelles Bühnenlicht, große Laser-Shows und die Disco selten. Hier sind klassische Laser gefragt, die eine enorm hohe Lichtausbeute mit sich bringen. Es gibt Modelle, die in sich LEDs und Laser kombinieren, um ein Gerät für verschiedene Anwendungsfälle zu bieten.


Abgrenzung zu anderen Einsatzbereichen der Lasertechnik

Ein Laserstrahl ist gebündeltes Licht. Die Wellenlänge entscheidet darüber, wofür der Laser eingesetzt werden kann. Neben der Gestaltung von Lichteffekten sind Laserstrahlen auch in der Medizin, im Fahrzeugbau und anderen Bereichen einsetzbar. Dort dienen sie nicht als Party-Laser, sondern werden beispielsweise für den Zuschnitt von Blechen oder bei Operationen genutzt.



Wo werden Laser-Lichteffekte genutzt?

Der Gedanke an Discos und Clubs kommt zwar zuerst, doch damit sind die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Die Laserstrahlen dienen dazu, diverse Farbeffekte und Muster auf Oberflächen zu projizieren. Das kann die Tanzfläche auf einer Party und in einer Disco sein oder auch die Bühnenbeleuchtung für Konzerte, Musicals und Theatershows. Lichteffekte mit klassischer Laser- oder LED-Technik werden außerdem für Messen, zu Weihnachten und für andere Großveranstaltungen wie Musik-Festivals genutzt. 

Prinzipiell muss unterschieden werden, ob die erzeugten Lichter und Muster in Räumen oder im Außenbereich genutzt werden sollen. Wer Laser- und LED-Technik outdoor benutzen möchte, sollte Geräte wählen, die über die Schutzklasse IP67 verfügen. Die Gehäuse sind staubdicht und trotzen Wasser selbst beim zeitweiligen Untertauchen. Letzteres kann zum Beispiel bei einer Party am Gartenpool wichtig werden.



Welche Laserklassen werden unterschieden?

Laserklassen

1

ungefährlich 
1C ungefährlich für das Auge, ev. gefährlich für die Haut 
1M ohne die Verwendung von Lupen und Ferngläser ungefährlich 
2 kurzzeitige Bestrahlung ist ungefährlich 
2M bei kurzzeitiger Bestrahlung ungefährlich, solange keine Lupen und Ferngläser verwendet werden 
3R gefährlich für das Auge 
3B gefährlich für das Auge und ev. auch für die Haut 
4 sehr gefährlich für das Auge und gefährlich für die Haut 

Die Entscheidung, ob man LED oder klassischen Laser wählt, spielt auch für die Sicherheit eine große Rolle. Laserstrahlen bringen je nach Wellenlänge ein Risiko mit sich, weshalb die Sicherheitsvorschrift DIN EN 60825-1 die Laserklassen genau festlegt. Als besonders gefährlich gilt die Klasse 1, während die Klasse 1C zwar harmlos für die Augen ist, jedoch der Haut schaden könnte. 1M gilt als ungefährlich, solange keine Lupen/Ferngläser im Einsatz sind. Klasse 2 ist bei kurzzeitiger Anwendung unbedenklich, 2M nur bei kurzer Nutzung ohne Lupen oder Ferngläser. Die weiteren Laserklassen dürfen nur von Lasersicherheitsbeauftragten in Betrieb genommen werden.

Die Klasse 3R ist für die Augen gefährlich, die Klasse 3B für sowohl Augen als auch für die Haut. In Discos und auf größeren Club-Partys kommen meist Lichteffekt der Klasse 3 zum Einsatz. Die höchste Klasse 4 fasst alle Laser zusammen, die gefährlich für die Haut und sehr gefährlich für die Augen sind. Wie die Beleuchtung für Shows und in Discos zum Einsatz kommt, muss vorab im Detail vom Lasersicherheitsbeauftragten geplant werden, damit Mitwirkende und das Party-Publikum keiner Gefahr ausgesetzt sind.



Wie funktionieren Laser-Lichteffekte?

Viele Laser arbeiten mit der sogenannten DMX-Technik. DMX steht für Digital Multiplex. Es handelt sich um ein digitales Steuerprotokoll, um eine intelligente Steuerung zu ermöglichen. Die Laser- und LED-Geräte werden über ein Lichtmischpult bedient, wobei jedes Leuchtmittel mit exakt einem Kanal verbunden ist und daher individuell angesteuert wird. Auf diese Weise können gewünschte Lichteffekte des Party- oder Bühnenlichts individuell aktiviert und deaktiviert werden. Wird lediglich eine kleinere Party- oder Bühnenbeleuchtung benötigt, kann die Steuerung auch via Fernbedienung erfolgen. Fernbedienungen nutzen Funk, um die gewünschten Lichter zu- und auszuschalten. Oft sind hier mehrere Programme voreingestellt und können über die Fernbedienung ausgewählt werden. Die Komplexität der Möglichkeiten ist jedoch kleiner.

Viele laser- oder LED-basierten Bühnen- und Disco-Lichter sind von den Herstellern mit vorprogrammierten Lichteffekten ausgestattet. Dazu gehören verschiedene Farben, die statisch, im Wechsel oder pulsierend ausgestrahlt werden können. In einer Disco oder auf einer Party wird das Licht bevorzugt im Rhythmus der Melodien gewechselt. Zum Funktionsumfang vieler Geräte gehört außerdem der Strobe-Effekt. Das Licht wird hierfür in schnell folgenden Lichtblitzen ausgestrahlt. Für das Gehirn und das Auge erscheint die Umgebung abgehackt, weshalb normale Bewegungen plötzlich wie in Zeitlupe erscheinen. Auf Partys ist dieser Effekt beim Tanzen sehr beliebt. Abseits der Stroboskop-Funktion gibt es eine Reihe weiterer Party-Programme, die sehr gefragt sind, darunter 3D-Licht-Bilder.


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