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Wissenswertes zu microSD-Karten

Neben den größeren SD-Karten nimmt die Verbreitung der kompakten Speicherkarten im microSD-Format deutlich zu. Großen Anteil an dieser Entwicklung haben moderne Smartphones und Tablet-PCs, die sich leicht und kostengünstig mit microSD um viele GB Speicher erweitern lassen. Erfahren Sie in unserem Ratgeber alles über die Funktionsweise der Karten und worauf Sie beim Kauf achten sollten.


 

microSD-Cards und deren Verwendung

Micro-SD-Karten laufen langsam, aber sicher der klassischen SD-Karte den Rang ab. Egal ob in Smartphones, MP3-PlayernTablet-PCs oder sogar in Spielekonsolen und Action-Cams – die von der Firma SanDisk entwickelten Speicherkarten werden in vielen Geräten genutzt. Dabei sind die kleinen Cards nicht nur äußerst robust, sondern auch unempfindlich gegenüber Erschütterungen und damit perfekt für die Verwendung in mobilen Geräten geeignet. Mit Speicherkapazitäten von bis zu 1000 GB machen die kompakten Speicherkarten in vielen Fällen sogar eine konventionelle Festplatte überflüssig und sind noch einmal deutlich kleiner als ein USB-Stick. Sie bieten ausreichend Platz für die Aufnahme von Full-HD-Videos und ermöglichen es Ihnen, Ihre komplette Musiksammlung immer und überall auf dem Smartphone dabei zu haben.



 

Aufbau einer Speicherkarte im microSD-Format

Während eine normale SD-Karte circa 32 x 24 x 2,1 mm misst, fallen die Abmessungen einer SDHC- oder Micro-SD-Speicherkarte mit lediglich 11 x 15 x 0,7 mm deutlich kleiner aus. Im Inneren des kompakten Gehäuses befindet sich der Controller sowie ein Speicherchip der, je nach Modell, bis zu 1000 GB (beispielsweise SanDisk Extreme PRO R170/W90) an Daten aufnehmen kann. Während bei SD-Karten ein Schreibschutz über einen Schieber aktiviert werden kann, findet sich diese Funktion bei einem microSDHC-Speicher aufgrund der geringen Größe nicht. Mit einem SD-Adapter kann die Funktion allerdings weiter genutzt werden.


Wie funktioniert Flash-Speicher?

Im Gegensatz zu einer normalen Festplatte besitzen Speicherkarten keine beweglichen Teile. Zum Speichern von Informationen wird daher auch nicht auf rotierende Magnetscheiben, sondern auf den sogenannten Flash-Speicher zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um nichtflüchtige Speicherbausteine, die Informationen in Form von elektrischen Ladungen speichern. Durch den Einsatz von Flash-Speicher sind Speicherkarten resistent gegenüber Vibrationen und schließlich ermöglichen erst diese Speicherbausteine die kleinen Formfaktoren von SD oder microSD. Darüber hinaus können moderne microSDHC und microSDXC Flash-Speicherkarten, wie etwa die SanDisk Karten der Ultra Serie, Transferraten erreichen, die einer herkömmlichen Festplatte deutlich überlegen sind.


Kapazitätsklassen von microSD-Karten

Die SD-Association lizenziert microSD-Karten bis jetzt nach drei Kapazitätsklassen: Bei microSD (SecureDigital Standard) beträgt der verfügbare Speicher zwischen 8 MB und 2 GB, dabei kommt das Dateisystem FAT16 zum Einsatz. Bei microSDHC (Standard Secure Digital High Capacity) liegt die Kapazität bereits bei 4 GB bis 32 GB. Aufgrund der größeren Speicherkapazität wird das Dateisystem FAT32 verwendet. Die aktuellste Version trägt die Bezeichnung microSDXC (Secure Digital Extended Capacity) und kann zwischen 64 GB bis hin zu 1000 GB (theoretisch sind maximal 2000 GB möglich) an Daten speichern. Die weiter angestiegene Speicherkapazität macht einen Wechsel zum exFAT-Dateisystem erforderlich.


