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Wissenswertes zu Windows Tablets und 2 in 1 Tablets

Der Tablet-Markt wird von Android- und iOS-Geräten dominiert. Doch speziell im Produktivumfeld erfreuen sich Tablets oder 2-in-1-Geräte mit Microsoft-Windows-Betriebssystem großer Beliebtheit. Dass solche Geräte durchaus auch für den privaten Anwender interessant sein können, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Es muss nicht immer Anroid oder iOS sein

Es gibt mittlerweile eine große Fülle von Windows-Tablets und Hybridgeräten. Weit verbreitet ist das klassische Tablet-Format: Dabei handelt es sich, vereinfacht ausgedrückt, um eine flache Platte, deren Oberseite fast vollständig aus einem Touchscreen besteht. Diese Bauart wird auch bei allen Apple iPads sowie den meisten Android-Geräten verwendet. Die Größe des eingesetzten Displays reicht von 8" bis mehr als 13". Speziell die kleineren Formate bis 10,8" passen bequem in die Handtasche und eignen sich somit hervorragend für den mobilen Einsatz. Allerdings zeigt sich gerade bei den kleineren Bildschirmdiagonalen ein Problem: Das Betriebssystem Windows ist im Gegensatz zu iOS oder Android-Tablets nicht perfekt für die Bedienung mit Touchscreens optimiert. Zwar gibt es einen entsprechenden Touch-Modus und die meisten Windows Apps können gut mit dem Finger bedient werden. Doch schaut man hinter die schöne Fassade, trifft man schnell auf Menüstrukturen, die man am besten mit einem Stylus bedient. Mit einem solchen Eingabestift geht die Bedienung dann aber leicht und präzise von der Hand.

Microsoft-Windows-Tablets, die sich eher an professionelle Anwender richten, beispielsweise die "Surface Pro"-Modelle von Microsoft, verfügen über starke Prozessoren und größere, gut beleuchtete IPS-Displays mit einer Diagonale ab 12,3". Damit lassen sich auch Programme und Tools, die nicht für den Touchscreen optimiert wurden, gut bedienen. Daneben hat ein Tablet, das mit Windows läuft, den unschlagbaren Vorteil, dass Sie alle Programme, die Sie von Ihrem Desktop-PC kennen, ohne Einschränkungen auch auf dem mobilen Gerät nutzen können. Egal, ob es sich um Ihre gewohnte Office-Suite oder sogar Photoshop handelt.

Unser Praxistipp: Full-HD-Auflösung ist meistens ausreichend

Bei mobilen Geräten liegen besonders hochauflösende Bildschirme im Trend und die Hersteller versuchen sich mit immer höheren Auflösungen zu überbieten. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass eine höhere Auflösung immer einen höheren Energieverbrauch mit sich bringt. Einen guten Kompromiss aus Akkulaufzeit und Darstellungsqualität stellt die Full-HD-Auflösung mit 1920x1080 Pixeln dar. Selbst bei größeren Displays wird die Schrift mit dieser Auflösung noch ausreichend scharf dargestellt.

Tablet, 2-in-1-Notebook oder Convertible?

Tablets mit Windows-Betriebssystem sind nicht nur im klassischen, flachen Tablet-Format erhältlich. Daneben gibt es noch die sogenannten Convertibles. Bei einem Convertible handelt es sich um ein Gerät, das wie ein klassisches Notebook mit integrierter Tastatur oder wie ein Tablet bedient werden kann. Um die Tabletfunktionalität zu nutzen, kann die Basis mit Tastatur einfach weggeklappt werden, sodass sie auf der Rückseite des Displays liegt. Anschließend ist das Gerät wie ein konventionelles Tablet nutzbar. Als nachteilig im Vergleich zu einem herkömmlichen Tablet erweisen sich das höhere Gewicht und die Bauart-bedingte weniger schlanke Bauweise dieser Geräte.

