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Wissenswertes zu Luftkühlern

Ein Rekordsommer jagt den nächsten und wir werden uns aller Wahrscheinlichkeit nach an Temperaturen an der 40 °C-Marke gewöhnen müssen. Was also tun, wenn ein Ventilator an heißen Sommertagen keine ausreichende Linderung bringt und eine Klimaanlage nicht verfügbar ist? Luftkühler beziehungsweise Aircooler können in solchen Fällen Abhilfe schaffen. Wie die Geräte funktionieren und was es beim Kauf zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Luftkühler im Überblick

Luftkühler (englisch: Aircooler) gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen, angefangen vom kleinen, würfelförmigen Gerät, das bequem auf dem Nachttisch Platz findet oder als mobiler Luftkühler fungieren kann, bis hin zum großen Standgerät. Das Arbeitsprinzip ist bei allen Luftkühlern identisch: Wasser aus einem Tank wird durch eine von einem integrierten Ventilator erzeugten Luftstrom zerstäubt. Die erhältlichen Modelle unterscheiden sich in der Größe des eingebauten Tanks. Je größer er ist, desto länger kann der Kühler seine Arbeit verrichten.

Darüber hinaus gibt es Unterschiede bei der sonstigen Ausstattung: Viele Luftkühler lassen sich mit einer Fernbedienung steuern. So kann das Gerät bequem vom Sofa oder Bett aus geregelt werden. Ein Plus an Komfort bietet eine Timer-Funktion, die beispielsweise dafür sorgt, dass der Kühler im Schlafzimmer sich nach der Einschlafphase selbstständig abschaltet. So wird sichergestellt, dass Sie über Nacht nicht zu lange kühler Luft ausgesetzt sind. Zusätzlich kann ein Timer dabei helfen, den Energieverbrauch in Grenzen zu halten. Ein spezieller Nacht-Modus wiederum ist nützlich, um das Betriebsgeräusch zu verringern und damit für einen ungestörten Schlaf zu sorgen. Einige Aircooler lassen sich auch als Luftbefeuchter einsetzen und tragen damit, beispielsweise während der Heizperiode, zu einem angenehmen Raumklima bei. Mitunter können Sie Luftkühler auch als konventionelle Ventilatoren verwenden, die kühle Luft erzeugen. Dabei stehen, je nach Modell, verschiedene Umdrehungsgeschwindigkeiten zur Verfügung.

Wie funktionieren Aircooler?

Das Prinzip der Verdunstungskühlung wird schon seit geraumer Zeit genutzt, um zum Beispiel die Kühlung moderner Rechenzentren effektiver zu gestalten. Mittlerweile sind die Einsatzgebiete noch deutlich vielfältiger. Luftkühler funktionieren im Grunde alle nach dem gleichen Schema und sind ähnlich aufgebaut. Im Inneren gibt es einen Wassertank, der das Kühlmedium vorhält. Mit dieser Flüssigkeit wird eine Matte aus textilem Gewebe entweder besprüht oder das Wasser läuft daran hinunter. Ein starker Ventilator saugt die warme Umgebungsluft an und bläst sie durch die befeuchtete Matte. Den physikalischen Vorgang, der sich dabei vollzieht, nennt man Verdunstungskühlung oder auch adiabatische Kühlung.

Wenn man von adiabatischer Kühlung spricht, ist eigentlich eine adiabatische Zustandsänderung gemeint. Es handelt sich um einen thermodynamischen Prozess, bei dem Wasser durch von außen zugeführte warme Luft verdunstet. Hierbei findet ein sogenannter Phasenübergang statt, bei dem der Luft Wärme entzogen wird. Je höher die Außentemperatur, desto schneller und besser verdunstet das Wasser. Die Außentemperatur spielt bei der Verdunstungskühlung also eine wichtige Rolle, denn sie ist ein Faktor, der bestimmt, wie effizient der adiabate Prozess abläuft. Ebenfalls relevant ist die Luftfeuchtigkeit, da die Umgebungsluft lediglich eine bestimmte Menge an Wasser binden kann, bis die maximale Sättigung erreicht ist. Wenn eine Sättigung von 100 Prozent erreicht ist, kann die Raumluft keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Für einen optimalen Betrieb einer auf Verdunstungskälte basierenden Kühllösung ist daher eine möglichst geringe Luftfeuchtigkeit wichtig.