microSD Geschwindigkeitsklassen 

Wie bei normalen SD-Karten üblich, wird auch microSD in verschiedene Geschwindigkeitsklassen unterteilt. Damit ein Gerät die schnelleren Speicherkarten verwenden kann, ist es zudem nötig, dass der entsprechende SD-Bus-Modus unterstützt wird. Die niedrigste Geschwindigkeitsklasse ist die Class 2. Hier liegt die minimale Schreibrate bei lediglich 2 Mb/s, genutzt wird der Normal Speed SD-Bus-Modus. Bei Class 4 wird ebenfalls der Normal-Speed-Modus genutzt, die Schreibrate hat sich allerdings auf nunmehr 4 Mb/s verdoppelt. Speicherkarten mit der Geschwindigkeitsklasse Class 6 können Daten mit mindestens 6 Mb/s schreiben und verwenden ebenfalls den Normal-Speed-Modus. Karten der Geschwindigkeitsklasse Class 10 benötigen ein Gerät, das den High-Speed-Modus unterstützt. Die Schreibrate solcher Speicherkarten liegt bei mindestens 10 Mb/s. Bei den neuesten microSD-Speicherkarten wurde die UHS-Speedclass UHS Class 1 und UHS Class 2 eingeführt. Während bei UHS Class 2 die Geschwindigkeit bei minimal 10 Mb/s liegt, beträgt diese bei einer UHS-Class-3-Speicherkarte mindestens 30 Mb/s. Um die volle Geschwindigkeit ausnutzen zu können, setzen beide Standards ein Endgerät voraus, das den UHS-I- oder UHS-II-Modus beherrscht.


SD-Adapter und USB-Adapter für microSD-Cards

Der große Vorteil von microSD sind die kompakten Abmessungen der Speicherkarten. Allerdings setzt eine solche Karte ein passendes Lesegerät voraus. Während die Nutzung von Speicherkarten im microSD-Format bei Smartphones, Tablet-PC und vielen Kameras kein Problem darstellt, ist die Nutzung an Computer oder Notebook häufig nicht ohne einen passenden Adapter möglich. Wenn Ihr Computer über einen SD-Kartenslot verfügt, kann eine Karte im microSD-Format einfach mit einem SD-Adapter genutzt werden. Ein solcher Adapter hat die Abmessungen einer normalen SD-Karte und kann eine microSD-Karte aufnehmen. Viele Hersteller legen ihren Cards bereits ab Werk einen solchen Adapter bei. Doch was tun, wenn der Computer über kein eingebautes Kartenlesegerät verfügt? In einem solchen Fall können Sie auf einen speziellen Adapter zurückgreifen, der einfach in einen freien USB-Anschluss gesteckt wird. Eigentlich handelt es sich dabei nicht nur um einen Adapter, sondern um einen USB-Kartenleser.


Worauf muss man beim Kauf von microSD-Karten achten?

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Gerät, mit dem Sie die Speicherkarte verwenden möchten, die entsprechende Speicherkapazität verwalten kann. Speziell ältere Geräte haben häufiger Probleme mit microSDHC-Speichermedien, die größer als 64 GB sind. Falls Ihr Gerät entsprechende Micro-SD-Karten unterstützt, sollten Sie mindestens zu einer Karte mit 64 GB Speicherkapazität, wie etwa die SanDisk Ultra R48, greifen. Kleine Karten kosten nicht bedeutend weniger, so dass der Preisvorteil nicht der Rede wert ist. 

Auch die Kapazitätsklasse kann speziell bei älteren Hosts Probleme bereiten: Ein Gerät das Speicherkarten des SD-Standards unterstützt, ist nicht mit microSDHC oder microSDXC-Karten kompatibel. Dagegen können bei einem SDHC-Host Karten nach microSDHC- und microSD-Standard verwendet werden. Besitzen Sie dagegen ein Gerät, welches mit Micro-SDXC-Speicherkarten kompatibel ist, kann dieses auch microSDHC und microSD-Karten verwalten. Es besteht also immer eine Abwärtskompatibilität.