Etwas anders gestaltet sich der Ansatz bei den sogenannten 2-in-1-Geräten, auch als Detachable bekannt. Hier handelt es sich ebenfalls um ein Notebook mit entsprechender Tastatur. Möchte man im Tabletmodus arbeiten, kann das Display komplett von der Basis mit den Eingabegeräten getrennt werden. Der Rechner befindet sich dabei faktisch im Display, es gibt auch Modelle, bei denen die verbleibende Basis noch einen zusätzlichen Akku oder andere Komponenten enthält. Die Vorteile von Convertibles und Detachables liegen auf der Hand: Sie haben unterwegs nur ein Gerät dabei, das Sie sowohl als vollwertiges Notebook oder als Tabletnutzen können. Gerade wenn Sie längere Texte schreiben möchten, werden Sie den Komfort der physischen Tastatur zu schätzen wissen. Zwar gibt es auch für viele Tablets spezielle Tastaturen, die als periphere Hardware angeschlossen werden können, sie bieten aber nicht den gleichen hohen Komfort wie ein fest eingebautes Keyboard. Zudem bieten Convertibles und Detachables im Notebookmodus die Möglichkeit, das Display ergonomisch anzuwinkeln. Ebenfalls von Vorteil ist die umfassendere Schnittstellenaustattung eines Notebooks. Häufig sind mehrere USB-3.0-Anschlüsse, ein Cardreader und ein LAN-Anschluss vorhanden.

Auf die Hardware kommt es an

Ein großer Unterschied zwischen Geräten, die mit einem Android-Betriebssystem oder iOS laufen, und einem Windows-Tablet ist die verbaute Hardware. Erstere setzen ausnahmslos auf Prozessoren (SoC) der ARM-Architektur. Es handelt sich dabei um Chips, die besonders energieeffizient sind und daher bei fast allen Smartphones zum Einsatz kommen. Ein Windows-PC oder -Tablet nutzt dagegen gewöhnlich die x86-Architektur, die zwar mehr Energie verbraucht, aber dafür je nach Prozessor deutlich mehr Leistung bietet. Es gibt einige Tablets mit Windows-Betriebssystem, die mit ARM-Prozessoren arbeiten. In diesem Fall kann zwar Microsoft-Windows nativ ausgeführt werden, die meisten Programme müssen allerdings aufwendig vom Prozessor emuliert werden, was sich nachteilig auf die Leistung auswirkt.

Die Entscheidung, welches Windows-Tablet Sie letztlich kaufen sollten, hängt vom gewünschten Einsatzgebiet ab: Günstige Modelle mit kleinen HD-Displays setzen häufig auf stromsparende Intel Atom Prozessoren und bieten 2 bis 3 GB Arbeitsspeicher. Diese Geräte sind für das Surfen im Internet sowie einfache Aufgaben gut geeignet. Möchten Sie das Gerät beispielsweise für umfangreiche Office-Tätigkeiten, Bildbearbeitung oder sogar Videoschnittnutzen, müssen Sie zu einem anderen Kaliber greifen. Große Displays ab 12,3", leistungsstarke Prozessoren mit 2 oder bessern noch 4 Kernen, wenigstens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und ausreichend Speicherplatz sind ein Muss. Beachten Sie: Bei einem Tablet kann die Hardware nicht aufgerüstet werden! Wählen Sie im Zweifelsfall Speicher oder RAM eine Nummer größer, um auch für zukünftige Aufgaben gut gerüstet zu sein.

Die wichtigste Komponente bei einem Tablet ist zweifelsohne der Bildschirm: Moderne Displays bieten zum Teil extrem hohe Auflösungen. Beachten Sie, dass eine höhere Auflösung immer auch zulasten der Akkulaufzeit geht, da die Grafikeinheit mehr Bildpunkte zu berechnen hat. Sollten Sie professionelle Bildbearbeitung betreiben wollen, ist eine möglichst hohe Abdeckung des RGB- oder Adobe-RGB-Farbraumes wichtig. Beim mobilen Einsatz ist zudem eine hohe Leuchtkraft des Displays empfehlenswert. Moderne Touchscreens sind in der Regel Multi-Touch-fähig, das bedeutet, dass sie in der Lage sind, Gesten, die mit mehreren Fingern ausgeführt werden, zu erkennen. Falls Sie das Tablet auch an externen Monitoren oder am TV-Gerät betreiben möchten, sollten Sie zu einem Modell mit integriertem HDMI-Anschluss greifen. Wenn Sie keine schnurlosen Eingabegeräte oder andere Peripheriegeräte nutzen, sind USB-Anschlüsse dennoch unverzichtbar. Ein einzelner USB-Port genügt schon. Dieser kann bei Bedarf schnell mit einem USB-Hub erweitert werden.

