Wissenswertes zu Vibrationsmotoren

Was ist ein Vibrationsmotor?

Ein Vibrationsmotor ist ein Motor, der durch spezielle Unwuchtgewichte eine sanfte bis stärkere Vibration erzeugt. Der Motor wiegt meist wenige Kilogramm und lässt sich in Baumaschinen verwenden, die Produkte sieben, reinigen, fördern oder verdichten. Die Vibration wird durch die Unwuchtgewichte erzielt. An den Wellenenden des Motors befestigt, sorgen sie für eine kreisende Schwingung der rotierenden Welle. Die Folge: Das Gerät vibriert.

Bauteile von Industriemaschinen, die unmittelbar an das Gerät gekoppelt sind, übernehmen die erzeugte Bewegung. Dadurch entsteht eine Vibration oder ein leichtes bis starkes Rütteln. Die Maschinen sind über den Motorfuß direkt mit dem Gerät verbunden.

Gut zu wissen:

Mit mehreren Vibrationsmotoren, die sich im gegenläufigen Rotationsmodus befinden, können Sie gerichtete Schwingungen erzielen. Durch Zubehör wie einen Frequenzumrichter lässt sich außerdem die Intensität je nach Rüttelvorgang beeinflussen.

  

Nutzen und Einsatzgebiete

Die Vibrationsmotoren haben ihren größten Einsatz in der Industrie. Wenn Baumaterialien und Rohstoffe verdichtet oder verteilt werden sollen, werden Fertigungs- oder Sortiermaschinen mit den speziellen Motoren verwendet. Auch, wenn die Baustoffe sortiert werden sollen, kann ein solches Gerät mit seinen Vibrationen nützlich sein.

Typisches Einsatzgebiet der Motoren ist der Straßenbau, insbesondere in den üppigen Rüttelmaschinen. Doch auch in vollkommen anderen Branchen erweisen sich Vibrationsgeräte als nützlich. So können sie bei der exakten Ausrichtung von Papierstapeln in Druckereien punkten oder in Verpackungsunternehmen für Ordnung sorgen.

Je nach Einsatzgebiet können die mit den Motoren verbundenen Geräte:

  • Produkte dosieren
  • Rohstoffe lösen oder lockern
  • Maschinen reinigen, entleeren oder entlüften
  • Produkte oder Stoffe mischen
  • Stoffe verdichten

Mögliche Geräte, die mit den Vibrationselementen verbunden werden, sind:

  • Baumaschinen
  • Oberflächengitter
  • Filteranlagen
  • Verpackungsmaschinen
  • Fördertöpfe
  • Silos

Worauf sollte beim Kauf des Motors geachtet werden?

Da ein Vibrations- oder Rüttelmotor häufig großen Belastungen ausgesetzt ist, muss er eine gewisse Resistenz gegenüber äußeren Einflüsse aufweisen. Gerade im Straßenbau oder in anderen Bereichen, in denen die Motorgeräte unter freiem Himmel verwendet werden, spielt die Feuchtigkeitsbeständigkeit eine große Rolle. Zudem sollten die Geräte gegen Hitze, Staub und die regelmäßig stattfindende, mechanische Belastung geschützt sein, damit keine häufige Reparatur erforderlich ist.

Wählen Sie den Vibrationsmotor aber auch nach der notwendigen Fliehkraft aus. Sehr leistungsstarke Modelle erzielen bis zu 3.000 Newton, bei kleineren Varianten sind es nur einige hundert Newton. Je nach Einsatzgebiet sind flexibel einstellbare Motorgeräte wünschenswert. So verfügen einige Geräte über unterschiedliche Leistungsstufen. Zwar bleibt die Drehzahl gleich, doch die Drehrichtung kann über einen Schalter verändert werden oder eine elektrische Steuerung sorgt automatisch für die Anpassung.

Hilfreiches Zubehör: Der Frequenzumrichter

Der Unwuchtmotor erzeugt kreisförmige Schwingungen. Im paarweisen Einsatz erfolgt eine gegenläufige Rotation, sodass eine gerichtete Schwingung erzielt wird. Um diese je Prozess individuell einzustellen, sind Frequenzumrichter zu empfehlen. Diese optimieren die Frequenz jedes Mal aufs Neue; so, wie es die Anwendung gerade verlangt.

Fragen und Antworten

Wie unterscheiden sich die verfügbaren Motoren?

Achten Sie bei der Auswahl auf die Elemente wie die Fliehkraft und die Drehzahl, die sich nach der gewünschten Vibrationsfrequenz richten. Zudem gibt es Geräte, die elektrisch per Kabel oder Akku betrieben werden und andere, die mit Hilfe von Druckkraft funktionieren. Bei Conrad finden Sie rein elektrische Vibrationsmotoren.
 

Für welche Arbeiten eignen sich die Vibrationsmotoren?

In erster Linie eignen sich die Geräte für die Förderung, Lösung und Verdichtung verschiedener Materialien und Produkte. Die Förderung erfolgt, indem die einzelnen Teilchen durch die Schwingungen angestoßen und folglich in eine Richtung abwandern können. Die Lösung beruht darauf, dass die Vibrationen des Gerätes sie aus dem Verband heraus lockern. Die Verdichtung wird durch eine Umlagerung der Materialteilchen erzielt, welche wiederum durch eine Verringerung der Reibung gelingt.
 

Wo kann der Vibrationsmotor angeschlossen werden?

Meist ist ein Anschluss in jeder beliebigen Position möglich. Wichtig ist allerdings ein fester, sicherer und ebener Untergrund. Der Bereich, in welchem der Vibrations- oder Rüttelmotor befestigt wird, muss starr sein, um Beschädigungen durch die starken Schwingungen zu vermeiden.