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Ratgeber

LSA-PLUS-Anschlusstechnik: die sichere Verbindung ohne Schrauben und Lötstellen

Die LSA-PLUS-Anschlusstechnik zählt zu den am häufigsten genutzten Verbindungsverfahren. Mit ihrer Hilfe können beispielsweise Datenkabel in einer Anschlussdose verlegt werden. Die LSA-Technik erlaubt einen schnellen Anschluss mit minimalem Aufwand und wenig Zubehör. Sie hat sich daher als Standard etabliert.


Wofür steht das Kürzel im Begriff LSA-Technik?

Um die Adern eines Kabels ordnungsgemäß zu verlegen, bedarf es einer durchdachten Technik.
Mit den drei Buchstaben LSA wird ausgedrückt, welche Schritte nicht notwendig sind.

Sie stehen für:

  • L wie lötfrei

  • S wie schraubfrei

  • A wie abisoliert

Die Kabel werden stattdessen mit einem Auflegewerkzeug in den Verteiler eingepflegt. Dies geschieht mitsamt der Isolierung. Um die Kabellänge passend zum Anschluss zu gestalten, kommen Schneidklemmen zum Einsatz. Sie kürzen jede überschüssige Ader und Doppelader. Für den Überspannungsschutz ist gesorgt. Die scharfen Kontakte liegen derart eng an, dass die Verbindung gasdicht und enorm korrosionsbeständig ist. Die Kontaktsicherheit ist sowohl bei starken Temperaturunterschieden als auch bei Vibrationen gegeben.


Wo liegt der Unterschied zwischen LSA und LSA-Plus?
 

Tatsächlich wird häufig synonym von der LSA- und der LSA-Plus-Technik gesprochen. Streng genommen handelt es sich dabei jedoch um zwei Varianten der Technik.

Die klassischen LSA-Leisten arbeiten mit Schneidklemmen, die in einem rechten Winkel zum Kabel stehen. Die modernere Variante hat den 90-Grad-Winkel zugunsten von 45 Grad verworfen. Diese heute überwiegend eingesetzte Version wird LSA-Plus oder kurz als LSA+ beschrieben.

Achtung: Zentrale Verteiler für die Netzwerkinstallation, Kästen, die auch als Patchpanel bezeichnet werden, verfügen ausschließlich über LSA-Plus-Leisten. Auch viele TAE-Dosen für die Telekommunikation setzen vor allem auf LSA+.


Welche Arten der LSA-Leisten gibt es?

Je nach Einsatzgebiet können die LSA-Leisten unterschiedlich aufgebaut sein. Um sie mit einem Blick zu unterscheiden, wurde ein einfacher Farbcode eingeführt. Es gibt die folgenden vier Formen:
 

Anschlussleisten

Diese Standardform setzt auf eine nicht auftrennbare Verbindung. Sie bietet außerdem einen Anschluss für Prüfstecker. Die Leisten sind in Grau gehalten.
 

Verbindungsleiste

Wenn gesonderte Messschaltungen möglich sein sollen, sind Verbindungsleisten gefragt. Hier kann ein Trenn-Prüfstecker zwischen die Anschlüsse gesteckt werden. Die Leistenfarbe ist weiß.
 

Schaltleiste

Erst bei der Nutzung eines Schaltsteckers wird die Verbindung etabliert. Im Normalzustand besteht keine zwischen den einzelnen Kontakten. Diese Leisten sind Braun.
 

Erddrahtleiste

Alle Adern erhalten ein gemeinsames Erdpotential. Diese Schutzart zu wählen, erlaubt für den Anschluss allerdings weder die Nutzung von Prüfsteckern noch von Überspannungsleisten. Der Farbcode sieht hierfür rote Leisten vor.


Wie läuft der Auflegevorgang Schritt für Schritt ab?
 

Die LSA-PLUS-Anschlusstechnik kann nur genutzt werden, wenn der Auflegevorgang korrekt durchgeführt wird. Der Ratgeber gibt Ihnen daher an dieser Stelle eine prägnante Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

  1. Die Ummantelung des Kabels wird ein Stück weit entfernt.

  2. Die freigelegten Adern werden in die Schlitze der LSA-Leiste gelegt.

  3. Die exakte Positionierung erfolgt mittels Auflegewerkzeug und es kann Doppelader für Doppelader vorgegangen werden.

  4. Ist die Position ideal, wird das Auflegewerkzeug über den sichtbaren Schlitz gehalten und die Ader in die Leiste gedrückt, bis ein hörbares Klicken die Arbeit der Schneidklemme bestätigt.

  5. Das überstehende Ende der Ader ist abgetrennt und kann entsorgt werden.

  6. Ist eine Abschirmung vorgesehen, kann diese abschließend befestigt werden. Häufig handelt es sich um eine Verteiler-Box, die zusätzlichen Schutz vor Umwelteinflüssen bietet.

Praxistipp:

Da die LSA-Technik eine scharfe Metallführung besitzt, wird auch die Isolierung der Kabel aufgetrennt und zwischen Ader und Klemmleiste ein zuverlässiger Kontakt hergestellt. Es muss daher nichts weiter getan werden.


Welche Befestigungssysteme sind möglich?

Um die LSA-Leisten zu befestigen, haben sich verschiedene Möglichkeiten etabliert. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die drei Klassiker:

Schraub-Montage
Die Aufputz-Schraub-Montage wird sehr häufig gewählt. Die Befestigungselemente lassen sich mit wenigen Handgriffen festziehen.
 

Rundstab-Montage
Der Anschluss erfolgt über zwei Rundstäbe, die zuerst montiert werden. Danach wird das entstandene Profil genutzt, um die LSA-Leisten aufzuklicken.
 

Montagebügelsystem
Das Aufklicken erfolgt hier nicht mithilfe von Rundstäben, sondern über eine Montagewanne. Diese Wanne kann zusätzlich in einer Verteiler-Box sitzen.


Welches Zubehör nutzt die LSA-Anschlusstechnik?
 

Damit der Anschluss der Technik schnell und sicher ablaufen kann, gibt es verschiedenes LSA-Plus- Zubehör. Die wichtigsten präsentiert Ihnen diese Tabelle:

 

Prüfadapter
  • Adapter, um die Anschluss- sowie Trennleistung jeder Kabelader einzeln zu testen

Trennstecker
  • Kabelverbindungen müssen nicht bewegt und dennoch können die Kontakte getrennt werden

Prüfstecker
  • überprüft das Signal, ohne den Signalweg selbst zu unterbrechen

Prüf- und Trennstecker
  • überprüft das Signal und trennt die Verbindungen

  • Es lassen sich Querverbindungen ermöglichen

Montagewerkzeug
  • erlaubt das Anlegen der Drähte

  • über eine Abschneidsperre kann ein Sensor den Mechanismus solange blockieren, bis die Ader perfekt in Position gebracht ist

Beschriftungsschilder
  • erlauben das fachgerechte Beschriften für eine leichte Unterscheidung

Grobschutzmagazine
  • werden als Verteiler-Boxen aufgesteckt und bieten Raum für Schutzelemente

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