Auch beim integrierten Datenspeicher gibt es große Unterschiede: Bei preiswerten Tablets wird häufig günstiger eMMC-Speicher verbaut, während höherpreisige Modelle oft mit vollwertigem SSD-Speicher ausgestattet sind. Eine SSD liegt bei den erreichbaren Transferraten gewöhnlich mit mehreren hundert MB/s vorne. Die hohe Geschwindigkeit werden Sie im alltäglichen Umgang mit Ihrem Tablet schnell zu schätzen wissen. Der Bootvorgang und das Starten von Programmen benötigt weniger Zeit, auch die Updates des Betriebssystems werden erheblich schneller installiert. Sie sollten zudem darauf achten, dass der Speicher erweitert werden kann. Dazu bieten sich entweder SD-Karten oder externe Festplatten an, die über eine integrierte USB-3.0-Schnittstelle angeschlossen werden können. Ein so ausgestattetes Tablet ist für alle Aufgaben gerüstet und kann unter Umständen sogar den stationären Desktop-Rechner ersetzen.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Windows-Tablets

Welchen Prozessor soll ich auswählen und wie viel Arbeitsspeicher benötige ich?

Das ist davon abhängig, wofür Sie das Gerät nutzen möchten. Wenn Sie hauptsächlich im Internet surfen, E-Mails schreiben und hin und wieder eine Excel-Tabelle erstellen wollen, sind zum Beispiel die Intel Core i3 Prozessoren ein guter Kompromiss aus Preis, Leistung und Akkulaufzeit. Als Arbeitsspeicher sollten Sie für ein flüssiges Anwendungserlebnis mindestens 4 GB wählen. Je anspruchsvoller die Aufgaben, desto stärker sollte der Prozessor sein, für Bild- und Videobearbeitung ist ein Intel Core i5 mit 4 Kernen nicht überdimensioniert. Auch am Arbeitsspeicher sollten Sie nicht sparen, das Minimum sind 8 GB, für anspruchsvolle Aufgaben dürfen es gerne 16 GB oder mehr sein.

Reicht als Betriebssystem Windows 10 Home aus oder benötige ich unbedingt Windows 10 Pro?

Wenn Sie ihr Gerät hauptsächlich zuhause einsetzen und keine Verbindung zu einem Firmennetzwerk benötigen, genügt in den meisten Fällen Microsoft Windows 10 Home. Windows 10 Pro bietet diverse zusätzliche Funktionen, die speziell für Unternehmen interessant sind, beispielsweise Windows Update für Unternehmen, Remotedesktop oder den Gruppenrichtliniendienst. Mit der Bitlocker Festplattenverschlüsselung gibt es allerdings auch ein Feature, das durchaus für private Anwender interessant sein kann.

Wie kann ich die Akkulaufzeit verbessern?

Reduzieren Sie die Helligkeit des Bildschirms und beenden Sie Programme, die im Hintergrund laufen. Wenn Ihr Windows-Tablet eine besonders hohe Auflösung hat, können Sie diese auf Full-HD reduzieren, um Energie zu sparen. Sollte Ihr Convertible oder 2-in-1-Gerät über eine Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung verfügen, deaktivieren Sie diese, wenn sie nicht benötigt wird. Falls möglich, schalten Sie auch WLAN und Bluetooth aus. Zusätzlich sollten alle angeschlossenen USB-Geräte, die nicht verwendet werden, vom Rechner getrennt werden. Aktivieren Sie den Stromsparmodus im Betriebssystem Windows 10. Werfen Sie einen Blick in den Task-Manager und finden Sie heraus, ob Programme oder Dienste den Prozessor auch dann belasten, wenn Sie das Gerät gerade nicht verwenden. Erfahrene Anwender können darüber hinaus die Spannung des Prozessors absenken, was Strom spart und die Temperaturen senkt.

     

   

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