Das sollten Sie beim Kauf von Aircoolern beachten

Wenn Sie mit Gedanken spielen, einen Luftkühler zu kaufen, sollten Sie einige Punkte beachten. Wählen Sie ein Gerät, das zur Größe des Raumes passt, den Sie kühlen möchten. Ein kleines tragbares Gerät wird in einem großen Wohnzimmer nur einen relativ kleinen Effekt erzielen. Solche Kühler eignen sich für den Nacht- oder Schreibtisch und sollten nahe am Anwender aufgestellt werden. Zum Kühlen größerer Räumlichkeiten sollten Sie zu einem Standgerät greifen. Achten Sie zudem auf einen möglichst hohen Luftdurchsatz. Ein Luftkühler mit schwachen Ventilator bringt weniger Kühlleistung als ein Modell mit stärkerer Ventilation.

Insbesondere bei Standgeräten erweist sich eine Fernbedienung als nützlich, damit Sie nicht immer aufstehen müssen, um die Intensität des Luftstromes zu verändern. Ebenfalls wichtig ist ein ausreichend großer Wassertank. Bei einem großen Standgerät darf das Fassungsvermögen durchaus 6 Liter betragen. Der Behälter sollte zum Zweck der Reinigung komplett entnehmbar sein. Achten Sie darüber hinaus auf ein niedriges Betriebsgeräusch. Das ist in Büroräumen ebenso wichtig wie beispielsweise im Schlafzimmer, damit sich das Gerät nicht als akustischer Störfaktor herausstellt. Sie Sie Allergiker? Falls ja, empfiehlt sich ein Modell mit integriertem Filter, der Allergene aus der umgewälzten Luft herausfiltert. Die Leistungsaufnahme des Kühlers gilt es beim Kauf ebenfalls zu berücksichtigen. Wenn der Luftkühler im Sommer mehrere Stunden am Stück für Erfrischung sorgen soll, birgt ein Gerät mit vergleichsweise geringem Stromverbrauch ein beachtliches Energiesparpotenzial.

Unser Praxistipp: Wasser mit Eis kühlen

Sie können die Kühlleistung Ihres Air Conditioners verstärken, wenn Sie den eingebauten Wassertank zusätzlich mit Eiswürfeln oder Kühlakkus befüllen. So lässt sich die Wassertemperatur senken, was den Kühleffekt noch einmal deutlich verstärkt.

FAQ - häufig gestellte Fragen zu Aircoolern

Was muss ich beim Betrieb eines Luftkühlers beachten?

Beim Einsatz von Air Cooling wir die durch die Befeuchtungsmatten strömende Luft mit Wasser angereichert. Wenn Sie ein solches Gerät längere Zeit verwenden, wird die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumlichkeiten deutlich ansteigen. Sorgen Sie daher für eine gute und regelmäßige Lüftung, um der Bildung von Schimmel vorzubeugen. Darüber hinaus sollten die Befeuchtungsmatten regelmäßig gereinigt und ausgetauscht werden.

Benötigt mein Aircooler einen Abluftschlauch, wie er bei einem Klimagerät verwendet werden muss?

Nein, Sie benötigen keinen Abluftschlauch. Ein Klimagerät (Monoblock) saugt die warme Umgebungsluft an, leitet diese durch ein Kühlaggregat und gibt sie schließlich wieder an den Raum ab. Beim Kühlvorgang entsteht eine nicht zu unterschätzende Abwärme, welche durch einen Schlauch nach außen geführt werden muss. Ein Luftkühler funktioniert dagegen nach dem Prinzip der Verdunstungskälte. Bei diesem physikalischen Prozess entsteht keine Abwärme, die abgeführt werden muss, entsprechend ist auch kein Abluftschlauch erforderlich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Luftkühler und einem Luftbefeuchter?

Ein Luftbefeuchter zerstäubt Wasser, zum Beispiel mittels Ultraschall, und bläst die Feuchtigkeit in die Raumluft. Eine Kühlung findet bestenfalls statt, wenn Sie sich unmittelbar vor dem Gerät in der Wolke aus feinen Wassertröpfchen befinden. Ein Luftkühler befeuchtet eine Matte mit Wasser und bläst dann warme Raumluft hindurch. Dadurch kommt an der feuchten Matte zu einem Phasenübergang, bei dem die hindurchströmende Luft abgekühlt wird.

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