Ebenfalls zu beachten ist, dass microSDHC-Karten, die mit dem neuen UHS-Bus (also UHS-I und UHS-II) arbeiten, nur mit Geräten kompatibel sind, die diesen Bus auch unterstützen. Wird beispielsweise ein UHS-I-Speichermedium in einem Gerät verwendet, das den UHS-Bus nicht unterstützt, so erfolgt der Betrieb lediglich mit dem Standard-Bus und der passenden langsameren Speed Class anstatt der schnellen UHS-Speedclass. Wenn Sie von Ihrem Rechner aus auf eine microSDXC- oder microSDHC-Card zugreifen möchten, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass sich ein SD-Adapter im Lieferumfang befindet. Mit einem Adapter können Sie eine microSDXC-Speicherkarte einfach in einen SD-Kartenslot stecken und wie gewohnt nutzen. 

Wenn Sie eine Speicherkarte für Video-Aufnahmen benötigen, sollten Sie auf die sogenannte Video Speed Class oder einfach V Class achten. Entsprechende Micro-SD-Karten wurden speziell für die Videoaufzeichnung entwickelt und garantieren Ihnen eine Mindestleistung, die nicht unterschritten wird. Damit können Sie ohne Störungen Aufnahmen in Full-HD oder sogar 8K anfertigen. Erhältlich sind Micro-SD-Karten, die die folgende V-Classes erfüllen: V6 garantiert Ihnen eine Mindestleistung von 6 Mb/s, bei V10 sind es 10 Mb/s während V30 mindestens 30 Mb/s bereitstellt. Mit garantierten 60 Mb/s ist V60 doppelt so schnell. Die aktuelle Spitze markiert V90 mit einer garantierten Leistung von 90 Mb/s.

1 = Video Speed Class (V30) - für Videoaufnahmen geeignet
2 = microSDXC (Extreme Capacity)
3 = Application Performance Class (A1) - für Smartphones geeignet

4 = UHS-Bus (UHS-I)
5 = Geschwindigkeitsklasse - Ultra High Speed Class (U3)
6 = Speichergröße

Unser Praxistipp: Class 10 sollte das Minimum sein

Kaufen Sie Speicherkarten, die wenigstens der Class 10 (min. 10 Mb/s) entsprechen. Karten der Class 2, Class 4 oder Class 6 sind deutlich langsamer, haben gegenüber Class 10 aber keinen nennenswerten Preisvorteil.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Speicherkarten

Gibt es besonders empfehlenswerte Speicherkarten im microSD-Format?

Es gibt eine Vielzahl von SDXC- und SDHC-Karten, besonders empfehlenswert sind unter anderem die bis zu 512 GB fassenden SDHC- und SDXC-Speicherkarten (zum Beispiel die 64-GB-Version SDSQUAR-064G-GN6MA) der sowie EVO Plus Karten (bis 512 GB). Für Videoaufnahmen eignen sich speziell die SanDisk Extreme PRO microSDXC Speicherkarten, die mit Speicherkapazitäten von 32 GB bis 1000 GB erhältlich sind. Grundsätzlich gilt: Kaufen Sie nur noch Micro-SDHC oder Micro-SDXC Speicherkarten. 

Was ist sagt die UHS-Angabe aus?

Der UHS-Standard wird in UHS-I und UHS-II unterteilt. Die Angabe der UHS-Klasse gibt lediglich Auskunft über die mögliche Bus-Geschwindigkeit, die mit kompatiblen Endgeräten möglich ist. UHS-I erreicht dabei eine Geschwindigkeit von 104 Mb/s, während UHS-II auf bis zu 312 Mb/s kommt. Der Wert sagt allerdings nichts über die mögliche Schreibgeschwindigkeit aus. UHS-I- und UHS-II-Karten sind mit SD- und SDHC-Geräten kompatibel.

Wer hat das Micro-SD-Format erfunden?

Eigentlich wurde Micro SD unter der Bezeichnung T-Flash von der Firma SanDisk entwickelt. Erst seit dem Jahr 2005 tragen die kleinen Speicherkarten die Bezeichnung Micro-SD. Mit den Produkten der Ultra und der Extreme PRO Serien ist SanDisk heute einer der führenden Hersteller von Speicherkarten.

  

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